Zum ersten Mal seit zwei Jahren konnten heute Abgeordnete der Knesset den Tempelberg besuchen. Die arabischen Abgeordneten waren jedoch nicht bereit, an dem Test der Polizei teilzunehmen. Die Abgeordneten Jehuda Glick und Shuli Mualem ließen sich die Gelegenheit jedoch nicht entgehen.
Tempelberg
In der kommenden Woche wird den Knesset-Abgeordneten zum ersten Mal seit zwei Jahren die Möglichkeit gegeben, den Tempelberg zu besuchen. Aber nur für einen Tag.
Als Protest gegen das seit bereits anderthalb Jahren bestehende Verbot für Abgeordnete der Knesset, den Tempelberg zu besuchen, hat der Abgeordnete der Likud-Partei Jehuda Glick sein Büro heute für einen Tag an das Löwentor am Eingang zum Tempelberg verlegt.
In der letzten Woche hat eine Rekordzahl an Israelis den Tempelberg besucht. Während einige Rabbiner weiter davor warnen, den Tempelberg zu besuchen, um das Allerheiligste nicht zu schänden, sind immer mehr Rabbiner anderer Meinung.
Palästinenserchef Mahmud Abbas hat sich gestern bei einem Treffen mit Vertretern aus Ostjerusalem bei den „Märtyrern Jerusalems“ für den Sieg auf dem Tempelberg bedankt.
Mehr als 1000 Juden haben am heutigen Tisha Be Av bereits den Tempelberg betreten, um der Zerstörung des Jüdischen Tempels vor fast 2000 Jahren zu gedenken.
Der Mufti von Jerusalem hat die Moslems heute aufgerufen, sich am Nachmittag zum Gebet in der Al Aqsa Moschee auf dem Tempelberg zu versammeln. Die Polizei warnt vor weiteren Unruhen.
Am Montagabend entschied das Sicherheitskabinett Israels, dass die Metalldetektoren am Eingang zum Tempelberg entfernt und durch andere „fortschrittliche Kontrollmechanismen“, wie hochauflösende Kameras, die auch Metall erkennen können, ersetzt werden sollen.
Wegen der Befürchtung vor weiteren Unruhen und gewalttätigen Auseinandersetzungen am Tempelberg sollen die Sicherheitskräfte am Freitag durch weitere Truppen verstärkt werden – Die Polizei hat heute ein Video von den drei Terroristen veröffentlicht.
Der Tempelberg ist heute für jüdische Besucher geschlossen, nachdem sich eine jüdische Gruppe dort nicht den Anweisungen entsprechend verhalten hatte.



