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Iranische Raketen treffen Arad und Dimona – über 100 Verletzte im Süden Israels

Einschläge in Wohngebieten und nahe Dimona – Israel greift Ziele in Teheran an.

Israelische Sicherheits- und Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer eines Wohngebäudes in Arad, nachdem eine aus Iran abgefeuerte Rakete in der südisraelischen Stadt eingeschlagen ist, 22. März 2026. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Ein schwerer iranischer Raketenangriff hat am Samstagabend den Süden Israels getroffen. In Arad schlug eine Rakete direkt in ein Wohngebiet ein, zuvor war es bereits zu einem Einschlag in Dimona gekommen. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt, darunter mehrere Schwerverletzte.

Besonders dramatisch war die Lage in Arad. Rettungskräfte von United Hatzalah und Magen David Adom behandelten rund 90 Verletzte, etwa zehn davon in ernstem Zustand. Unter ihnen befindet sich auch ein etwa fünfjähriges Mädchen. Mehrere Wohnhäuser wurden schwer beschädigt, Fassaden herausgerissen, Trümmer bedeckten die Straßen. Einsatzkräfte suchten bis tief in die Nacht nach weiteren Betroffenen.

Nach bisherigen Angaben gab es bei den Angriffen keine Todesopfer. In vielen Fällen bestätigte sich erneut, dass Bewohner, die rechtzeitig Schutzräume aufgesucht hatten, unverletzt blieben.

Auch in Dimona kam es zu Verletzten, nachdem dort zuvor eine Rakete eingeschlagen war. Die Stadt liegt in unmittelbarer Nähe einer strategisch sensiblen nukleartechnischen Einrichtung. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde diese nicht getroffen, dennoch sorgt die Nähe des Einschlags für zusätzliche Besorgnis.

Polizeikräfte am Ort eines direkten Raketeneinschlags in einem Wohnviertel in Dimona, nachdem eine aus Iran abgefeuerte Rakete erheblichen Schaden verursacht hat, 22. März 2026. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt. Foto: Abir Sultan/EPA.

Das israelische Außenministerium bezeichnete die Angriffe auf Arad und Dimona als „eklatantes Kriegsverbrechen“ und sprach von „reinem Terror“. Die Raketen richteten sich gezielt gegen zivile Gebiete.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von „einem sehr schwierigen Abend im Kampf um unsere Zukunft“. Nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister von Arad bat er darum, den Verletzten im Namen der gesamten Bevölkerung Genesungswünsche zu übermitteln.

Die Einsatzkräfte vor Ort berichteten von schwierigen Bedingungen. Neben der medizinischen Versorgung mussten zahlreiche Menschen auch psychologisch betreut werden. Spezialisierte Drohneneinheiten unterstützten die Suche nach möglichen Verschütteten und halfen bei der Einschätzung beschädigter Gebäude.

Die Einschläge in Dimona und Arad zeigen, dass der iranische Beschuss gezielt auch zivile Orte im Süden Israels trifft – selbst in unmittelbarer Nähe strategisch wichtiger Einrichtungen.

Nur wenige Stunden nach den Angriffen teilte die israelische Armee mit, dass sie Ziele „im Herzen Teherans“ angreift. Damit setzt sich die direkte militärische Konfrontation zwischen Israel und dem iranischen Regime weiter fort.

Auch aus den USA kamen deutliche Reaktionen. US-Präsident Donald Trump erklärte, die militärischen Operationen lägen „Wochen vor dem Zeitplan“. Zugleich drohte er dem Iran mit weiteren Angriffen, sollte es nicht zu einer Öffnung der Straße von Hormus kommen.

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Patrick Callahan

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