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Tacheles mit Aviel – „Wish you were (not) here”

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Roger Waters und Mitbegründer von Pink Floyd ist ein klassisches Vorbild für Antisemitismus.

Israelische Fans während der Show von Roger Waters, dem Gründer von Pink Floyd, in Newe Schalom am 22. Juni 2006. Foto: Guy Assayag /Flash90

Ich bin mit der Musik von Pink Floyd aufgewachsen und war sogar unter den 60.000 Menschen bei seinem Open-Air-Konzert in Latrun im Juni 2006. Roger Waters bestand darauf, dass sein Konzert auf den Feldern bei Newe Shalom (Oase des Friedens) stattfand, einem sogenannten Friedensdorf, in dem Juden und Araber zusammenleben. Aber glauben Sie mir, im Land Israel geht es friedlicher zu als im Friedensdorf. „Reißt die Mauer ein und schafft Frieden“, predigte uns Rogers damals. Drei Wochen später brach der zweite Libanon-Krieg aus, und seither ist Roger mehr und mehr antisemitisch geworden. „Wish you were (not) here“ („Ich wünschte, du wärst (nicht) hier“).

„Roger Waters ist total ausgeflippt“, sagte mir vor ein paar Tagen ein israelischer Freund, der am 17. Mai bei seinem Konzert in der Berliner Mercedes-Benz-Arena war. Die Berliner Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen den Pink Floyd-Mitbegründer Roger Waters eingeleitet, nachdem er bei einem Konzert in Berlin eine Uniform trug, die an einen Nazi-Offizier erinnerte. Waters trug bei dem Konzert eine lange Lederjacke und Handschuhe sowie eine rote Armbinde, auf der anstelle von Hakenkreuzen gekreuzte Hämmer abgebildet waren.

Konzert in Newe Schalom. In Israel ist Roger ohne Nazi-Uniform aufgetreten, aber schon damals waren die zwei Hämmer auf seiner Bühne zu sehen, die das Hakenkreuz symbolisieren. Foto: Guy Assayag /Flash90

Mein Freund Aviv ist in meinem Alter und nutzte die Gelegenheit, endlich einmal ein Pink-Floyd-Konzert zu besuchen. „Die Musik ist die gleiche, aber Roger hasst uns“, betonte Aviv. Die Musik ist zwar dieselbe, aber die Band um Gitarrist David Gilmour hat sich schon vor Jahren von Waters getrennt. Der Sänger und Gitarrist von Pink Floyd, David Gilmour und seine Frau Polly Samson, die sogar die Texte für die späteren Songs der Band geschrieben hat, halten nicht mehr den Mund, wenn es um Roger Waters geht, vor allem wenn er gegen Israel und die Ukraine hetzt oder Russland verherrlicht. In den sozialen Medien bezeichnete Gilmours jüdische Frau Waters als „durch und durch antisemitisch und ein Putin-Apologet“. Und ihr Mann Gilmour schloss sich der Aussage seiner Frau nachdrücklich an und schrieb: „Jedes Wort ist nachweislich wahr.“ Übrigens: Pollys Vater Lance Samson (1928-2013) kam mit einem Kindertransport aus Hamburg nach England.


Das israelische Außenministerium reagierte auf den bei dem Auftritt von Waters in Berlin verwendeten Grafiken und schrieb auf Twitter: „Guten Morgen an alle außer Roger Waters, der den Abend in Berlin (Yes Berlin) damit verbracht hat, die Erinnerung an Anne Frank und die sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden zu entweihen.“ Waters verglich auch den Tod der palästinensischen Al Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh mit dem von Anne Frank, der jüdischen Tagebuchschreiberin, die im Nazi-Todeslager Belsen starb. Seit die Palästinenser ihn über die Situation vor Ort aufgeklärt haben, sagt er, sieht er klarer. Mehrmals bezeichnete Waters Israel als Apartheidstaat. Er engagiert sich in der Kampagne BDS mit dem Ziel, Israel zu boykottieren. Er verglich Israel mehrfach mit Nazi-Deutschland. Israel begehe Völkermord. Jüdische Lobbys in der Musikindustrie und im Journalismus seien mächtige Kräfte, sagte er.


Außerdem schwebte das aufgeblasene Schwein mit einem weißen Davidstern über dem Publikum. Was das mit Kunst zu tun hat, versteht nur Roger Waters, der damit sein Recht begründete, das folgende Konzert in Frankfurt abzuhalten.

Waters wird an diesem Wochenende (28. Mai) ein weiteres Konzert in Frankfurt geben, was die jüdische Gemeinde der Stadt zu einer Demonstration vor der Veranstaltung veranlasste. Dies wurde vom Verwaltungsgericht Frankfurt entschieden. Das Gericht entschied, dass Waters‘ aktuelle Bühnenshow geschmacklos sei, weil sie eine Symbolik verwende, die an die Naziherrschaft erinnere – insbesondere vor dem historischen Hintergrund der Festhalle, wo Juden ab 1938 in Konzentrationslager deportiert wurden. Die jüdische Gemeinde und die Israel-Freunde wollen am Sonntag gemeinsam gegen das Konzert des Musikers Roger Waters in der Frankfurter Festhalle demonstrieren. Die Protestkundgebung ist einige Stunden vor dem Konzert auf dem Platz vor der Festhalle geplant und steht unter dem Motto „Frankfurt vereint gegen Antisemitismus“. Aber in der Kunst scheint fast alles erlaubt zu sein, auch Antisemitismus.

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Patrick Callahan

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8 Kommentare zu “Tacheles mit Aviel – „Wish you were (not) here””

  1. Andrew Manner sagt:

    Auch Ich protestiere scharf gegen diesen antisemitischen „Künstler“ und seine israelfeindlichen Konzerte.
    Wir sollten uns schämen, daß so etwas wieder in DE möglich ist,
    und nicht verhindert wird. Hier fehlt ganz klar der Wille in der deutschen Politik! Genauso wie bei den Naziumtrieben in Ostdeutschland vor allem in Cottbus an Schulen und mitten in der Wirtschaft und Gesellschaft!
    Dort sind Nazis wieder salonfähig – was für eine Katastrophe!

  2. Willi Weglehner sagt:

    Diese sog. Künstler hatten sich ja schon vor langer Zeit eine andere Unverschämtheit erlaubt mit dem Titel „Another brick in the wall“: We don´t need no education, gesungen von einem Kinder-background-Chor.
    Das ist jetzt wohl die logische Fortsetzung einer geistigen Haltung, die nicht tolerabel ist.
    Ich war damals Lehrer, nota bene!

    Willi Weglehner

    Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller VS (in ver.di)
    Member of German Writers´ Association

    Buchenweg 4
    D-91177 Thalmaessing
    Tel. / Fax.: (0 9173) 6 52
    Deutschland

  3. Havershalom sagt:

    Adonai selbst gibt mit seinen Worten SEINE Antwort auf das Verhalten dieser Leute:

    Brit Hadasha(NT) 2Tessalonicher Kap. 2, Verse 10-12 (Schlachterbibel.de)
    „…und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. 11 Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, so daß sie der Lüge glauben, 12 damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.“

  4. Havershalom sagt:

    Sie können nicht mehr anders, als in den von Adonai gegebenen Irrtümern leben. Sie haben sebst für ihre Verurteilung gesorgt, weil sie lieber der Lüge glauben wollen, als der Wahrheit.
    Im Johannesevangelium Kap. 3, ab Verse 16-23 steht ihre Eigenverurteilung:
    „16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.
    17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.

  5. Havershalom sagt:

    Fotsetzung:
    19 Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. 20 Denn jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. 21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, daß sie in Gott getan sind.“

    Ich bin durch Adonais Weisungen so zur „Ruhe in IHM“ gekommen. Lasst sie doch Toben und solches Zeugs machen. DER HERR SPOTTET IHRER!
    Wir sollen diesem Tun natürlich auch Einhalt gebieten, das ist sehr, sehr wichtig.
    Shalom Havershalom

  6. Andrew Manner sagt:

    @Havershalom
    Shalom! Ja aber wir können zu mindestens auf die Zustände aufmerksam machen.
    Mir kommt es so vor als werden die Worte „Nie wieder!“ und „Israels Sicherheit ist Teil deutscher Staatsräson“ und „Israels Existenzrecht ist unverhandelbar“ immer mehr zu Lippenbekenntnissen…
    Die dt. Innenministerin und der Kanzler wollen so vieles sofort geklärt und geändert haben – lassen aber die Rechten und Nazis in Ostdeutschland und in bestimmten Fan-Gruppierungen ostdeutscher Fussballclubs gewähren, so daß diese sich sicher und nicht angreifbar fühlen. Ein schwere Fehler!
    Gibt es überhaupt hier eine Strategie oder Vorgehensweise oder wird weiter abgewartet und „gemerkelt“?

    Der Herr schenke uns Seine große Liebe, Seine reiche Gnade und Seinen tiefen Frieden!

  7. jotfried sagt:

    Es bleibt lächerlich „ohne Ende“, wenn Leute, die im Prinzip das Wort Gottes wertschätzen – inklusive der Tatsache, dass „sein Sprachrohr“ zunächst den Stammvater vom Volk der Juden erreichte, immer noch die Vokabel ANTISEMITISMUS benutzen.

    Haben „diese Leute“ überhaupt eine Ahnung was SEMITISMUS ist?

  8. Havershalom sagt:

    @Andrew Manner
    Adonai sagt uns in seinem Wort, dass wir die Zeichen der Zeit, nach seiner Schrift zufolge, erkennen können. In der Tora und folgenden Schriften werden wir immer wieder von IHM aufgefordert und auch motiviert, böse Zustände möglichst zu unterbinden und zu verhindern.
    Die vorige und jetztige „Merkel – grün Regierung“ hat eindeutig, von Anfang an ganz bewusst geplante, neo-faschistische Züge eingebracht. Solch ein …issmuss schleicht sich ganz langsam ein und manifestiert sich dann sehr massiv. Nicht das Wohl des Volkes ist dann die eigentlich seiende Motivation, sondern nur deren wahnhafte durchsetzung, ihrer Politidiologie. Sie sind dann wie von Sinnen ihrem Idiologischen Getue verfallen, so wie es der HERR es in seinem Wort schreibt. Es muss geistlich beurteilt werden! Nur wer will das noch.
    Mit einem lieben Shalom.
    Havershalom

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