Israel Heute Morgen – Haben wir uns an den brennenden Süden gewöhnt?

In den täglichen Nachrichten im Fernsehen wurde in dieser Woche viel weniger von den brennenden Feldern im Süden berichtet. Haben wir uns an die neue Realität gewöhnt? Oder gibt es momentan zu viele Ereignisse, wie die Erdbeben und die Fußball-WM, die uns davon abgelenkt haben?

von | | Themen: Guten Morgen

Guten Morgen liebe Leser!

Der Freitag ist wieder da. Ich habe es endlich geschafft, wirklich alle Einkäufe für das Wochenende schon gestern zu erledigen, denn jetzt, wo ich meinen Sohn nircht mehr zur Schule fahren muß, ist es viel schwieriger, mich zu zwingen, das Haus zu verlassen, nur um im Supermarkt in einer endlosen Schlange an der Kasse zu stehen. So ist der Freitag jetzt zu einem kleinen Shabbat geworden, an dem man schon einen Gang runterschalten und den Tag etwas ruhiger angehen kann.

Wenn es doch nur ein klein wenig kühler wäre. Ist es aber nicht. Tiefer als heute werden die Temperaturen in diesem Sommer wohl kaum sinken, ab morgen soll es wieder jeden Tag etwas wärmer werden. Am Montag kommt dann endlich der Techniker für unsere kaputte Klimaanlage im ersten Stock und wird uns, vor allem mich, von dem nächtlichen Leiden in der Hitze erlösen. Ich hoffe nur, dass die Rechnung mich dann nich zum Schwitzen bringen wird.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt bis heiter mit für die Jahreszeit tzpischen Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 37 Grad, am Toten Meer 38 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.775 m unter dem Meeresspiegel.

Beim Schreiben dieser Zeilen habe ich im Hintergrund den Fernseher an. Es läuft das Frühstücksfernsehen eines der drei privaten israelischen Sender. In den Nachrichten wird in letzter Zeit kaum noch von Unruhen an der Grenze zum Gazastreifen berichtet. Ich glaube allerdings kaum, dass es nun plötzlich ruhig geworden ist. Haben wir uns einfach an diese neue Realität gewöhnt? Es kommen ja eh immer die gleichen Meldungen. Ein Feuerdrachen hier, ein brennendes Feld dort, oder ein weiterer Versuch, den Grenzzaum zu durchbrechen. Wie würde man reagieren wenn durch die Feuerdrachen der gesamte Yarkon Park in Tel Aviv abgebrannt wäre? Würden wir dann anders reagieren? Ist der Süden nicht wichtig genug? Nur diesen Drachen wurde Israel an einem Schwachpunkt getroffen, auf so etwas war man einfach nicht vorbereitet. Vielleicht wird es heute, am Freitag, wieder weitere Nachrichten von der Fortsetzung des “Marsches der Heimkehr” geben. Ich hoffe nicht.

In dieser Woche hatte man sich mehr mit den Gefahren eines starken Erdbebens befasst oder mit einigen überraschenden Ergebnissen der Spiele der Fußball-WM in Russland. Unser Ministerpräsident war zu Gast beim russischen Präsidenten, so dass das Thema Syrien natürlich auch erwähnt wurde, besonders wegen der syrischen Drohne, die über dem See Genezareth abgeschossen wurde. Am Mittwoch Abend schaute er sich dann zusammen mit seiner Frau Sara das Halbfinalspiel zwischen England und Kroatien an. Dazu hatte er zwei krebskranke Kinder eingeladen, ihn zu begleiten, die Eltern waren natürlich auch mit dabei. Eine nette Geste.

Nicht jeden Tag fliegt man zusammen mit dem Ministerpräsidenten. Begrüßung der Kinder (Für Video auf das Foto klicken).

Ich hoffe, wir werden ein ruhiges Wochenende bekommen und dass endlich eine Lösung gefunden wird gegen den „Drachenterror“. Bald ist es vorbei mit der Fußball-WM, ob die Lage im Süden dann noch ernster wird? Hoffentlich nicht.

In der nächsten Woche wird unsere August/September Ausgabe von Israel Heute in den Druck gehen. Freuen Sie sich drauf. Und nun wünsche ich Ihnen, liebe Leser, ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

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