Knesset-Abgeordnete können bald wieder den Tempelberg betreten

Seit acht Monaten ist es den Abgeordneten der Knesset, Arabern wie Juden, verboten, den Tempelberg zu betreten. Heute wird sich die Ethikkommission erneut treffen, um über eine Aufhebung des Verbots zu beraten, nachdem sich arabische Knesset-Abgeordnete an den Vorsitzenden der Knesset, Juli Edelstein, gewandt hatten mit der Bitte, das Besuchsverbot aufzuheben.

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Seit acht Monaten ist es den Abgeordneten der Knesset, Arabern wie Juden, verboten, den Tempelberg zu betreten. Die Ethikkommission hatte sich zu dieser Massnahme entschlossen, nachdem sie sich mit der Polizei und anderen Sicherheitsdiensten beraten hatte und diese der Ansicht waren, dass der Besuch öffentlicher Persönlichkeiten auf dem Tempelberg die ohnehin schon empfindliche und explosive Lage noch verschlimmern könnte. Besonders die arabischen Abgeordneten taten sich schwer, diesem Verbot zu folgen.

Heute wird sich die Ethikkommission erneut treffen, um über eine Aufhebung des Verbots zu beraten. Einige arabische Abgeordnete hatten sich an den Vorsitzenden der Knesset, Juli Edelstein, gewandt mit der Bitte, den Tempelberg während des Ramadan-Festes betreten zu dürfen. Normalerweise geniessen die Abgeordneten Bewegungsfreiheit und Immunität im Gegensatz zum Normalbürger, in diesem Falle sei es nun genau umgekehrt. Daraufhin traf sich Edelstein mit Vertretern der Polizei. Bei dem Treffen erklärte die Polizei, dass sie nach einer erneuten Untersuchung der Situation zu dem Entschluss gekommen sei, den Abgeordneten der Knesset den Besuch des Tempelbergs wieder zu ermöglichen, allerdings erst nach Ende des Ramadan.

Nun muss die Ethikkommission heute darüber entscheiden, ob die Abgeordneten den Tempelberg wieder besuchen können. Eine der Möglichkeiten wäre, dass die arabischen Abgeordnete bereits während des andauernden Ramadan-Festes den Tempelberg wieder betreten könnten und ihre jüdischen Kollegen gleich nach dem Fest. Wer in diesem Falle sicherlich den Tempelberg besuchen wird ist der neue Knesset-Abgeordnete der Likud-Partei Jehuda Glick. Glick ist bekannt als Aktivist für die Rechte der Juden, den Tempelberg zu besuchen und dort beten zu dürfen. Nachdem er zum Abgeordneten vereidigt wurde, folgte er den Anweisungen von Ministerpräsident Netanjahu und verzichtete auf Besuche des Tempelbergs.

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