Al Mughayyir ist ein muslimisches Dorf, etwa 6 km nordöstlich von Taybeh entfernt. „Gegen 2:30 Uhr in der Nacht drangen maskierte Männer in die christlich-palästinensische Stadt Taybeh östlich von Ramallah ein, zündeten Autos an und hinterließen hebräische Hassparolen. Es ist der zweite derartige Vorfall innerhalb von 20 Tagen, zuvor wurde ein Feuer nahe der alten St.-Georgs-Kirche gelegt“, sagte uns der palästinensische Koordinator Wadie Abunassar vom „Forum der Christen im Heiligen Land“. „Gott sei Dank kam auch diesmal niemand zu Schaden. Doch während beim letzten Mal Felder brannten, traf es nun Fahrzeuge. Diese Attacke steht im Kontext zunehmender Siedlergewalt im Westjordanland – nicht nur gegen Palästinenser, sondern teils sogar gegen israelische Sicherheitskräfte. Trotz allem rufen wir alle Menschen guten Willens auf, nicht die Hoffnung zu verlieren. Die Mehrheit in dieser Region, ob jüdisch, christlich oder muslimisch, will in Frieden leben. Doch die Zeit zu handeln ist jetzt. Solche Vorfälle untergraben das Vertrauen in Frieden und Versöhnung – dafür aber beten und arbeiten wir weiter, gegen alle Widerstände.“
כך נערים שחושבים שהם מבינים הכל הורסים את שמנו בעולם:
כיתוב „מועייר אתם עוד תתחרטו“ התגלה בכפר פלשתיני בבנימין הבוקר. הבעיה? הנקמה הייתה, כנראה, על ירי לעבר גבעת אור נחמן, אבל הכפר שבו בוצע תג המחיר היה בכלל טייבה, כפר נוצרי שעלה לכותרות בדיוק בגלל דברים כאלו – במרחק של 10 ק“מ… pic.twitter.com/FC2vmDBDH5
— חנן גרינווד (@hanan_green) July 28, 2025
Der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, reagierte sofort darauf: „Ob sie ein christliches Dorf angreifen oder muslimisch-palästinensische Hirtengemeinschaften – diese extremistischen Siedler mögen behaupten, Gott habe ihnen das Land gegeben. In Wahrheit aber sind sie nichts weiter als Kriminelle, die mit keinem Glauben vereinbar sind.“
Whether they attack a Christian village or Muslim Palestinian herding communities – these extremist settlers may claim that God gave them the land. But they are nothing but criminals abhorrent to any faith. https://t.co/dWrRRwJFSL
— Steffen Seibert (@GerAmbTLV) July 28, 2025
Die Sprecherin jüdischer Siedlungen in Samaria, Eliana Passentin, sagte gegenüber Israel Heute, dass „sie keine Ahnung hat, wer dahinter steckt, und dass das einer polizeilichen Untersuchung untersteht“. Nichts habe mit dem ursprünglichen Vorfall zu tun, als vor wenigen Wochen trockene Felder im christlichen Dorf Taybeh angezündet wurden. „Auch die Graffiti mit der Aufschrift ‚Al-Mughayyir‘ – ein muslimisches Dorf, aus dem ein Terroranschlag auf Siedler am letzten Schabbat verübt wurde – liegt völlig woanders.“ Stimmt, sagte ich ihr – kann es daher sein, dass die Attentäter das christliche Dorf mit dem muslimischen Al-Mughayyir verwechselten, fragte ich. „Das kann gut sein“, war ihre Antwort, denn es mache gemäß Eliana einfach keinen Sinn, das christliche Dorf Taybeh zu vandalisieren. Auf die Frage, ob diese Tat im muslimischen Dorf dennoch berechtigt wäre, wollte sie nicht antworten. „Wir müssen abwarten und sehen, was aus den polizeilichen Untersuchungen herauskommt.“ Zum Schluss erinnerte mich Eliana daran, dass in der Vergangenheit Palästinenser selbst ihre Autos in Brand setzten, um Juden zu verleumden. So oder so – kein israelischer Bürger hat aus meiner Sicht das Recht, selbst für Ordnung zu sorgen. Dafür hat Israel sein System, und das gilt auch für die jüdischen Siedler.
Der US-Botschafter Mike Huckabee hatte das Dorf vergangene Woche besucht – ein seltener Schritt, nachdem Dorfbewohner über anhaltende Schikanen durch Siedler klagten. Hintergrund war unter anderem ein angeblicher Brandanschlag auf die historische St.-Georgs-Kirche in Taybeh. Eine polizeiliche Untersuchung ergab später jedoch, dass der Vorfall falsch dargestellt wurde. Es gab keinerlei Schäden an den Ruinen der St.-Georgs-Kirche, die eigentlich eine archäologische Stätte in Taybeh ist. Die Berichte über Brandstiftung seien „faktisch falsch und irreführend“, so die Polizei. Trotzdem hatte Huckabee zuvor eine scharfe Stellungnahme abgegeben: „Jede Entweihung eines heiligen Ortes – sei es Kirche, Moschee oder Synagoge – ist inakzeptabel. Wer das tut, begeht ein Verbrechen und muss zur Rechenschaft gezogen werden.“ In einer späteren Klarstellung betonte er, er habe niemandem die Schuld zugewiesen – das sei Aufgabe der laufenden Ermittlungen.
Taybeh is a quiet Palestinian Christian village south of Jerusalem w/ a lot of American citizens that has been vandalized-including fires set at ancient church. I visited there today. Desecrating a church,mosque or synagogue is a crime against humanity & God. pic.twitter.com/fGI6tCLQuC
— Ambassador Mike Huckabee (@GovMikeHuckabee) July 19, 2025
Doch die Gewalt reißt nicht ab: Am Freitagabend sollen laut palästinensischen Berichten erneut Siedler Häuser von Palästinensern im Raum Bethlehem, insbesondere in den Dörfern Kisan und Deir Alla, angegriffen haben. Die Armee bestätigte den Vorfall und gab an, mehrere Verdächtige vor Ort festgenommen zu haben. Zwischen tatsächlicher Bedrohung, überzogener Symbolik und Falschmeldungen verschwimmen in der aufgeheizten Atmosphäre rund um Siedlergewalt und Hamas-Terror oft die Linien – auf Kosten von Wahrheit und Deeskalation





Sie sind bestialische Monster, die eliminiert und deren Häuser dem Erdboden gleich gemacht werden sollte. Keiner/Keine hat das g’ttliche Recht G’tt zu spielen und Leben aufgrund von Idiotie grausamst zu beenden. IHNEN hat G’tt gar nichts gegeben, uns ja und für die muß man sich nicht „noor“ schämen.
@ Marina Engelhardt: Wenn Sie das ernst meinen und konsequent anwenden wollen, dann haben Sie im Nahen Osten noch eine ziemliche Aufgabe vor sich. Aber wenn Sie Siedler, die Material vernichten „bestialische Monster“ nennen, haben Sie dann noch Steigerungsmöglichkeiten für diejenigen, die sich gezielt massakrierend auf Kleinkinder, Frauen und alte Menschen stürzen?
Auf dem Youtube Kanal The Israel Guys habe ich einige interessante Details zu den angeblichen von „Siedlern“ gelegten Bränden gefunden; Bilder zeigen „Siedler“, die die Brände löschen! Schade, wenn jemand wie Mike Huckabee da involviert wird.
Habe den Eindruck, dass jemand die rechtmässigen Bewohner von Judäa und Samaria, (genannt Siedler) in die Negativschlagzeilen bringen will.