Nachdem israelische Sicherheitskräfte am Sonntag Magnometer-Tore an den Eingängen zum Tempelberg aufgestellt hatten, ist es auch gestern zu Unruhen gekommen, die bis in die Nacht andauerten.
Tempelberg
Nachdem der Tempelberg nach dem Anschlag vom Freitag erstmals seit 1969 vollständig abgeriegelt war, ist er heute Mittag unter großen Sicherheitsvorkehrungen wieder geöffnet worden.
Oria Amrani hat sich nie viele Gedanken über den Tempelberg gemacht. Die 46‑Jährige unterscheidet sich damit nicht viel von anderen Israelis.
Das Interesse der Christen am Tempelberg kann auch an ihrer Teilnahme am Tempelberg-Siebprojekt gemessen werden.
Fast jedes Jahr versuchen religiöse Juden, biblische Rituale auf dem jüdischen Tempelberg abzuhalten, was oft zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Moslems oder israelischen Polizisten führt. Um dies zu vermeiden, hat die israelische Polizei sieben religiöse Juden verhaftet, die morgen zur Pessachwoche ein biblisches Brandopfer auf dem Tempelberg abhalten wollten.
Israel feiert in diesem Jahr den 50. Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems. Aktionen zur Erhaltung und Akzentuierung der jüdischen Geschichte auf dem Tempelberg sind heute wichtiger denn je.
Ein 18 Jahre alter Jude ist heute früh auf dem Tempelberg festgenommen worden, nachdem er begonnen hatte, das „Shma Israel“ – Gebet zu sprechen (Höre Israel).
UNESCO verabschiedet weitere Resolution, in der die jüdische Beziehung zum Tempelberg ignoriert wird
Die UN-Organisation für Bildung, Kultur und Wissenschaft UNESCO hat am vergangenen Mittwoch eine weitere Resolution verabschiedet, in der die jüdische und auch christliche Beziehung zum Tempelberg ignoriert wird. Ministerpräsident Netanjahu hat den israelischen Botschafter bei der UNESCO, Carmel Shama-Hacohen, zu Beratungen zurück nach Israel berufen.
Mehrere hundert Menschen haben heute die Familie des von einem Terroristen im Schlaf ermordeten Mädchens Hallel bei ihrem Besuch auf dem Tempelberg begleitet. Die Mutter Rina sagte: „Wir sind nicht gekommen, um zu weinen.“
Das Jerusalemer Amtsgericht hat entschieden, dass der Ruf „Allah hu Akbar“ (arabisch für „Gott ist grösser“) zu Nicht-Moslems auf dem Tempelberg eine Friedensstörung darstelle.



