Manchmal scheint es, als wollten wir nur eines: vorankommen. Das nächste Ziel erreichen, das nächste Problem lösen oder den nächsten Traum verwirklichen.
Thora
Gedanken zum Schabbat
Manche biblischen Texte wirken, als wären sie direkt für unsere Zeit geschrieben worden. Diese Wochenlesung gehört dazu.
Mitten in der Wochenlesung Pinchas verbirgt sich einer der bewegendsten und tiefgründigsten Momente der Bibel.
Der Wochenabschnitt Korach beschreibt einen Aufstand, der auf den ersten Blick beinahe idealistisch erscheint.
Die Parascha Schlach Lecha schildert einen der dramatischsten Momente in der Geschichte Israels.
Mitten in all den großen Ereignissen im vierten Buch Mose „in der Wüste“ erscheint scheinbar ein technisches Detail: die Wolke über der Stiftshütte.
Der Name unserer Wochenlesung lautet „Nasso“, ein Wort, das „erheben“, „tragen“ oder „emporheben“ bedeutet. Sie beginnt mit dem Gebot: „Erhebe das Haupt …“. Im einfachen Sinn geht es um eine Volkszählung, um das Zählen der Menschen.
Bamidbar, was auf Deutsch „in der Wüste“ heißt, ist ein Kapitel, das immer in den Tagen vor dem Schawuotfest gelesen wird, vor der Gabe der Tora.
Wem gehört dieses Land wirklich? Ist Besitz eine Frage von Macht, Geschichte und Verteidigung oder nur ein zeitlich begrenztes Anvertrautsein?
Im jüdischen Staat heben sich Thora und Technologie nicht gegenseitig auf. Sie ergänzen sich.



