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Nach Angriffen auf Dimona und Arad: Netanjahu und Herzog warnen vor globaler Iran-Bedrohung

Angriffe auf Zivilisten, heilige Stätten und globale Ziele zeigen die Reichweite und Gefahr des iranischen Vorgehens.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Ort des Raketeneinschlags in Dimona: Zwischen zerstörten Wohngebäuden und Trümmern verschafft er sich gemeinsam mit Sicherheitskräften ein Bild der Schäden. Foto: Avi Ohayon/GPO

Nach den iranischen Raketenangriffen auf mehrere Ziele im Süden Israels haben Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Präsident Isaac Herzog die Angriffe scharf verurteilt und vor den weltweiten Konsequenzen der aktuellen Eskalation gewarnt.

Bei einem Besuch am Einschlagsort in Dimona erklärte Netanjahu am Sonntag, die Ereignisse der vergangenen 48 Stunden zeigten deutlich, warum Iran „ein Feind der Zivilisation“ sei. Teheran habe gezielt zivile Ziele angegriffen, darunter eine Kindertagesstätte und ein Altenheim. Dabei seien auch Streumunitionen eingesetzt worden, die nach internationalem Recht geächtet sind.

Zugleich verwies der Ministerpräsident auf den Raketenbeschuss Jerusalems, der in unmittelbarer Nähe der zentralen Heiligtümer erfolgte. Ballistische Raketen hätten die Grabeskirche, die Al-Aqsa-Moschee und die Klagemauer gefährdet – Orte von herausragender Bedeutung für Juden, Christen und Muslime weltweit.

Video: Omer Miron/GPO.

Darüber hinaus habe Iran erstmals eine Interkontinentalrakete über eine Distanz von rund 4.000 Kilometern auf den amerikanisch-britischen Militärstützpunkt Diego Garcia abgefeuert. Diese Entwicklung zeige, dass große Teile Europas inzwischen in Reichweite iranischer Raketen liegen, so Netanjahu. Seit Jahren habe Israel vor genau dieser Fähigkeit gewarnt.

Als weiteren Eskalationsschritt bezeichnete er die Blockade der Straße von Hormus. Iran versuche damit, durch die Gefährdung globaler Öltransporte politischen Druck auf die internationale Gemeinschaft auszuüben.

Parallel dazu besuchte Präsident Herzog den Einschlagsort in Arad, wo eine schwere Rakete in der Nacht massive Schäden verursacht hatte. Vor Ort sprach er von der Zerstörungskraft einer „halben Tonne schweren Rakete“ und betonte, dass das iranische Regime bewusst keine Unterschiede zwischen Zivilisten mache.

Der israelische Staatspräsident Isaac Herzog spricht gemeinsam mit seiner Frau Michal Herzog am Ort des Raketeneinschlags in Arad vor der Presse. Im Hintergrund sind zerstörte Wohngebäude zu sehen. Foto: Ma’ayan Toaf/GPO.

„Für die iranische Führung spielt es keine Rolle, ob es sich um Muslime, Juden oder Christen handelt – oder ob es Alte oder Kinder trifft. Alle Zivilisten sind Ziel“, sagte Herzog.

Gleichzeitig hob er die Widerstandskraft der israelischen Bevölkerung hervor. Trotz der Angriffe werde man sich nicht einschüchtern lassen. „Wir sind hier, um etwas anderes zu zeigen: unsere Resilienz“, erklärte der Präsident.

Auch Herzog verwies auf den Raketenangriff auf den Stützpunkt Diego Garcia und betonte, dass Iran seine militärischen Fähigkeiten gezielt einsetze, um weltweit Angst zu verbreiten. Dies bestätige die seit Jahren geäußerten Warnungen Israels vor der Gefahr durch das Regime in Teheran.

„Dieser Kopf der Schlange, dieses böse Imperium, muss gestoppt werden“, sagte Herzog. Israel führe diesen Krieg aus Notwendigkeit – und mit dem Vertrauen in die Stärke seiner Bevölkerung. Die zerstörten Gebiete würden wieder aufgebaut werden.

Netanjahu appellierte unterdessen an die Staaten des Westens sowie an die internationale Gemeinschaft, nicht länger abzuwarten. Israel kämpfe gemeinsam mit den Vereinigten Staaten nicht nur für die eigene Sicherheit, sondern für die Stabilität der gesamten freien Welt.

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Patrick Callahan

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