58 Prozent der israelischen Juden sind der Meinung, dass die jüdischen Gemeinden in Judäa und Samaria zur Sicherheit des gesamten Landes beitragen. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Jewish People Policy Institute (JPPI) hervor.
Auf die Frage, ob sie der Aussage zustimmen, dass „jüdische Gemeinden in Judäa und Samaria Abschreckung schaffen und zur Sicherheit aller Bürger Israels beitragen“, antworteten 46 %, dass sie „sehr“ zustimmen, während 12 % sagten, dass sie „etwas“ zustimmen.
In den letzten sechs Monaten ist der Prozentsatz der Juden gestiegen, die der Meinung sind, dass Israel „seine Kontrolle über die Palästinenser verstärken, die Siedlungen ausbauen, die Auflösung der Palästinensischen Autonomiebehörde in Erwägung ziehen und vielleicht Judäa und Samaria annektieren sollte“, so die Umfrage.
Siehe: Israelische Souveränität über Judäa und Samaria „einziger Weg“ zum Frieden
Während im Oktober nur ein Drittel der israelischen Juden diesem Vorgehen zustimmte, ist diese Zahl inzwischen auf 47 % gestiegen.
Gleichzeitig ging die Zahl der Juden zurück, die der Meinung sind, dass Israel ein Friedensabkommen mit „gemäßigten Palästinensern“ anstreben und die Gründung eines „friedlichen“ palästinensischen Staates neben dem jüdischen zulassen sollte.
Während im Oktober ein Fünftel der israelischen Juden einen palästinensischen Staat befürwortete, ist dieser Anteil laut der jüngsten JPPI-Umfrage auf 11 % gesunken.
Aus der Umfrage geht hervor, dass 85 % der jüdischen Öffentlichkeit in Israel der Meinung sind, dass „es in absehbarer Zukunft keine Chance auf ein Friedensabkommen mit den Palästinensern gibt“, darunter 70 %, die „nachdrücklich“ dieser Meinung sind.
„Die Umfrageergebnisse zeigen, dass eine große Mehrheit der Israelis glaubt, dass eine Lösung der ‚palästinensischen Frage‘ und Israels Kontrolle über Judäa und Samaria in absehbarer Zukunft unwahrscheinlich ist“, erklärte der Generaldirektor des JPPI, Shuki Friedman.
„Dies ist eine Gelegenheit für die israelische Gesellschaft, diesen Streit hinter sich zu lassen und dringende interne Probleme anzugehen“, fügte er hinzu.




