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USA weiten Luftoffensive gegen Iran aus – sechste Angriffsnacht trifft Dutzende Militärziele

US-Militär nimmt Luftabwehr, Küstenüberwachung, Marineeinrichtungen und militärische Logistik ins Visier – Teheran reagiert mit neuen Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.

Iran
Ein F-16-Kampfflugzeug der US-Luftwaffe im Einsatz im Nahen Osten. Die USA griffen in der sechsten Angriffsnacht erneut militärische Ziele im Iran an. Foto: U.S. Central Command (CENTCOM)

Die Vereinigten Staaten haben ihre Luftoffensive gegen den Iran in der Nacht zum Freitag erneut ausgeweitet. Nach Angaben des U.S. Central Command (CENTCOM) wurden in der sechsten aufeinanderfolgenden Nacht Dutzende militärische Ziele angegriffen. Die Operation erfolgte auf Anordnung von US-Präsident Donald Trump und ist Teil der laufenden amerikanischen Militärkampagne gegen die Islamische Republik.

CENTCOM teilte mit, dass bei den Angriffen Küstenüberwachungsanlagen, Luftverteidigungsstellungen, militärische Logistikinfrastruktur sowie Einrichtungen der iranischen Marine getroffen wurden. Ziel der Operation sei es, die militärischen Fähigkeiten des Iran weiter einzuschränken und Bedrohungen für amerikanische Streitkräfte sowie die internationale Schifffahrt im Persischen Golf zu verringern.

Nach übereinstimmenden Medienberichten richteten sich Teile der Angriffe gegen militärische Einrichtungen im Raum Bandar Abbas sowie auf der strategisch wichtigen Insel Qeschm am Eingang der Straße von Hormus. Dort unterhält der Iran bedeutende Stützpunkte seiner Marine und der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC).

Parallel zu den Luftangriffen verstärken die Vereinigten Staaten auch ihre Maßnahmen zur Durchsetzung der Seeblockade gegen den Iran. Wie das CENTCOM mitteilte, stoppten US-Marines im Golf von Oman den Tanker M/T Wen Yao im Rahmen einer Kontrolloperation. Nach Angaben des US-Militärs wurden außerdem drei Handelsschiffe umgeleitet, ein Schiff nach Missachtung von Anweisungen außer Gefecht gesetzt und ein weiteres kontrolliert. Washington betonte, dass die Straße von Hormus und die umliegenden Gewässer für den internationalen Schiffsverkehr offen blieben – ausgenommen Schiffe, die gegen die amerikanische Blockade iranischer Häfen verstoßen.


Die Vereinigten Staaten begründen ihre Offensive mit den fortgesetzten iranischen Angriffen auf die internationale Schifffahrt sowie auf amerikanische Streitkräfte und deren Verbündete in der Region. Washington betont, dass die Luftangriffe ausschließlich militärischen Zielen gelten und darauf abzielen, die Operationsfähigkeit der iranischen Streitkräfte nachhaltig zu schwächen.

Auffällig ist die Entwicklung der amerikanischen Strategie. Während sich die ersten Angriffe vor allem gegen Raketen-, Drohnen- und Luftabwehrstellungen richteten, werden inzwischen verstärkt militärische Logistikzentren, Versorgungseinrichtungen und Verkehrswege angegriffen. Nach übereinstimmenden Medienberichten richtet sich die amerikanische Luftoffensive inzwischen verstärkt gegen militärische Logistik, Versorgungseinrichtungen und Verkehrswege. Damit soll die Fähigkeit der iranischen Streitkräfte eingeschränkt werden, Personal, Munition und Ausrüstung zwischen ihren Stützpunkten zu verlegen.

Der Iran reagierte nach Angaben iranischer Staatsmedien mit neuen Raketen- und Drohnenangriffen auf amerikanische Einrichtungen in Bahrain und Kuwait. Reuters berichtet zudem von weiteren Angriffen auf US-Stellungen in der Golfregion. Beide Seiten machen sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich, während diplomatische Kontakte über regionale Vermittler nach Angaben aus Washington weiterhin bestehen.

US-Präsident Donald Trump erklärte, die Angriffe würden fortgesetzt, solange der Iran seine militärischen Aktionen gegen amerikanische Streitkräfte und die internationale Schifffahrt nicht einstelle. Gleichzeitig betonte das Weiße Haus, dass der diplomatische Weg grundsätzlich offen bleibe, sofern Teheran zu ernsthaften Verhandlungen bereit sei.

In Israel werden die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Die amerikanischen Angriffe erfolgen unabhängig von israelischen Militäroperationen, haben jedoch unmittelbare sicherheitspolitische Bedeutung. Jede weitere Schwächung der iranischen Luftverteidigung, Marine und militärischen Infrastruktur verringert zugleich die Fähigkeiten eines Regimes, das Israel weiterhin offen mit Vernichtung droht. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass Teheran verstärkt seine regionalen Stellvertreter – darunter die Huthis im Jemen sowie schiitische Milizen im Irak und in Syrien – einsetzen könnte, um den Druck auf die USA und ihre Verbündeten weiter zu erhöhen.

 

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Patrick Callahan

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