Israel versteht sich als jüdischer Staat, dessen Existenz auf der Bibel, der Geschichte und den Verheißungen Gottes gründet. Gleichzeitig versteht sich Israel als moderne, liberale Demokratie, die Freiheit und gleiche Rechte für alle Bürger garantiert. Für die einen sind Pride-Veranstaltungen Ausdruck von Offenheit, Menschenwürde und demokratischen Werten. Für die anderen stehen sie im direkten Widerspruch zu den biblischen Maßstäben, auf denen das jüdische Volk und seine Heimkehr ins Land beruhen. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht, was man von einer Parade oder einem Festival hält. Die eigentliche Frage lautet: Was ist Israel? Ein Staat, der sich an der Bibel orientiert, oder eine Demokratie, die individuelle Freiheit über alles stellt? Die Antwort ist ebenso einfach wie kompliziert: Israel ist beides. Und genau darin liegt die Spannung. Zwischen Jerusalem und Tel Aviv, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Gottes Geboten und demokratischer Realität ringt Israel seit seiner Gründung um seine Identität.
Die biblische Seite
Die Bibel spricht an mehreren Stellen unmissverständlich über Sexualität und...
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