Naher Osten

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Die Festung, die nicht fallen sollte: Wie die IDF Hisbollahs Ali-Taher-Rücken eroberte und sprengte

Zwanzig Jahre gebaut, vom Iran finanziert, von Hisbollah als uneinnehmbar bezeichnet – der Ali-Taher-Rücken im Südlibanon ist Geschichte. Die IDF sprengte das 5,4 Kilometer lange Tunnelsystem mit 1.100 Tonnen Sprengstoff.

Israelis beobachten, wie nach israelischem Artilleriefeuer auf den Ali-Taher-Kamm im Südlibanon Rauch aufsteigt. 16. August 2026. Foto: Ayal Margolin/FLASH90
Israelis beobachten, wie nach israelischem Artilleriefeuer auf den Ali-Taher-Kamm im Südlibanon Rauch aufsteigt. 16. August 2026. Foto: Ayal Margolin/FLASH90

Zwanzig Jahre Bauzeit, iranisches Geld, unterirdische Kommandozentralen, Generatoren, Duschen und eine Küche – und am 10. September 2026 flog alles in die Luft. Die Einnahme und Sprengung des Ali-Taher-Rückens im Südlibanon ist einer der bedeutendsten militärischen Erfolge Israels in diesem Krieg – und ein schwerer Schlag gegen das iranische „Achse des Widerstands“-Projekt.

Zwanzig Jahre gebaut – in Wochen zerstört

Der Ali-Taher-Rücken liegt rund 16 Kilometer nördlich der israelischen Grenze im Südlibanon und galt als das Herzstück von Hisbollahs militärischer Infrastruktur in der Region. Das israelische Forschungsinstitut Alma bezeichnete ihn als „ein wichtiges Machtzentrum, das Hisbollah seit Jahrzehnten aufgebaut hat“ – geplant und finanziert vom iranischen Revolutionsgarden-Corps (IRGC). Unter dem Bergrücken erstreckte sich ein 5,4 Kilometer langes unterirdisches Tunnelnetz mit Kommando- und Waffenräumen, Generatoren, Wohnquartieren, Duschen und einer Küche.

Seit Juni 2026 fokussierte die IDF ihre Operationen auf den Ali-Taher-Rücken – nachdem zuvor die Beaufort-Burg erfolgreich eingenommen worden war. Wochenlang führte die 36. Division der IDF Luft- und Artillerieschläge durch, um Terroristen zu eliminieren, Belagerungen aufrechtzuerhalten und die Versorgung der im Tunnel verbliebenen Kämpfer zu unterbinden. Fünf israelische Soldaten wurden bei Kämpfen und Drohnenangriffen getötet, 18 weitere verletzt. Laut einem nicht verifizierten Bericht der israelischen Zeitung Maariv wurden im Inneren der Tunnel 15 Leichen gefunden.

Am 3. September erklärte die IDF, Soldaten der 36. Division hätten die Kontrolle über den Rücken – sowohl ober- als auch unterirdisch – vollständig übernommen. Israelischen Medienberichten zufolge wurden dabei auch iranische IRGC-Instrukteure getötet, die gemeinsam mit Hisbollah-Kämpfern in den Tunneln operierten. Netanjahu erklärte am 4. September: „Der Rücken bedroht Israel nicht länger.“

1.100 Tonnen Sprengstoff – und ein Signal an Teheran

Was folgte, war eines der spektakulärsten militärischen Demolierungsoperationen in der Geschichte des Nahen Ostens: Am 10. September zündete die IDF über 1.100 Tonnen Sprengstoff und ließ das gesamte 5,4 Kilometer lange Tunnelsystem in sich zusammenbrechen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu veröffentlichte ein Video der Explosion auf X mit den Worten: „Heute Nacht haben wir den größten iranischen Außenposten außerhalb des Irans zerstört – die Ali-Taher-Tunnel im Libanon. Die Mission ist erfüllt.“

Die IDF erklärte am Folgetag, was vom Ali-Taher-Rücken übrig geblieben sei, sei „nichts weiter als ein Sandkasten“. Verteidigungsminister Israel Katz betonte, die Einnahme des Ali-Taher-Rückens vervollständige Israels Kontrolle über seine selbst erklärte Sicherheitszone im Südlibanon. Israel werde seine Truppen dort belassen, bis die Hisbollah entwaffnet sei.

Besonders bemerkenswert: Der Iran hatte explizit gewarnt, er würde auf eine Zerstörung des Komplexes mit einem „massiven Angriff“ antworten. Israel ließ sich davon nicht beirren – und die Sprengung war zugleich eine unmissverständliche Botschaft an Teheran: Zwei Jahrzehnte Investition in die „Achse des Widerstands“ können in einer Nacht zunichte gemacht werden.

Analysten sehen in der Zerstörung des Ali-Taher-Rückens einen strategischen Wendepunkt: Die Anlage war laut Experten eine der wenigen verbleibenden Positionen, von der aus Hisbollah eine Bodeninvasion Israels ernsthaft hätte vorbereiten können. Ihr Verlust schwächt die Organisation nicht nur militärisch, sondern gibt Israel auch eine „physische, nicht nur diplomatische“ Karte in den laufenden Verhandlungen mit dem Libanon – so ein ehemaliger IDF-Offizier gegenüber JNS.

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Die Festung, die nicht fallen sollte: Wie die IDF Hisbollahs Ali-Taher-Rücken eroberte und sprengte”

  1. sabine.kayik sagt:

    Gut gemacht IDF.
    Es freut mich für Israel !!

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