(JNS) Was sagt es über ein Land aus, in dem zwar rudimentäre Kenntnisse über den Holocaust weit verbreitet sind, irreführende Analogien dazu jedoch zum festen Bestandteil des öffentlichen Diskurses gehören?
Dieselbe Frage stellt sich auch mit Blick auf den wichtigsten Begriff, der aus der Shoah hervorgegangen ist.
Der Begriff „Völkermord“ wurde nach dem Holocaust geprägt, um die systematische Massenvernichtung mit dem Ziel der Ausrottung eines einzelnen Volkes zu beschreiben. Doch in einem Land, in dem schätzungsweise drei Viertel der amerikanischen Schüler der Klassen K–12 Unterricht über die Ermordung von sechs Millionen Juden durch die deutschen Nationalsozialisten und ihre Kollaborateure erhalten, wird dieser Begriff regelmäßig missbraucht – angewandt auf die Bemühungen der Nachkommen der Holocaust-Überlebenden, sich gegen einen erneuten Vernichtungsversuch zu verteidigen.
Was wurde gelehrt?
Während die Welt am heutigen am 27. Januar den Internationalen Holocaust-Gedenktag begeht, lautet die entscheidende Frage...
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