Heute findet in Jerusalem die jährliche „Jerusalem Pride Parade“ statt. Dabei wird auch an die vor drei Jahren von einem ultra-orthodoxen Juden ermordeten Shira Banki erinnert, die auf der damaligen Parade mitgelaufen war. Das Wetter: Leichter Regen im August.
Guten Morgen
Die Diskussionen und der Streit um das Nationalitätsgesetz nehmen kein Ende. Besonders eine Gruppe fühlt sich von ihrem Land im Stich verlassen, die Drusen. Schon vor der Staatsgründung standen sie dem jüdischen Volk zur Seite. Nun ist ein Riss entstanden in diesem ganz besonderen Bund zwischen den Drusen und den Juden. Zwei drusische Offiziere haben gestern ihren Austritt aus der israelischen Armee erklärt. Irgendwas scheint bei diesem Gesetz wohl doch falsch gelaufen zu sein.
Obwohl Arabisch Pflichtfach in israelischen Schulen ist, spricht kaum ein jüdischer Schüler diese Sprache. Das sollte geändert werden. Ob offizielle Amtssprache oder nicht, Arabisch ist und bleibt ein Teil unseres Landes.
Heute begann der Tag mit ganz normalen Nachrichten, wie es sie vielleicht überall geben könnte. Statt Meldungen über Raketen und Feuerdrachen gab es Berichte über sinnlose und vermeidbare Unfälle und einem #metoo Fall innerhalb der Arbeitspartei. Das Wetter: Angenehm.
Das Wochenende war geprägt von den traurigen Berichten von der Beerdigung des 31-jährigen Yotam Ovadia, der am Donnerstagabend vor seinem Haus ermordet worden war, und von dem Jahrhundertereignis, der Mondfinsternis vom Freitagabend. Eine neue Woche beginnt.
Gerne hätte ich heute über schöne Dinge geschrieben. Denn heute ist Tu B’Av, der jüdische Tag der Liebe. Gestern Abend erreichte mich dann die Meldung einer Messerattacke in Adam. Das Wochenende beginnt mit einer Tragödie.
Nie wurde soviel Strom an einem Tag verbraucht wie gestern. Das lag an der Hitzewelle, an der wir bis gestern zu leiden hatten. Im Grenzgebiet zum Gazastreifen wurde ein neuer Hitzerekord aufgestellt. Die sich daraus erhöhte Brandgefahr wurde dann natürlich sofort ausgenutzt, um mit einigen Drachen weitere Felder in Brand zu stecken.
Gestern schoss Israel ein syrisches Flugzeug ab, nachdem es in den israelischen Luftraum eingedrungen war. Der Pilot hatte sich versehen. Hätte man mit dem Abschuß nicht warten können? Leider nicht, denn niemand weiss, was im Kopf des Piloten vorging, als er nur drei Minuten von der israelischen Stadt Katzrin entfernt war.
Seit Jahrzehnten hatte sich von der Klagemauer kein Stein dieser Größe gelöst. Warum geschah dies ausgerechnet einen Tag nachdem wir der Zerstörung des ersten und zweiten Tempels gedachten? Hatten wir und besonders die betende Frau, die nur wenige Meter von der Einschlagstelle des Steines entfernt stand, einfach nur Glück סder steckt da viel mehr dahinter?
Während man heute früh in den Medien wieder über alltägliche Probleme spricht, ist für eine Familie nichts mehr so, wie es einmal war. Der gefallene Soldat Aviv Levi wird zu einer weiteren Nummer in der Statistik. Wir dürfen sie nie vergessen, unsere Kinder, die ihr Leben für uns gegeben haben.



