Zwischen Korruptionsprozess, internationalem Druck und innenpolitischer Zerreißprobe – Israel wartet auf die Entscheidung des Präsidenten.
Benjamin Netanjahu
US-Präsident wendet sich in einem Brief direkt an Israels Staatspräsident Herzog.
Oppositionsführer haben die Wehrpflicht der Haredim zu ihrem Thema Nr. 1 gemacht, in der Hoffnung, die öffentliche Empörung für sich zu nutzen.
Vor 1890 Jahren stand Judäa in Flammen. Gegen das Römische Reich hatte sich Schimon Bar Kochba erhoben. Er wiedererrichtete einen unabhängigen jüdischen Staat. Dies hielt aber nur drei Jahre, denn der Aufstand endete in einer nationalen Tragödie. Hunderttausende starben, Judäa wurde verwüstet.
Die laufenden Strafverfahren gegen den israelischen Ministerpräsidenten seien „eine blutende Wunde im Körper der israelischen Gesellschaft“, heißt es in dem Brief, der von Umweltministerin Idit Silman initiiert wurde.
Der politische Winter beginnt konfliktgeladen: Der Streit über Wehrdienstbefreiungen für ultraorthodoxe Männer belastet die Koalition, während Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weiter ohne klare Parlamentsmehrheit regiert.
Obwohl der oberste Staatsanwalt mit Vorwürfen wegen Fehlverhaltens konfrontiert ist, verstärkt Den Haag seine Kriegsverbrechensklage gegen die Politiker der einzigen Demokratie, die gegen die Hamas kämpft.
Die Bewegung wollte immer wieder betonen können, dass Netanjahu es nicht geschafft habe, „sie nach Hause zu holen“. Als klar wurde, dass die Geiseln nach Hause kommen würden, brauchte das Forum jemanden anderen, dem es diesen Erfolg zuschreiben konnte.
Israel bringt 48 Geiseln nach Hause – ein Zeichen der Stärke, der Entschlossenheit und der Allianz mit den USA.
„Neben dem unermesslichen Schmerz empfinden wir großen Stolz auf die wundersame Widerstandsfähigkeit unseres Staates.“



