Die Bibel lehrt, dass das Böse nicht nur draußen lauert, sondern oft im eigenen Lager heranwächst. Von Mose über die Richter bis zu den Königen Israels – alle standen vor derselben Prüfung, den Mut aufzubringen, Unrecht im eigenen Volk zu benennen.
Jüdische Siedler
Wenn das Schweigen lauter ist als die Tat
Was bedeutet die zunehmende Gewalt kleiner extremistischer Gruppen für Israels Gesellschaft und internationales Ansehen? Darum geht es in der neuen Folge, in der Aviel Schneider und Dov Eilon Hintergründe, Ursachen und politische Folgen einordnen.
Israel hat seinen Feinden erlaubt, Opfer als Täter zu bezeichnen.
Während die Gewalt der Siedler auf Kritik stößt, schwelt darunter eine tiefere Frustration – angeheizt durch unerbittliche palästinensische Angriffe und ein wachsendes Gefühl der Verlassenheit durch den Staat.
Wenige Tage nach dem Besuch von US-Botschafter Mike Huckabee in Taybeh setzten jüdische Siedler Autos von palästinensischen Bewohnern in Brand und sprühten an eine Wand die Drohung: „Al Mughayyir, ihr werdet es noch bereuen.“
Ein Zusammenstoß bei Kfar Malik wird weltweit als Angriff auf das christliche Dorf Taiybe dargestellt – doch die Realität vor Ort sieht anders aus.
Laut einer Umfrage des Jewish People Policy Institute ist der Anteil der Juden, die der Meinung sind, dass Israel ein Friedensabkommen mit den Palästinensern anstreben sollte, stark zurückgegangen.
Das Argument besagt, dass die europäischen Juden absichtlich nach Palästina kamen, um die Araber zu verdrängen.
Ottawa hat sieben Personen und fünf Einrichtungen wegen ihrer angeblichen Rolle bei der „Erleichterung, Unterstützung oder finanziellen Förderung“ von Gewalttaten auf die Sanktionsliste gesetzt.
„Was in Judäa und Samaria geschieht, gilt nicht nur dort, sondern auch in Tel Aviv und Kfar Saba“, sagt HaTzafot-Mitbegründerin Hadas Madmon.



