Der Bar-Kochba-Aufstand ist als Symbol tragischer Heldenhaftigkeit im kollektiven jüdischen Gedächtnis und damit in der Geschichte Israels verankert. Und doch wurde dieser Bar Kochba sozusagen die personifizierte Hoffnung. Rabbi Akiva sah in ihm gar den „König Messias“. Heute steht Israel vor einer anderen existenziellen Bedrohung. Nicht minder gefährlich wie damals Rom ist das heute den Judenstaat bedrohende islamistische Lager, zudem ist der internationale Druck ohnegleichen. (Wer will, kann Rom mit dem heutigen Europa vergleichen, welches immer israelfeindlicher wird, was zum Teil der wachsenden muslimischen Bevölkerung in Europa geschuldet ist.) Heute steht Benjamin Netanjahu im Zentrum. Wie einst Bar Kochba sieht auch er sich als Schutzschild des Volkes, als den einzigen Anführer, der der Wucht von Feinden und Kritikern widerstehen kann. Auch Netanjahu versteht es, Macht in seinen Händen zu konzentrieren und allein zu entscheiden, ungeachtet aller Warnungen und Einwände. „Der Geist Bar Kochbas erfasst die Zerstörer des Dritten Tempels“, lautete eine Schlagzeile in Zman, die Parallelen sieht.
Zwischen Jerusalem und Gusch Etzion ist in den vergangenen Wochen...
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