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MitgliederWehrpflicht: Friedensdebatte oder Überlebensdebatte?

Warum Israel und Deutschland über dieselbe Frage sprechen – aber über völlig verschiedene Realitäten.

Ultraorthodoxe Juden stoßen mit der Polizei zusammen, als sie in Bnei Brak gegen die Einberufung ultraorthodoxer Juden in die israelische Armee protestieren. Foto von Erik Marmor/Flash90.

In den letzten Tagen habe ich mich mehrfach mit dem Schulstreik deutscher Jugendlicher gegen eine mögliche Wehrpflicht in Deutschland beschäftigt. Aus israelischer Perspektive wirkt dieses Phänomen zunächst fremd. Aber wisst ihr was, auch bei uns gibt es eine Gruppe, die auf ihre Weise einen ähnlichen Schulstreik gegen den Militärdienst vollzieht, die orthodoxen Jeschiwa- und Toraschüler. Aus religiösen Gründen verweigern sie den Dienst in der Armee, während ihre Geschwister aus demselben Volk im Krieg sind. Im Auftrag ihrer Rabbiner protestieren sie gegen das geplante Gesetz, das diese Sonderstellung beenden und auch orthodoxe Schüler in die Wehrpflicht einbeziehen soll. Auf ihren Plakaten liest man Parolen wie: „Wir werden lieber sterben, als uns rekrutieren zu lassen“, „Lieber soll mich die Hamas töten, als dass ich säkular werde“, „An die Herrschaft der Ungläubigen glauben wir nicht, und in ihren Ämtern erscheinen wir nicht“, „Lieber als Ultraorthodoxer sterben, als sich als säkularer Israeli zum Militärdienst zu melden“ und sogar: „Stalin ist hier.“

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Patrick Callahan

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4 Kommentare zu “Wehrpflicht: Friedensdebatte oder Überlebensdebatte?”

  1. Francis Mo sagt:

    Sorry Aviel Schneider
    aber du ziehst mir der Boden unter den Füssen.
    Wo Israel das Land Kanaan eingenommen hat.
    ware die Leviten mit den andere Stämmen und sie waren verantwortlich für den Gottesdienst.
    Zisammen mit den andere Stämme ware sie in Kampf erfolreich.
    (und komm mich bitte mit den Argument, wir leben in eine andere Zeit)
    Jesus sagt wenn einer dir in der rechte Wange schlegt, hebt die andere hinn.
    ( Ich muss sagen auch ich habe damit mühe, aber so steht in der Bibel)
    Ich bin in Spanien geworen.
    Aufgewachsen bin ich in der Schweiz, wo ich immer noch lebe.
    Ich bin nicht gläubig aufgewachsen,darum war ich in meine Jugend auch ein Pazifist.
    Gott ist mir immer wieder begegnet.
    Und irgenwann mir die Liebe für sein Volk ins Herzen gelegt.
    und ich freue mich sehr dafür
    aber ohne denn Glauben an sein Wort sprich die Bibel hat das alles keinen Sinn.
    Was mir anbelangt darf ich sagen das ohne Gott ich irgend wo tod ins gefängniss oder heute krank wäre.Nur durch dan lebendige glaube an Gott lebe ich noch.

  2. j-glaesser sagt:

    Die Geschichte Europas ist von der Katastrophe des 1. Weltkrieges geprägt, als die imperialistischen Großmächte sich ALLE verteidigen mussten.
    Daraufhin entstand in Deutschland (auch Österreich) in der Weimarer Republik eine pazifistische Bewegung. Bekannte Vertreter waren Karl von Ossietzky, Kurt Tucholsky, Erich Mühsam, Karl Kraus (Die letzten Tage der Menschheit) oder Heinrich Mann. Viele der Pazifisten waren Juden.
    In der Bibel (Tanach / Gute Nachricht) lesen wir, dass Israel das Bundesvolk des Gottes, Abrahams, Isaaks und Jakobs ist und das am Ende der Zeiten Gott sein Volk wieder in Eretz Israel sammelt und das dann der Messias als König erscheinen wird und sein Volk (inclusive Christen aus den heidnischen Nationen) zu sich ins himmlische Jerusalem holt. Gleichzeitig wird Satan und Co. endgültig vernichtet werden. Deswegen bekämpft er seit 1947/1948 Tag täglich den Staat Israel.
    Was hat das aber – Wehrpflicht Israel – mit den heidnischen Nationen zu tun? Jesus sagte, dass am Ende der Zeiten sich eine Nation gegen die andere erhebt und bekämpft, Kriege überall.
    Aus der Bibel wissen wir, dass er vier Weltreiche gibt und dann noch das ganz andere Reich, das des Antichristen. Wer sollte als heidnischer Christ – freiwillig – für diese Kräfte und Gewalten in den Krieg ziehen und die Interessen von heidnischen Königen (Staaten) erfüllen.
    Es gibt keinen einzigen Staat in der Welt – außer Israel – der unter der Erwählung des Gottes, Abrahams, Issaks und Israels steht. Der Fürst der Welt ist Satan (Matthäus Kapitel 8 – Verse 8 und 9: Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.)
    Weitere – unter anderem – verwendeten Bibelstellen:
    Daniel Kapitel 2 und 7
    Matthäus Kapitel 24
    Römer Kapitel 11
    Offenbarung Kapitel 5 / 7 / 13 / 19

  3. Roland Kunz sagt:

    Lieber Aviel
    Herzlichen Dank für diese fundierte Analyse.
    Natürlich Kämpft Gott für sein auserwähltes Volk, sonst gäbe es spätestens seit dem Jom Kippur Krieg kein Israel mehr. Aber Gott tut das, was nur er kann, wenn wir das tun, was wir können. In der Auseinandersetzung mit den Midianitern (Richter 7) ist Gideon mit seinen 3 Heerhaufen à je 100 Mann ohne Kampfhandlungen, aber mit Geschrei und Fackeln um das Lager der Midianiter herumgestanden, während Gott bei der riesigen Armee Midians für Verwirrung gesorgt hat. Erst nachdem sich die Midianiter gegenseitig eliminiert hatten und die Überlebenden in Panik davongelaufen sind, ist ihnen Gideon mit seiner Truppe nachgejagt, tötete 2 ihrer Fürsten und hat ihnen die Wasserquellen und den Jordan-Zugang abgenommen. Aber zuvor musste Gideon Gottes genaue Anweisungen befolgen, insbesondere eine dramatische, aus menschlicher Sicht nicht verantwortbare Verkleinerung der Kampftruppe durchführen. Gideon hat Gott vertraut und gehorcht (geistliche Ebene), war aber auch bereit für den Kampf (physische Ebene). Weil beides gestimmt hat, ist Gott den Truppen seines auserwählten Volkes vorangegangen und hat das Heer der Midianiter geschlagen. Also ganz ohne Armee, sprich Verteidigungswille, geht es nicht, das müssten sich die orthodoxen Jeschiwa- und Tora-Schüler schon mal hinter die Ohren schreiben.

  4. j-glaesser sagt:

    Sicherlich eine hypotetische Frage, aber trotzdem: Was würden die Jünger jesu – zum Beispiel der Apostel Petrus und der Apostel Johannes – wenn sie heute leben würden tun?
    Drei Jahre zur Armee gehen oder die Wehrpflicht verweigern, oder vielleicht ins Ausland gehen?
    Verlangt der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs – betreffs Verteidigung Israels – etwas anderes von Juden als von messianischen Juden?

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