Der wachsende türkische Einfluss in Syrien alarmiert Jerusalem. Immer mehr Israelis sehen in Ankara eine strategische Gefahr, die zu einer direkten militärischen Konfrontation führen könnte.
Türkei
Die Türkei bildet den unausgesprochenen strategischen Hintergrund des Abkommens, bei dem Athen sich einen vielschichtigen Schutzschild gegen Drohnen und Raketen sichert und damit die regionale Rolle Jerusalems stärkt.
Jerusalems oberster Diplomat schlug zurück, nachdem Ankaras Außenminister Netanjahu als Verbrecher bezeichnet hatte, der Freude am Blutvergießen habe, und zu Maßnahmen aufgerufen hatte, um ihn zu stoppen.
Der türkische Präsident verglich Israel mit den schlimmsten Massenmördern der Geschichte, während Jerusalem Ankara der Anstiftung und Unterstützung der Hamas bezichtigte.
Die israelischen Luftangriffe spiegeln die Besorgnis über die von Ankara unterstützte Wiederbewaffnung Syriens und eine islamistische Herrschaft wider, erklärt ein ehemaliger Offizier der israelischen Streitkräfte.
In Jerusalem wächst die Sorge über den Kurs von Trumps Syrien-Gesandtem und US-Botschafter in der Türkei, Tom Barrack. Itamar Eichner über einen Diplomaten, der Ankara eine zentrale Rolle in der neuen regionalen Ordnung einräumen will – und über die entscheidende Frage, wie groß sein Einfluss auf den US-Präsidenten tatsächlich ist.
Die jüngsten israelischen Angriffe in Syrien haben in Washington die Sorge vor einer direkten Konfrontation zwischen Israel und der Türkei geweckt. Itamar Eichner über zwei Jahrzehnte wachsender Spannungen, die Rolle Netanjahus und Erdoğans und den Versuch der USA, eine weitere Eskalation zu verhindern.
Der israelische Ministerpräsident warnte Ankara nach dem Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Abu al-Duhur am frühen Dienstagmorgen vor einer militärischen Verankerung südlich von Aleppo.
Israelische Beobachter sehen in dem Abkommen zwischen Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei den Aufstieg einer sunnitischen Achse.
Eine Gesellschaft, die die türkische Gefahr erkennt, kann derzeit nicht die Kraft aufbringen, sich ihr zu stellen.



