Israel ist ein winziges Land. Auf der Weltkarte muss man es beinahe suchen. Rund zehn Millionen Menschen leben auf einem schmalen Streifen Erde zwischen Mittelmeer und Jordan. Und trotzdem hat man im Jahr 2026 manchmal den Eindruck, als drehe sich ein erstaunlich großer Teil der Weltpolitik um genau diesen Flecken biblischer Erde. Gaza, Libanon, Iran, Jemen, das Rote Meer, die Straße von Hormus und Bab al-Mandab, überall taucht Israel direkt oder indirekt auf. Die USA werden hineingezogen, Europa positioniert sich, arabische Staaten müssen ihre Allianzen neu ordnen, Handelswege geraten unter Druck und Energiepreise reagieren auf militärische Entwicklungen im Nahen Osten. Einerseits ist Israel zu klein, um die Welt zu beherrschen, und plötzlich groß genug, um sie zu erschüttern.
Ein Krieg, der Tausende Kilometer von Europa entfernt geführt wird, kann plötzlich Benzin, Strom, Flugtickets und Waren verteuern. Und irgendwann fragt sich der normale Bürger in Berlin, London oder Paris: Was hat dieser ewige Konflikt eigentlich mit meinem Leben zu tun? Oder viel brutaler formuliert: Warum versaut dieses winzige Israel der Welt das Leben? Die...
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