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IDF nimmt Hamas-Kommandeure in Gaza ins Visier

Gezielte Angriffe gegen unmittelbare Bedrohungen werden fortgesetzt – Berichte über geänderte Einsatzregeln weist die Armee zurück.

Ein israelischer Soldat während eines IDF-Einsatzes im nördlichen Gazastreifen. Foto: Oren Cohen/Flash90

Die israelische Armee (IDF) hat innerhalb kurzer Zeit mehrere gezielte Angriffe gegen Hamas-Terroristen im Gazastreifen durchgeführt. Nach Angaben der IDF hatten die Ziele Anschläge gegen israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet. Unter den Getöteten befindet sich auch ein Hamas-Kommandeur, der nach Angaben der israelischen Sicherheitskräfte am Massaker vom 7. Oktober 2023 beteiligt war.

Am Mittwoch griff die israelische Luftwaffe im Gebiet von Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen den Leiter einer Hamas-Zelle an. Nach Angaben der IDF plante der Terrorist Anschläge gegen israelische Truppen, die weiterhin im Gazastreifen operieren. Er sei aus der Luft angegriffen worden, um die Bedrohung für die Soldaten zu beseitigen.

Die Armee veröffentlichte den Namen des Hamas-Kommandeurs zunächst nicht. Nach palästinensischen Angaben wurde bei dem Angriff eine Person getötet und mehrere weitere verletzt.

Es war der erste israelische Luftangriff im Gazastreifen seit mehr als einer Woche. Bereits zuvor hatte die IDF gegen Hamas-Terroristen vorgegangen, die nach Angaben der Armee eine unmittelbare Bedrohung für israelische Soldaten darstellten.

Auch am Mittwoch identifizierten Soldaten der Fallschirmjägerbrigade im südlichen Gazastreifen nach Angaben der IDF einen Terroristen, der die sogenannte „Gelbe Linie“ überschritten hatte und sich den Truppen näherte. Da von ihm eine unmittelbare Bedrohung ausgegangen sei, eröffneten die Soldaten das Feuer. Die Armee meldete einen Treffer.

Weitere Hamas-Kommandeure angegriffen

Am Donnerstag setzte die IDF ihre gezielten Angriffe fort. Nach Angaben der Armee wurde im Gebiet von Khan Yunis im südlichen Gazastreifen ein Kompaniekommandeur des militärischen Arms der Hamas aus der Luft angegriffen.

Der Hamas-Kommandeur habe Anschläge gegen israelische Truppen vorbereitet, die im Gazastreifen operieren. Der Luftangriff sei erfolgt, um die Bedrohung für die Soldaten zu beseitigen. Die IDF veröffentlichte zunächst keine weiteren Angaben zur Identität des Mannes.

Wenige Stunden später meldeten IDF und Shin Bet einen weiteren gezielten Angriff. In Gaza-Stadt wurde Jamal Mahmoud Abu Kamil, ein Kommandeur der Hamas, aus der Luft getötet.

Nach Angaben der israelischen Sicherheitskräfte gehörte Abu Kamil zu den Terroristen, die beim Massaker vom 7. Oktober 2023 in israelisches Staatsgebiet eindrangen. Während des Krieges und auch in jüngster Zeit habe er Anschläge gegen IDF-Soldaten und israelische Zivilisten vorbereitet. Er sei aus der Luft getötet worden, um die von ihm ausgehende Bedrohung zu beseitigen.

Die jüngsten Angriffe erfolgen in einer Phase deutlich reduzierter israelischer Militäraktivität im Gazastreifen. Gleichzeitig führt die IDF weiterhin gezielte Angriffe durch, wenn nach ihrer Einschätzung eine unmittelbare Bedrohung für israelische Soldaten oder Zivilisten besteht.

Gleichzeitig wies die Armee Berichte zurück, wonach sich die Einsatzregeln im Gazastreifen grundsätzlich geändert hätten. Es gebe „keine Änderung der Einsatzregeln“, erklärte die IDF. Jeder israelische Soldat sei weiterhin verpflichtet, eine unmittelbare Bedrohung zu neutralisieren. Auch an der Stationierung der Streitkräfte und der Kontrolle der „Gelben Linie“ habe sich nichts geändert.

Die Stellungnahme erfolgte nach Berichten in israelischen Medien, wonach die Armee ihre gezielten Angriffe im Gazastreifen zuletzt eingeschränkt habe. Nach Angaben israelischer Sicherheitsquellen müssen Angriffe, die nicht der Abwehr einer unmittelbaren Bedrohung dienen, inzwischen zuvor von IDF-Generalstabschef Eyal Zamir genehmigt werden. Die Armee betont jedoch, dass sie weiterhin gegen unmittelbare Gefahren für ihre Truppen vorgehen werde.

Die Entwicklung steht zugleich im Zusammenhang mit den Differenzen über die weitere Umsetzung des amerikanischen Gaza-Plans. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Sonntag klargestellt, dass Israel keinen weiteren Rückzug aus dem Gazastreifen durchführen werde, bevor die Hamas tatsächlich entwaffnet sei.

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Patrick Callahan

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