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MitgliederIsraels heiliges Experiment

Im jüdischen Staat heben sich Thora und Technologie nicht gegenseitig auf. Sie ergänzen sich.

Glaube
Präsident Isaac Herzog. Israel ist eine Nation des Glaubens und der Innovation. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

In weiten Teilen des modernen Westens herrscht die bequeme Annahme, dass Glaube und Wissenschaft natürliche Feinde seien.

Die Religion, so wird uns gesagt, gehöre der Vergangenheit an. Die Innovation gehöre der Zukunft. Das eine soll mystisch, nach innen gerichtet und uralt sein; das andere rational, nach außen gerichtet und fortschrittlich. Der aufgeklärte Mensch müsse sich letztendlich zwischen beiden entscheiden.

Israel widerlegt diese Prämisse jeden Tag auf stille Weise.

Hier ist ein Staat, der lautstark über Theologie diskutiert, alte Feste begeht, das öffentliche Leben an Jom Kippur stilllegt, Texte studiert, die vor Jahrtausenden geschrieben wurden, und seine Söhne und Töchter aussendet, um ein Land zu verteidigen, das in eben diesen Texten versprochen wurde. Und doch ist derselbe Staat auch weltweit führend in den Bereichen Cyber, Medizin, Landwirtschaft, Wassertechnologie, Verteidigungssysteme, künstliche Intelligenz und Hightech-Unternehmertum.

Anscheinend hat niemand den Juden gesagt, dass Glaube und Innovation Gegensätze sein sollen.

Präsident Isaac Herzog stattete kürzlich dem Jerusalem College of Technology (JCT) einen Besuch ab, einer Einrichtung, die etwas zutiefst Israelisches verkörpert: die Verbindung...

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Israels heiliges Experiment”

  1. Francis Mo sagt:

    Halleluja
    das sind standhafte Worte.
    Manchmal braucht es Mut die Wahrheit per Name zu nennen.
    Und die Wahrheit wird uns frei machen.
    AMEN

  2. Stephan Wolf sagt:

    Der israelische Geist, der im obigen Artikel beschrieben ist, wird sich weltweit ausbreiten, denn darin liegt die Zukunft des menschlichen Strebens.

    Ich glaube auch schon lange, dass das Gegeneinanderausspielen von Glaube und Vernunft nie fruchtbar war, sondern eine künstliche Trennung zweier Vermögen konstruierte, wobei die Vermögen für Erfolg und geglücktes Denken immer zusammenwirken müssen. Vor allem bei uns Europäern ist dieses Denken verbreitet, dass man entweder das eine oder das andere haben kann. Man nannte die Einführung dieser künstlichen Irrtümer die europäische Aufklärung und die meisten gebildeten Menschen bei uns beziehen sich darauf in ihrem geistigen Selbstverständnis und halten das für sehr hoch. In dieser Torheit und in diesem Missverständnis von Wissenschaft sehen sie ihre Ehre.

    Die zahlreichen menschlichen Erkenntnisvermögen schließen sich aber nicht gegenseitig aus oder widersprächen sich gar, sondern sie ergänzen sich und wenn man zu zutreffenden Einsichten gelangen will, müssen immer mehrere Vermögen zusammenwirken. Wenn ein entscheidendes fehlt oder vernachlässigt wird, ist man nicht mehr zu tatsachengetreuer Erkenntnis in der Lage und gerät in Torheit und Unproduktivität weil man die Wirklichkeit in der Regel ohne es zu merken falsch auffasst.

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