Ein Israeli ist am Freitagmorgen bei einem Terroranschlag nahe Havat Gilad in Samaria getötet worden. Zwei weitere Israelis wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom (MDA) handelt es sich bei dem Todesopfer um einen Mann in den Dreißigern. Die beiden Verletzten wurden mit Hubschraubern in israelische Krankenhäuser gebracht.
Summary of the terror attack by Havat Gilad in Samaria: pic.twitter.com/LNPUOuI3Ec
— Magen David Adom (@Mdais) July 24, 2026
Nach Angaben der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) ereignete sich der Anschlag während einer Wanderung israelischer Zivilisten westlich von Sichem (Nablus). Die Armee leitete unmittelbar nach dem Angriff eine groß angelegte Fahndung ein und errichtete Straßensperren rund um den Tatort sowie an den Zufahrten nach Sichem. Zudem wurde das Gebiet um die palästinensische Ortschaft Tell vorübergehend abgeriegelt.
פיגוע בשומרון: שלושה ישראלים נפצעו, אחד מהם אנוש, לאחר שקבוצת מטיילים הותקפה סמוך לכפר תל. מתחקיר ראשוני עולה כי אחד המחבלים גנב את נשקו של איש הביטחון מחוות גלעד ופתח בירי. pic.twitter.com/qa86jxv56C
— מעריב | Maariv (@MaarivOnline) July 24, 2026
Die genauen Umstände des Anschlags werden noch untersucht. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die Wanderer von Terroristen angegriffen. Die IDF machte zunächst keine weiteren Angaben zum Ablauf des Angriffs und konzentriert sich auf die Fahndung nach den Tätern.
Der Vorsitzende des Regionalrats Samaria, Yossi Dagan, traf noch während des laufenden Einsatzes am Tatort ein und führte gemeinsam mit Vertretern der Sicherheitskräfte eine Lagebesprechung durch. Er erklärte, der Terror werde die Bewohner Samarias nicht einschüchtern. Die Antwort müsse ein entschlossenes Vorgehen gegen die Terroristen sowie die weitere Stärkung der israelischen Gemeinden in Samaria sein.
Auch Yisrael Gantz, Vorsitzender des Yesha-Rates und des Regionalrats Binyamin, sprach von einer koordinierten Terroroffensive gegen Israel. Die jüngsten Schuss- und Messerangriffe sowie die Serie mutmaßlicher Brandstiftungen seien Teil einer einzigen Kampagne gegen die israelischen Gemeinden in Judäa und Samaria.
„Der Boden brennt – im wahrsten Sinne des Wortes“, erklärte Gantz. Die Brandanschläge, versuchten Terrorangriffe und die fortgesetzte Hetze der Palästinensischen Autonomiebehörde seien keine voneinander unabhängigen Ereignisse, sondern Teil einer anhaltenden Terrorwelle. Judäa und Samaria seien keine Nebenfront, sondern eine zentrale Front für den Staat Israel. Entsprechend müsse die Regierung ihre Sicherheitsstrategie anpassen und entschlossener gegen terroristische Infrastruktur vorgehen.
Der Anschlag ereignete sich nur einen Tag nach zwei Messerangriffen im Norden Samarias. Am Donnerstag wurden ein israelischer Zivilist nahe Itamar sowie ein IDF-Soldat bei zwei getrennten Anschlägen verletzt. Die israelischen Sicherheitskräfte erschossen die drei Attentäter. Anschließend führten IDF-Einheiten Antiterroreinsätze in Beit Furik und Tubas durch und durchsuchten die Häuser von zwei der Angreifer.
Die IDF setzte ihre Fahndung nach den Tätern des Anschlags von Havat Gilad am Freitag fort und verstärkte ihre Präsenz im Raum Sichem. Nach Angaben der Armee sollen alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit der Bewohner in Judäa und Samaria zu gewährleisten.




