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Netanjahu zu Christen: „Wir sind eins“

Der israelische Regierungschef fordert die Evangelikalen auf, sich entschlossen gegen die gemeinsamen Angriffe auf Juden und bibelgläubige Christen zu wehren.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei einem Treffen mit führenden Vertretern der amerikanischen evangelikalen Christen in Washington am 29. Juli 2026. Foto: Ma'ayan Toaf/GPO

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bei seinem Treffen mit evangelikalen Leitern am Mittwoch in Washington nicht nur das gemeinsame jüdisch-christliche Erbe hervorgehoben. Er wies auch darauf hin, dass Juden und Christen Brüder seien, Teil derselben Glaubensfamilie – eine Wahrheit, die die Kirche lange Zeit zu übersehen versucht habe.

Netanjahu erklärte den christlichen Leitern, das jüdische Volk sei „Nachkommen der ursprünglichen Hebräer des Heiligen Landes“, womit er das moderne Israel direkt in die lange biblische Geschichte einordnete, die mit Abraham, Isaak und Jakob begann.

Er beschrieb das jüdische Volk als „den ersten Teil“ des jüdisch-christlichen Erbes, das die westliche Zivilisation, die Freiheit und den Glauben geprägt hat. Damit erinnerte er daran, dass das Christentum nicht in Rom, Europa oder Amerika entstanden ist. Es entstand in Israel, unter Juden, aus dem Glauben und den Schriften Israels.

Die Äußerungen des Ministerpräsidenten sind hochaktuell, da derzeit sowohl Juden als auch evangelikale Christen im gesamten Westen zunehmender Feindseligkeit ausgesetzt sind. Netanjahu stellte eine Verbindung zwischen Antisemitismus und Anti-Evangelikalismus her und bezeichnete sie als miteinander verbundene Angriffe, nicht als getrennte Tendenzen.

„Es ist kein Zufall, dass beide gemeinsam angegriffen werden, denn wir sind eins“, sagte er.

Dieser Satz bildete den Kern seiner Botschaft und war darüber hinaus eine Rückbesinnung auf eine grundlegende Wahrheit. Israels Feinde verstehen etwas, das viele Kirchen über Jahrhunderte hinweg vergessen haben: Juden und Christen sind keine rivalisierenden geistlichen Gemeinschaften, sondern miteinander verbundene Zweige derselben biblischen Geschichte. Der Angriff auf den jüdischen Staat, das jüdische Volk, die biblische Wahrheit und das gläubige Christentum ist nicht bloß ein modernes politisches Phänomen. Er ist geistlicher Natur. Er entspringt derselben Rebellion gegen den Gott Israels, Seine Bundesabsichten und die in der Heiligen Schrift verwurzelte moralische Ordnung. Deshalb gehen Antisemitismus und Feindseligkeit gegenüber bibelgläubigen Christen so oft Hand in Hand. Sie richten sich gegen dasselbe Fundament.

Israel hatte keine andere Wahl, als dem Feind standhaft entgegenzutreten. Netanjahu forderte die Christen auf, dasselbe zu tun.

„Steht auf und duckt euch nicht“, sagte er und rief seine Zuhörer dazu auf, auf Angriffe mit Stärke statt mit Entschuldigungen zu reagieren. Er dankte den Evangelikalen für ihre beständige Unterstützung und die „Beständigkeit“ ihrer Freundschaft, machte jedoch deutlich, dass die aktuelle Lage mehr als nur Sympathie erfordert.

„Jetzt ist es Zeit zu kämpfen“, sagte Netanjahu.

Für Israel-freundliche Christen war diese Botschaft sowohl eine Bestätigung als auch ein Aufruf zum Handeln. Netanjahu bat nicht nur um politische Unterstützung. Er bekräftigte ein Bündnis, ein gemeinsames Erbe und eine gemeinsame Front in einem geistlichen und zivilisatorischen Kampf.

Der jüdische Staat ist nicht allein. Und Christen, die zu Israel stehen, sind keine Außenstehenden in der Geschichte Israels. Sie sind Teil der Familie, die dem Erstgeborenen zur Seite steht.

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Patrick Callahan

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