Minister Amsalem stellt Jeschiwa-Schüler mit Kampfsoldaten gleich – und heizt den Streit über das Einberufungsgesetz weiter an.
Wehrpflicht
Warum Israel und Deutschland über dieselbe Frage sprechen – aber über völlig verschiedene Realitäten.
Hunderttausende Orthodoxe demonstrieren gegen die Einberufung von Torah-Studenten – ein Konflikt um Glauben, Pflicht und Identität.
„Wir befinden uns in einem Kampf um unsere Existenz, um die Existenz Israels, der Tora Israels, des Landes Israel und des Staates Israel“, sagte der Ministerpräsident.
Ein Krieg gegen den Staat Israel ist ein Krieg gegen seine Bürger: das jüdische Volk. Und das ist ein Kampf, den keine Tora-Elite jemals führen sollte.
Die Regierung, die über eine komfortable Mehrheit von 67 Sitzen verfügte, ist nun auf eine Minderheit von 50 Sitzen in der 120 Sitze umfassenden Knesset geschrumpft.
Während das Volk an der Front kämpft, verliert sich die Führung in ideologischen Grabenkämpfen – und keiner macht den ersten Schritt zur Einigkeit.
Zum ersten Mal werden Stimmen aus der Koalition laut, die hohe Rekrutierungszahlen für Haredim in der Armee fordern.
Drama! Steuert Israel auf Neuwahlen zu? Während Israels Soldaten an der Front kämpfen, steht die Regierung in Jerusalem am Abgrund.
Die Eskalation kam nicht überraschend – aber ihre Wucht ist historisch. Zum ersten Mal seit der Staatsgründung Israels droht ein amtierender Generalstabschef mit der Verhaftung ultraorthodoxer Jeschiwa-Studenten, die sich der Wehrpflicht entziehen. Die Reaktion folgt prompt.



