Im Süden ist wieder die Ruhe eingekehrt. Doch dafür musste wohl erst ein israelischer Soldat ums Leben kommen. Ein trauriges Wochenende, das mit der Hoffnung auf eine bessere Zeit und der Erinnerung an die Zerstörung des Tempels zu Ende ging. Heute ist „Tisha b’Av“,
Guten Morgen
Ist Israel nicht schon immer als der Staat der Juden bezeichnet worden? Ist es überraschend, dass unsere Sprache Hebräisch ist? Das jetzt von der Knesset verabschiedete Nationalitäten-Gesetz legt doch eigentlich nur das fest, was schon immer so gewesen ist. Aber immerhin haben unsere Gegner wieder etwas, um sich aufzuregen.
Ein gestern von der Knesset verabschiedetes Gesetz für die Leihmutterschaft hatte gestern spontane Demonstrationen zur Folge, da Männer nicht berücksichtigt worden waren. Dem Gesetz zufolge dürfen jetzt Frauen Kinder mithilfe einer Leihmutter in Israel bekommen, Männer jedoch nicht.
Dieser Sommer wird auch weiterhin durch die Feuerdrachen und Ballons aus Gaza gestört. Gestern war so ein brennender Ballon fast auf einem Kind gelandet. Schade, dass wir unsere Kinder heutzutage vor Drachen und Ballons warnen müssen, statt mit ihnen zu spielen.
Während in Jerusalem Behinderte wieder auf die Straße gingen und den Verkehr zum Stillstand brachten, verbrannte im Süden wieder die Erde. Die Hamas scheint sich neben den Feuerdrachen und Ballons eine weitere neue Waffe ausgedacht zu haben: Den Feuervogel.
„Grande Finale“, „Bravo la France“ und „Olala“ kann man heute in unseren Tageszeitungen lesen. Doch das war es also, es ist wieder vorbei. Ab heute ist wieder Alltag angesagt und wir haben wieder Zeit für unsere eigenen Probleme. In Gush Dan (Großraum Tel Aviv) wurden Iron Dome Batterien aufgestellt.
Ununterbrochen alarmierte mich die Red-Alert-App meines Handys von immer neuen Raketenangriffen auf den Süden. Mehr als 200 Raketen und Mörsergranaten wurden aus dem Gazastreifen aus abgeschossen. Beim Gucken eines Fußballspiels wurde ich sehr an 2014 erinnert.
In den täglichen Nachrichten im Fernsehen wurde in dieser Woche viel weniger von den brennenden Feldern im Süden berichtet. Haben wir uns an die neue Realität gewöhnt? Oder gibt es momentan zu viele Ereignisse, wie die Erdbeben und die Fußball-WM, die uns davon abgelenkt haben?
Die zweite Woche der Sommerferien neigt sich ihrem Ende entgegen. Wir befinden uns mitten in den Sommerferien und auf dem Ben Gurion Flughafen werden neue Rekordzahlen erwartet. Alle wollen fliegen. Kein Wunder, denn die Preise werden immer günstiger. Und im Winter dann erst recht.
Zwei berühmte Plätze aus zwei Städten, Jerusalem und Tel Aviv, werden zur Zeit neu gestaltet und sind ausgerechnet im Sommer eine Baustelle. Der Dizengoff Platz in Tel Aviv, wohl eines der Wahrzeichen der Stadt, und der Zion Platz in Jerusalem, ein Platz mit viel Geschichte.



