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MitgliederDer Tag, an dem Trump aufhörte, Israels Kyros zu sein

Vom „Kyros unserer Zeit“ zum Objekt scharfer Kritik: Das geplante Abkommen mit dem Iran hat das Verhältnis vieler Israelis zu Donald Trump grundlegend verändert.

Donald Trump auf einem Plakat in Jerusalem als moderner Kyros. Der Vergleich prägte über Jahre das Bild des US-Präsidenten in Teilen der israelischen Rechten. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Noch vor wenigen Monaten wurde Donald Trump im israelischen rechten Lager mit dem persischen König Kyros verglichen. Rabbiner, Minister und Kommentatoren sahen in ihm einen von der Geschichte gesandten Staatsmann, der wie einst Kyros die Interessen Israels verteidigte und historische Entscheidungen zugunsten des jüdischen Staates traf. Heute klingt dieser Vergleich für viele seiner früheren Bewunderer wie eine ferne Erinnerung.

Das sich abzeichnende Abkommen zwischen Washington und Teheran hat in Israels rechtem Lager einen Schock ausgelöst. Ausgerechnet der Präsident, den viele als Israels engsten Verbündeten feierten, wird nun beschuldigt, vor dem Iran eingeknickt zu sein und Israels Sicherheitsinteressen geopfert zu haben. Manche sprechen bereits von einem historischen Fehler, andere sogar von einem Verrat. Ob das letzte Kapitel dieser Geschichte bereits geschrieben ist, weiß derzeit niemand. Solange kein Abkommen unterzeichnet ist, bleibt Raum für Überraschungen. Doch allein die Tatsache, dass prominente Unterstützer Netanjahus und Trumps heute offen von Enttäuschung, politischem Bankrott und einem „Messer in den Rücken“ sprechen, zeigt, wie tief die Erschütterung in Teilen Israels sitzt.

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Patrick Callahan

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