Israel Heute Korrespondent Itamar Eichner über das strategische Zeitspiel in Washington, die parallele militärische Aufrüstung und die Frage, ob die Diplomatie nur der Vorlauf für eine militärische Entscheidung ist.
Benjamin Netanjahu
Es ist schwer zu sagen, ob das dreistündige Treffen, das deutlich länger dauerte als geplant, von Einigkeit geprägt war. Doch bei Netanjahu und Trump können öffentliche Auftritte gezielte Inszenierungen sein, die dazu dienen, künftige Absichten zu verschleiern.
„Ich habe darauf bestanden, dass die Verhandlungen mit dem Iran fortgesetzt werden, um zu sehen, ob eine Einigung erzielt werden kann“, schrieb der US-Präsident. „Wenn ja, habe ich dem Ministerpräsidenten mitgeteilt, dass dies meine Präferenz wäre.
Treffen mit Witkoff und Kushner in Washington – vor entscheidenden Gesprächen im Weißen Haus stehen Iran, Gaza und die regionale Sicherheitsarchitektur im Mittelpunkt
Die Atomverhandlungen mit dem Iran könnten als wirkungsvolles Ablenkungsmanöver dienen – und Washington wie Jerusalem erneut Deckung verschaffen, um gemeinsam auf einen entscheidenden Krieg zuzusteuern.
Der ehemalige nationale Sicherheitsberater Jacob Nagel erklärt, dass vier Bereiche einer umfassenden Behandlung bedürfen.
Bei einem außerplanmäßigen Treffen mit US-Präsident Donald Trump will der israelische Ministerpräsident sicherstellen, dass amerikanische Iran-Verhandlungen nicht nur das Atomprogramm, sondern auch Raketen und Irans regionale Achse adressieren.
„Dies wird eine demokratische und gerechte Kommission sein“, erklärte der israelische Ministerpräsident in einer Stellungnahme und fügte hinzu, dass er als Erster aussagen werde.
Der Ministerpräsident erklärte, Jerusalem verfolge die Veränderungen in Saudi-Arabien aufmerksam und forderte Riad und andere Staaten, die eine Normalisierung anstreben, auf, sich nicht mit Kräften zu verbünden, die sich gegen den Frieden und die Legitimität des jüdischen Staates stellen.
Die Regierung kann sich nicht selbst untersuchen, aber ebenso wenig Institutionen, die ihr gegenüber voreingenommen sind. Die Geschichte wird ihr Urteil fällen; bis dahin sollte die Entscheidung den Wählern Israels überlassen bleiben.



