Die rund 1.200 Kilometer lange Pipeline verbindet die großen Ölfelder im Osten des Landes mit dem Hafen Yanbu am Roten Meer und ermöglicht damit den Export unabhängig vom Persischen Golf. Seit der Krieg mit Iran den Schiffsverkehr durch Hormus massiv beeinträchtigt hat, ist diese Ausweichroute umso wichtiger geworden. Zuletzt sollen täglich etwa vier bis fünf Millionen Barrel Öl durch die Pipeline geflossen sein. Nun wurde auch sie durch einen Drohnenangriff aus irakischem Territorium getroffen und vorläufig stillgelegt. Damit zeichnet sich eine gefährliche Strategie ab: Iran und seine Milizen, die Huthis, setzen Saudi-Arabien gleichzeitig an mehreren geografischen Schwachstellen unter Druck. Im Osten liegt die Straße von Hormus, im Süden bedrohen die Huthis Bab al-Mandab und dazwischen wird nun auch die wichtigste Landverbindung zum Roten Meer verwundbar.
Und genau hier kommt Israel ins Spiel. Je stärker Iran die traditionellen saudischen Exportwege bedroht, desto wichtiger wird Israel als strategischer Partner und möglicher Landkorridor vom Golf über Jordanien zu den israelischen Mittelmeerhäfen. Ausgerechnet der gemeinsame Gegner könnte damit die Annäherung zwischen Jerusalem und Riad beschleunigen....
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