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MitgliederZwei Christentümer, ein Scheitern des Nahen Ostens

Bethlehem leert sich, während Irans Untergrundkirchen wachsen. Dies sind zwei parallele Reaktionen auf Staaten, die Identität aufzwingen, statt Freiheit zu schützen.

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Christliche Gläubige nehmen am Palmsonntagsgottesdienst in der Geburtskirche in der Stadt Bethlehem teil, 5. April 2026. Foto: Wisam Hashlamoun/Flash90.

(JNS) Bethlehem leert sich. Teheran füllt sich.

Das ist kein poetischer Gegensatz. Es ist eine demografische Realität, die sich in Echtzeit entfaltet – und fast niemand betrachtet beide Seiten gemeinsam.

In Bethlehem, der Stadt, in der das Christentum der Tradition nach geboren wurde, stellten Christen 1950 noch 86 % der Bevölkerung. Heute sind es etwa 10 %. Seit den von der Hamas geführten Terrorangriffen im Süden Israels am 7. Oktober 2023 haben laut dem Jerusalem Center for Applied Policy mindestens 142 weitere Familien die Stadt verlassen.

Die Gemeinschaft, die weiterhin den Ursprungsort des Christentums trägt, zieht sich still zurück – nicht durch Massaker oder Erlasse, sondern durch den langsamen Weggang von Menschen, die dort keine Zukunft mehr sehen.

In Teheran hingegen verurteilten iranische Gerichte im Jahr 2025 insgesamt 96 Christen zu zusammengerechnet 280 Jahren Haft, so die in Großbritannien ansässige Menschenrechtsorganisation Article 18, die Christenverfolgung im Iran dokumentiert. Alle wurden wegen ihrer Zugehörigkeit zu Hauskirchen festgenommen. Die meisten...

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Patrick Callahan

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