Ich stamme aus einer ländlichen Gegend in Texas, wo auf unendlichen Wiesen Kühe grasen und wo das Feuerwerk am 4. Juli das aufregendste Ereignis eines jeden Jahres ist. Meine Kindheit, die ich hier in den 90er Jahren verbrachte, war geprägt vom Frieden in einem der großartigsten Länder der Welt.
Irgendwann stand fest: Meine Familie würde den sogenannten Bible Belt gegen das eigentliche Land der Bibel eintauschen. Wir würden unsere jüdische Identität in der Heimat unserer Vorfahren ausleben – dort, wo Josua die Mauern von Jericho einstürzen sah und wo David den Goliath schlug mit einem glatten Stein aus der Schleuder. Ich war dabei, mich dem Land der unbesiegbaren Helden anzuschließen, einer Nation von Siegern, deren Feinde im Staub liegen und deren Ankläger von Gott persönlich gestraft werden.
So ungefähr war unsere idealistisch überhöhte Sichtweise. Was meine Familie und ich aus den USA mitnahmen, schleppten wir in ein paar Koffern zum Taxistand. Ein Nachtflug brachte uns nach Tel Aviv. Endlich setzten wir den Fuß auf Eretz Israel, von der langen...




