Viele professionellen Berichte über den in Israel momentan allgegenwärtigen palästinensischen Dschihad verzerren die Realität. Manchmal ist dies einfach die Folge von schlampigen Journalismus. Meistens sind die Berichte jedoch absichtlich falsch, damit sie einer bestimmten politischen Agenda dienen. In jedem Fall müssen redaktionelle Produkte mit einem gesunden Maß an Vorsicht genossen werden. Augenzeugenberichte zeigen, wie stark das wirklich Erlebte und Geschehene von den üblichen Berichten abweicht.
Konflikt
Israel will stärker gegen Aufrufe vorgehen, die Judenhass propagieren und zur Ermordung von Israelis aufrufen. Ein entsprechendes Gesetz wird derzeit in der Knesset beraten. Wegen Hassaufrufen hat die israelische Armee eine palästinensische Radiostation bei Hebron geschlossen und die Sendeanlagen beschlagnahmt. Al Huriya habe die Messerattentate auf Israelis in der Stadt der Patriarchen massiv unterstützt, hieß es dazu.
Eitam Henkin wird in Israel als Held gefeiert. Einen Monat, nachdem der Familienvater und seine Frau Naama (Foto) in Samaria von palästinensischen Terroristen ermordet wurden, hat die Polizei neue Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben. Demnach hat der Vater ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben die Terroristen angegriffen und seine Kinder verteidigt, was ihm letztlich auch gelungen ist.
Ein palästinensischer Terrorist hat am Nachmittag am Busbahnhof von Rishon LeZion auf jüdische Fahrgäste eingestochen. Er verletzte einen 40 Jahre alten Mann und eine 80-jährige Frau schwer. Ein 20-jähriger Mann wurde nach Angaben des Rettungsdienstes leicht verletzt. Der Terrorist wurde festgenommen.
Zwei Palästinenser haben am heutigen Vormittag versucht, einen israelischen Soldaten zu erstechen. Der Vorfall ereignete sich an einer Tankstelle nahe der Gilboa/Jalame-Kontrollstation, an der Straße 60 zwischen Jerusalem und Jenin. Ein Terrorist wurde erschossen, der andere verhaftet, teilte die Polizei mit. Der Anschlag an diesem Checkpoint war bereits der zweite innerhalb von drei Tagen. Am Samstag war dort ein palästinensischer Teenager erschossen worden, der ebenfalls mit einem Messer auf Soldaten losgegangen war.
Israels Verteidigungsminister Moshe Ya’alon hat angekündigt, die Leichen von fünf palästinensischen Terroristen nun doch an ihre Familien zurückzugeben, damit sie sie beerdigen können. Die Terroristen stammen aus der Gegend um Hebron. Alle fünf wurden getötet, nachdem sie in den vergangenen Wochen mit Messern auf Israelis losgegangen waren. Eigentlich hatte das israelische Sicherheitskabinett beschlossen, keine Leichen von Mördern an die palästinensischen Angehörigen zu übergeben.
778 Anschläge auf Israelis wurden seit Ausbruch der jüngsten Terrorwelle in den letzten fünf Wochen gezählt. Laut Angaben der israelischen Polizei wurden seit Anfang 2015 insgesamt 1703 Anschläge im Land registriert, wobei 11 Israelis ums Leben kamen und hunderte verletzt wurden.
Während der aktuellen Terrorwelle, bei der jüdische Zivlisten auf schreckliche Weise von Arabern angegriffen und ermordet werden, hat ein arabisch-christlicher Gemeindeleiter ein Video auf Youtube veröffentlicht, in dem er seine jüdischen Brüder um Vergebung bittet
Der Konflikt um Israel besteht auf vielen Ebenen. Ist es ein Konflikt um Land, um die Selbstbestimmung des jüdischen oder palästinensischen Volkes, oder ist es ein Konflikt um Religion? In der aktuellen Ausgabe von Israel Heute kommen Vertreter der unterschiedlichen gesellschaftlichen Strömungen in Israel mit ihren Meinungen zu Wort.



