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MitgliederTacheles mit Aviel – Europa zittert, Israel schützt

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Wie lange kann ein Kontinent in Frieden leben, ohne dafür den Preis der Verteidigung zu zahlen?

Illustration: Adobe Stock

Wie lange kann man Sicherheit für selbstverständlich halten, während die Welt um einen herum brennt? Und was passiert, wenn Europa plötzlich feststellt, dass es zwar Angst vor einem Krieg hat, aber nicht die Mittel, ihn zu überstehen? Europa fürchtet heute wieder einen echten Krieg, aber es ist nicht darauf vorbereitet. „Europa zittert, Israel schützt“, diesen Satz sagte mir am Wochenende eine Führungskraft von Elbit Systems, dem größten privaten Rüstungsunternehmen Israels und einem der Schlüssel­lieferanten der IDF für Landtechnik und UAVs. Ein kurzer Satz, der die geopolitische Wirklichkeit Europas und die sicherheitspolitische Bedeutung Israels in einem einzigen Atemzug zusammenfasst. Während Generäle Alarm schlagen, Politiker warnen und Geheimdienstchefs von einer „Vorkriegs-Ära“ sprechen, zeigt sich eine bittere Realität: Der Kontinent, der sich jahrzehntelang in Frieden eingerichtet hat, besitzt weder die Mittel noch die mentale Stärke, einen großen Konflikt zu bestehen. Und gerade jetzt, da die Möglichkeit eines Zusammenstoßes mit Russland nicht mehr als theoretisches Szenario gilt, wird schmerzhaft sichtbar, wie entwaffnet, abhängig und sicherheitspolitisch verwöhnt Europa geworden ist.

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Patrick Callahan

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5 Kommentare zu “Tacheles mit Aviel – Europa zittert, Israel schützt”

  1. Andrew Manner sagt:

    Volltreffer! Kann Deinen Bericht nicht lesen – bin z.Z. kein Mitglied!
    Aber dies haben uns die Neoliberalen, Globalisten und appeasement Politiker eingebrockt:
    1. billiges Gas aus RU über Sicherheit und Unabhängigkeit von einem potentiellen Aggressor
    2. Verteidigungsausgaben und Armee minimieren und auf den Sponsor und Freund, der keiner mehr ist, auf der anderen Seite des Atlantiks schauen
    3. Alles auf die Karte LKW und PKW setzen – wer braucht schon die Bahn und was kostet die Umwelt. Egal, jetzt haben wir zigtausende Baustellen bei Bahn, Brücken und Straßen. Aber dies bezahlen nicht die Gewinner der Globalisierung sondern die Verlierer…

    Es gibt nur wenige, die überhaupt den Mund aufmachen und etwas Mut und Entschlossenheit zeigen und dies sind Frau Callas („RU schwächen und UA stärken), Strack-Zimmermann („Wir brauchen Mut und nicht Angst“) und mit Abstrichen Boris Pistorius, der unsere Wehrfähigkeit zu Recht in Frage stellt.
    Ich habe vor kurzem die Doku in der ARD mediathek gesehen über Gazprom, Putin, Schröder , und seinem KGB-Spezi, der dann Karriere bei gazprom machte…
    Vieles von den Gräuelplänen Putins war schon seit vielen Jahren bekannt!

  2. marie.luise.notar sagt:

    verwöhntes Europa, wie wahr….und gottloses Europa….Gottes Strafe ist im Anmarsch…siehe die
    Siegelgerichte….

  3. Christian Wagner sagt:

    Man kann Israels Notwendigkeit sich verteidigen zu müssen nicht mit Europas vergleichen. Israel ist umgeben von islamistischen Bewegungen, die es vernichten wollen.
    Das hat Europa nicht. Russland fühlte sich mit der wachsenden Nato-Erweiterung zunehmend bedroht. Es verlor seit dem Fall des eisernen Vorhangs sehr viele Staaten, auf die es Einfluss hatte. Es gab damals Versprechungen, dass es keine Natoosterweiterung geben werden. Das die Staaten des ursprünglichen Ostblocks das wollten, ist zwar verständlich, aber es zeigte von keinerlei Einfühlungsvermögen, dass die westlichen Staaten sich darauf einliessen. Die Ukraine war dann die rote Linie für Russland.

    Selbst, wenn es in Russland Ambitionen gäbe ihren Einflussbereich Richtung Westen auszudehnen, ist dies nicht von einem Vernichtungswillen geprägt, wie Israel es erleben muss.

    Richtig ist, daß Europa nicht geübt ist, sich zu verteidigen.
    Das wird aktueller Weise aber sichtbar darin, sich im Inneren nicht gegen einen wachsenden Islamismus verteidigen zu können, der von denselben Kräften getragen ist, die primär die Vernichtung Israels wollen, aber auch die Unterwerfung Europas unter den Islam. Dieser Islamismus hat mit der Politik der offenen Grenzen seit 2015,
    mächtig zugenommen.

    Zugenommen hat darüber hinaus auch eine Kriminalität, die das Messer sehr locker sitzen hat und genährt ist von arabischen Stolz. Sie verachtet einen Staat, der dieser relativ neuen, inneren, kulturbedingten Kriminalität gegenüber keine Härte (Wehrhaftigkeit) zeigt.

    Weil die Politik sich der Lösung dieser Aufgabe und vieler anderer nicht gewachsen zeigt, wird das Problem leider nach aussen projeziert, dem sich Europa aber genauso wenig gewachsen zeigen wird.
    Mir scheint, als suche man den Krieg, um die Verantwortung für den inneren Zusammenbruch, der bevorsteht, zu verschleiern.
    Besser im Krieg alles untergehen zu lassen, als am Pranger zu stehen, wo das Scheinwerferlicht die Schuld einer Politikerkaste so beleuchtet, dass es alle Öffentlichkeit wahrnehmen wird.
    In den Wirren des Krieges spielt das Vorangegangene dann keine Rolle mehr.

  4. Peter Wyss sagt:

    „Israel zeigt, wie Abschreckung funktioniert, nicht aus Ideologie, sondern aus bitterer Erfahrung. Wer nicht bereit ist, für seine Existenz zu zahlen, wird irgend wann für seine Illusionen bezahlen.“
    W i e w a h r ! Danke Aviel, für Deine Analyse.

    Meine persönliche Erfahrung (geb.1947) und Sicht: Ich glaube, dass es nach den Gräueln des WW II höchst legitim war, eine ‚Friedensphase‘ zu erleben – dank Versöhnern wie u.a. R.Schumann, Adenauer, deGaulle etc. sowie amerikanischem ‚Marshall-Plan‘! Vorerst zwar durch ‚Kalten Krieg‘ (Abschreckung), und ab Ende der 80er – nach Glasnost und Mauerfall – durch gegenseitig wachsendes Vertrauen zwischen den Machtblöcken…
    Putins abgrundtiefes Schockerlebnis (der Zerfall des sowjet.UdSSR-Universums), hat 2014 mit dem hinterhältigen ‚Einsacken‘ der Krim eine fast 70jährige Periode relativen Friedens in Europa beendet – zuerst schleichend, dann aber jäh durch den Angriffskrieg auf die Ukraina 2022… Unsere Friedens-‚Vision‘ wurde zur Friedens-‚Illusion‘ weil wir erstere als selbstverständlich (als Selbstläufer) annahmen…

    Das Volk israel hat sich durch Gottes Gnade und Treue (nicht erst) seit 1948 seine Unabhängigkeit immer wieder neu und hart erkämpfen müssen (stetes Training). In den letzten Jahren hat sich m.E. aber auch eine vielleicht blindmachende Selbstgefälligkeit/-sicherheit (aufgrund Tech-Erfolge?) eingeschlichen. Hat Gott es deshalb zugelassen, dass der Feind so brutal zuschlagen durfte?
    Möge der Schild Israels Sein Volk auf Seine Weide der Ruhe, des Friedens und des Lichts zurückführen! Shalom.

  5. Johannes Bieregger sagt:

    Wie immer, leider nur viel zu wenige aber doch, und das war in der NS-Zeit und davor nicht anders, gibt es Leute, die entgegen der vielen Täuschungen und Lügen, noch in großen Zusammenhängen, gut durchblickend, analytisch scharfsinnig hinterfragend denken können und dies auch artikulieren.
    Heute werden diese als fragwürdige rechtsradikale Verschwörungstheoretiker diffamiert.
    Aber es wird noch die Zeit kommen, wenn man nicht richtig spurt und auf Linie ist, das gefährlich werden kann. Die Geschichte wiederholt sich. Hans und Sophie Scholl von mehreren, waren da ein Beispiel dafür. Und in diesem Zusammenhang was Europa betrifft:
    „Wo nahm der Antisemitismus seinen Ausgang“? Kommt jetzt die Rechnung dafür?
    Und die ganze Welt betreffend: „Kann man mit dem Volk Gottes den Juden einfach so umgehen wie man will“? Das hat sicher seinen Preis, wenn auch noch nicht jetzt. Gut das es noch Menschen gibt, die sagen was Sache ist. Und Aviel und andere sind solche Leute, von denen es leider viel zu wenige gibt. Das liegt möglicherweise auch daran, dass es viel zu Vielen, noch viel zu gut geht.

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