Israel Heute Morgen – Alles wie immer

Ist Israel nicht schon immer als der Staat der Juden bezeichnet worden? Ist es überraschend, dass unsere Sprache Hebräisch ist? Das jetzt von der Knesset verabschiedete Nationalitäten-Gesetz legt doch eigentlich nur das fest, was schon immer so gewesen ist. Aber immerhin haben unsere Gegner wieder etwas, um sich aufzuregen.

von | | Themen: Guten Morgen

Guten Morgen liebe Leser!
Es ist Freitag, ich sitze zuhause in Modiin und genieße die angenehme kühle Brise der Klimaanlage, die jetzt auch wieder im oberen Stock funktioniert, Ein Sommer ohne Klimaanlage ist hier in Modiin einfach nicht möglich, auch wenn man sparsam sein und Strom sparen möchte, alles hat seine Grenzen. Es ist einfach wunderbar, morgens nicht völlig durchgeschwitzt aufzuwachen und die ganze Nacht durchgeschlafen zu haben. Ich liebe unsere Klimaanlage.

Es ist ein klein wenig „kühler“ geworden, Abends ist es jetzt etwas angenehmer als es vor ein paar Tagen war. Aber keine Sorge, bald wird es wieder heißer werden und der ganze August liegt noch vor uns.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt bis heiter mit einem weiteren leichten Rückgang der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 37 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.84 m unter dem Meeresspiegel.

Heute Abend zünden wir wieder die Kerzen an und begrüßen den Shabbat, unseren Ruhetag. Er ist immer der wöchentliche Ruhetag des jüdischen Volkes gewesen, genau so, wie wir hier in Israel immer Hebräisch gesprochen haben, Hebräisch war immer die Sprache des Jüdischen Volkes. Warum ich das ihnen überhaupt schreibe, werden Sie sich jetzt sicher fragen. Erinnern SIe sich noch an die Erklärung von US-Präsident Donald Trump bezüglich Jerusalems? Er erklärte, dass er Jerusalem als die Hauptstadt Israels anerkenne und löste dadurch auf der Welt eine Welle der Empörung aus. Dabei ist Jerusalem schon immer die Hauptstadt des Jüdischen Volkes, Israels, gewesen. Bei jedem Staatsbesuch eines Politikers wurde dieser in der Hauptstadt, in Jerusalem, empfangen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach während ihres Besuches in Israel vor dem israelischen Parlament, das sich natürlich in der Hauptstadt befindet, in Jerusalem.

Und jetzt ist es wieder so. Die große Aufregung bezüglich des jetzt von der Knesset verabschiedeten sogenannten Nationalitäten-Gesetzes. Dort wird eigentlich nur gesetzlich das festgelegt, was schon immer so gewesen ist. Schon David Ben Gurion sagte beim Lesen der Unabhängigkeitserklärung:

„Im Land Israel entstand das jüdische Volk. Hier prägte sich sein geistiges, religiöses und politisches Wesen. Hier lebte es frei und unabhängig, Hier schuf es eine nationale und universelle Kultur und schenkte der Welt das Ewige Buch der Bücher…

Im Jahre 1897 trat der erste Zionistenkongress zusammen. Er folgte dem Rufe Dr. Theodor Herzls, dem Seher des jüdischen Staates, und verkündete das Recht des jüdischen Volkes auf nationale Erneuerung in seinem Lande. Dieses Recht wurde am 2. November 1917 in der Balfour-Deklaration anerkannt und auch durch das Völkerbundmandat bestätigt, das der historischen Verbindung des jüdischen Volkes mit dem Lande Israel und seinem Anspruch auf die Wiedererrichtung seiner nationalen Heimstätte internationale Geltung verschaffte.“

David Ben Gurion erklärt die israelische Unabhängigkeit

Der Staat Israel kämpft leider auch heute noch, 70 Jahre nach seiner Gründung, für sein Recht, zu existieren. Sogar verschiedene Organisationen der UNO versuchten mit skandalösen Resolutionen, dem jüdischen Volk seine Verbindung zu Jerusalem und seinen heiligen Stätten, wie die Klagemauer, abzusprechen. Ich kann daher gut nachvollziehen, warum jetzt dieses Gesetz verabschiedet wurde. Auch wenn das, was dort bestimmt wird, eigentlich schon immer so gewesen ist. Bis es kein Gesetz ist, wird es von der Welt nicht akzeptiert. Jetzt, nach der Verabschiedung empören sich die Gegner Israels, wie wir es wagen konnten, laut die Wahrheit zu sagen.

Ein Punkt, der besonders kritisiert wird, ist die Festlegung von Hebräisch als die Amtssprache Israels. Ja, was denn sonst? Das heisst doch nicht, das schon morgen alle Verkehrsschilder, die nicht nur auf Hebräisch geschrieben sind, abgebaut werden, oder dass ein israelischer Araber jetzt in den Ulpan gehen muss, um Hebräisch zu lernen. Der Status der arabischen Sprache, die ja nun immerhin von 20 Prozent der israelischen Bürger gesprochen wird, darf laut des Gesetzes nicht geändert werden. Auch dürfen nichtjüdische Mitbürger ihre religiösen Ruhetage auch weiterhin selber festlegen. Aber immerhin haben unsere Gegner wieder einen Grund mehr, Israel zu kritisieren, das einzige Land in der Region, das allen Menschen die freie Religionsausübung gewährt.

Und dann ist da noch das andere Gesetz, über das hier neben dem Nationalitäten-Gesetz sehr viel gesprochen wird und die LGBT-Gemeinde auf die Straße gebracht hat, wie ich gestern bereits geschrieben habe. Ihre Proteste werden übrigens vom größten Teil der Öffentlichkeit unterstützt. Für Sonntag ist ein Streik angesagt und eine enorme Zahl von Firmen, Konzernen, Arbeitgebern, erlauben ihren Mitarbeitern, zu streiken und unterstützen das Recht eines jeden Menschen, Eltern zu werden. Ich habe die Kritik einiger Leser wahrgenommen, aber man muss eben auch bedenken, dass nicht jeder Israeli religiös ist, so wie auf der Welt auch nicht jeder nach einer Religio lebt, sondern einfach als Mensch. Mal sehen, wie sich diese Sache weiter entwickeln wird.

Und nun wünsche ich Ihnen und uns ein ruhiges und friedliches Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Ich hoffe, es wird endlich ruhig werden am Grenzzaun zum Gazastreifen. Also, machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

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