Die Palästinenser haben zwei neue Navigations-Apps entwickelt, mit denen sie rechtzeitig israelischen Checkposten entkommen können.
Konflikt
Anfang des Monats hat die israelische Knesset eine Mindesthaftstrafe für Minderjährige, die Steine und Brandbomben werfen, eingeführt. Eine wütende palästinensische Autonomiebehörde nannte diese Maßnahmen „übertrieben und rassistisch.“
Das israelische Sicherheitskabinett hat den nördlichen Zweig der Islamischen Bewegung als illegale Organisation eingestuft. Es handelt sich hier um den extremeren Teil der Organisation, der von Scheich Ra’ad Salah aus Umm el Fahm (im Bild) geleitet wird.
Die palästinensische Autonomiebehörde und die Fatah haben auf ihren offiziellen Webseiten die Terroranschläge der „radikalen Dschihadisten“ in Paris verurteilt und sie mit dem „israelischen Terror“ gleichgestellt.
Am Wochenende wurde deutlich, dass der jüdische Staat solidarisch hinter Frankreich steht. Premierminister Netanjahu rief zu einem gemeinsamen Kampf gegen den islamischen Terror auf.
Terroranschlag auf eine jüdische Familie im Bergland bei Hebron: Am Nachmittag haben vermutlich zwei Terroristen auf das Auto der Familie geschossen. Der Vater, Mitte 40, und sein etwa 18 Jahre alter Sohn starben. Ein 16 Jahre alter Junge und die Mutter wurden verletzt. Außerdem saßen drei Töchter in dem Wagen, die wegen Schocks behandelt werden mussten. Die Terroristen konnten fliehen, derzeit wird fieberhaft nach ihnen gesucht.
Israelische Spezialkräfte haben im sogenannten Westjordanland 24 Hamas-Mitglieder verhaftet. Sie hatten nach Behördenangaben versucht, ein Terror-Netzwerk in der Region aufzubauen. Dabei bekamen sie offenbar Unterstützung aus dem Gazastreifen und aus dem Emirat Katar. Unter den Festgenommenen befinden sich mehrere hochrangige Hamas-Aktivisten, die schon mehrmals in israelischen Gefängnissen saßen.
Die Serie von Terrorangriffen gegen Israelis geht unvermindert weiter. Heute Vormittag wurde eine Palästinenserin erschossen, die mit einem Messer in der Hand auf einen Kontrollposten bei Alfei Menashe zustürmte und sich auch von Warnschüssen nicht stoppen ließ. Bei ihr wurde ein Brief gefunden, aus dem hervorging, dass sie mit ihrem Tod rechnete. Innerhalb weniger Stunden sind bereits am Sonntag sechs Israelis bei drei Terroranschlägen in Judäa und Samaria verletzt worden. Am Morgen war ein 22-jähriger Palästinenser mit seinem Auto auf der Tapuah-Kreuzung in eine Gruppe israelischer Passanten gerast und hatte dabei dabei vier Personen erfasst.
Innerhalb weniger Minuten gab es am Freitagnachmittag zwei Terrorangriffe von Palästinensern auf Israelis. Vor einem Rami-Levy-Supermarkt in Sha’ar Binyamin, nördlich von Jerusalem, stach ein Palästinenser auf einen Israeli ein. Das Opfer, Anfang 40, erlitt schwere Stichwunden im Oberkörper. Der Terrorist floh, nach ihm wird derzeit mit einem Großaufgebot gefahndet. Wenige Minuten zuvor hatte eine 72 Jahre Palästinenserin versucht, bei Hebron einen israelischen Soldaten zu überfahren.
UPDATE: Zwei israelische Teenager, 16 und 18 Jahre alt, wurden beim Patriarchengrab in Hebron durch Schüsse verletzt. Der 16-Jährige ist in kritischem Zustand. Ein Großaufgebot der Armee fahndet nach dem Schützen, vermutlich ein Palästinenser aus einem angrenzenden arabischen Stadtteil.
UPDATE II: Bei einem weiteren Angriff in der Nähe von Hebron ist am Abend ein 19 Jahre alter Israeli schwer verletzt worden. Ein Terrorist schoss ihm in den Oberkörper. Nach dem Täter wird gesucht.



