Unruhen am Tempelberg

Nachdem israelische Sicherheitskräfte am Sonntag Magnometer-Tore an den Eingängen zum Tempelberg aufgestellt hatten, ist es auch gestern zu Unruhen gekommen, die bis in die Nacht andauerten.

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(Foto: Hadas Parush/Flash90)

Nachdem israelische Sicherheitskräfte am Sonntag Magnometer-Tore an den Eingängen zum Tempelberg aufgestellt hatten, ist es auch gestern zu Unruhen gekommen, die bis in die Nacht andauerten.

Die aufgestellten Magnometer haben viele Araber verärgert. Sie weigern sich, sich dort kontrollieren zu lassen. Stattdessen haben viele muslimische Araber ihre Gebete vor dem Eingang und vor den Magnometern und den israelischen Sicherheitskräften abgehalten.

Gestern Abend war es dann erneut zu Unruhen gekommen, einige der Unruhestifter wurden dabei verletzt. Später wurden im Stadtteil Silwan Molotow-Cockails und Feuerwerkskörper auf israelische Sicherheitskräfte geworfen. Auch am Eingang zum Stadtteil Isawiya kam es zu Unruhen, als vermummte arabische Jugendliche die israeischen Sicherheitskräfte mit Steinen, Molotow-Cocktails und Feuerwerkskörpern bewarf.

Unruhen am Löwentor, gestern (Ynet)

Die Unruhen in Silwan und Isawiya hielten während der ganzen vergangenen Nacht an. Ein israelischer Polizist wurde dabei am Bein verletzt und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Einige der Unruhestifter wurden verhaftet.

Ein Bewohner Ostjerusalems sagte, dass man den Kampf weiterführen und am Ende das Löwentor und andere Tore erreichen werde, ohne sich durch die rassistische israelische Regierung erniedrigen zu lassen und durch die Magnometer-Tore zu gehen. Ein anderer sagte, dass nur die israelische Regierung für weitere Anschläge auf dem Tempelberg verantwortlich sei. Ihre Maßnahmen könnten die Situation außer Kontrolle bringen.

Die israelische Polizei hat ihre Kräfte an den Toren zum Tempelberg deutlich verstärkt. Man sei auf Unruhen vorbereitet gewesen, sagte ein Sprecher. Man hoffe, dass sich die Lage mit der Zeit und nach weiteren Gesprächen mit den Vertretern des Tempelbergs nach und nach beruhigen werde.

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