In der letzten Woche hat eine Rekordzahl an Israelis den Tempelberg besucht. Während einige Rabbiner weiter davor warnen, den Tempelberg zu besuchen, um das Allerheiligste nicht zu schänden, sind immer mehr Rabbiner anderer Meinung.
Tempelberg
Palästinenserchef Mahmud Abbas hat sich gestern bei einem Treffen mit Vertretern aus Ostjerusalem bei den „Märtyrern Jerusalems“ für den Sieg auf dem Tempelberg bedankt.
Mehr als 1000 Juden haben am heutigen Tisha Be Av bereits den Tempelberg betreten, um der Zerstörung des Jüdischen Tempels vor fast 2000 Jahren zu gedenken.
Der Mufti von Jerusalem hat die Moslems heute aufgerufen, sich am Nachmittag zum Gebet in der Al Aqsa Moschee auf dem Tempelberg zu versammeln. Die Polizei warnt vor weiteren Unruhen.
Am Montagabend entschied das Sicherheitskabinett Israels, dass die Metalldetektoren am Eingang zum Tempelberg entfernt und durch andere „fortschrittliche Kontrollmechanismen“, wie hochauflösende Kameras, die auch Metall erkennen können, ersetzt werden sollen.
Wegen der Befürchtung vor weiteren Unruhen und gewalttätigen Auseinandersetzungen am Tempelberg sollen die Sicherheitskräfte am Freitag durch weitere Truppen verstärkt werden – Die Polizei hat heute ein Video von den drei Terroristen veröffentlicht.
Der Tempelberg ist heute für jüdische Besucher geschlossen, nachdem sich eine jüdische Gruppe dort nicht den Anweisungen entsprechend verhalten hatte.
Nachdem israelische Sicherheitskräfte am Sonntag Magnometer-Tore an den Eingängen zum Tempelberg aufgestellt hatten, ist es auch gestern zu Unruhen gekommen, die bis in die Nacht andauerten.
Nachdem der Tempelberg nach dem Anschlag vom Freitag erstmals seit 1969 vollständig abgeriegelt war, ist er heute Mittag unter großen Sicherheitsvorkehrungen wieder geöffnet worden.
Oria Amrani hat sich nie viele Gedanken über den Tempelberg gemacht. Die 46‑Jährige unterscheidet sich damit nicht viel von anderen Israelis.



