Auf den Sommer 2014 rückblickend stellt sich die Frage: Was ist nach der Operation Starker Fels anders geworden?
Konflikt
Der Mann mit dem roten Bart drückt sich um eine klare Antwort. Er windet sich und sucht vor laufender Kamera nach einem Ausweg. Die Frage, die ihm gestellt wurde, ist klar und eindeutig: Distanziert er sich von islamistischen Selbstmord-Attentaten?
Mediziner des Rambam-Krankenhauses in Haifa (Foto) haben in einer aufwändigen Aktion das Leben eines 18-jährigen Arabers aus Hebron gerettet. Muhammad Jabari hatte ausgelassen seinen Schulabschluss gefeiert und sich dabei aus dem Fenster eines fahrenden Autos gelehnt. Als sein Freund am Steuer in eine scharfe Kurve fuhr, wurde der Oberkörper des jungen Mannes zerquetscht. Er kam in lebensbedrohlichen Zustand ins Krankenhaus von Hebron.
Der israelische Geheimdienst Shin Bet und eine Polizeieinheit aus Judäa und Samaria haben den bekannten Rechts-Aktivisten Meir Ettinger (Foto) festgenommen. Die Verhaftung erfolgte, nachdem die israelische Regierung beschlossen hatte, härter gegen jüdische Extremisten durchzugreifen. Anlass war der Brandanschlag im palästinensischen Dorf Duma, bei dem ein Baby ums Leben kam.
Innerhalb von 24 Stunden ist es in Israel zu zwei Gewalttaten gekommen, die die Weltöffentlichkeit beschäftigen. Eine führte zum Tod eines palästinensischen Kleinkinds. Auch die andere Bluttat, der Messerangriff auf die Jerusalemer Homsexuellenparade, hat nun ein Todesopfer gefordert: Die 16-jährige Sira Banki erlag im Krankenhaus ihren schweren Stichwunden.
Der Brandanschlag auf das Haus einer palästinensischen Familie, bei der in der Nacht zum Freitag ein Kleinkind getötet und seine Eltern sowie sein vier Jahre alter Bruder lebensgefährlich verletzt wurden, ist weltweit scharf verurteilt worden. Die Polizei vermutet jüdische Extremisten hinter der Tat. Der Weltsicherheitsrat sprach von einem „teuflischen Terroranschlag“. Palästinenserpräsident Abbas kündigte an, er werde Israel wegen dieses Kriegsverbrechens vor den Internationalen Strafgerichtshof bringen. In den Palästinensergebieten gab es Krawalle. Israelische Soldaten erschossen einen 17-jährigen Palästinenser. In Jerusalem demonstrierten einige hundert Menschen gegen die jüngste Welle hasserfüllter Straftaten (Foto).
Bei einem Brandanschlag auf das Haus einer palästinensischen Familie ist in der Nacht zum Freitag ein 18 Monate altes Baby ums Leben gekommen. Sein vier Jahre alter Bruder und die Eltern erlitten schwerste Verletzungen. Die Polizei vermutet jüdische Extremisten hinter der Tat. Darauf deuten an die Wand gesprühte Parolen hin, die am Tatort entdeckt wurden. Die Hamas hat einen „Tag des Zorns“ angekündigt. Die israelischen Sicherheitsbehörden haben deshalb mehrere tausend Einsatzkräfte mobilisiert.
Ein 18-jähriger Palästinenser, der wegen Waffenhandels gesucht wurde, ist am Montag in Kalandiya in der Nähe von Ramallah von der israelischen Polizei bei seiner Flucht ins Bein geschossen worden. Der verwundete Mann fiel dann von einem Dach, direkt vor die Füße israelischer Sicherheitskräfte. Er war sofort tot. Muhammed Abu Latifa (Foto) ist der dritte Palästinenser, der innerhalb einer Woche bei Zwischenfallen mit israelischen Sicherheitskräften ums Leben kam.
Arabische Jugendliche haben am Sonntag auf dem Gelände der Al-Aksa-Moschee randaliert und israelische Polizisten mit Steinen und Feuerwerkskörpern beschossen. Mehrere Beamte wurden verletzt. Nach Polizeiangaben hatten sich die Jugendlichen in der Moschee verbarrikadiert, um jüdische Besucher angreifen zu können. In Israel wurde am Sonntag der Fastentag Tisha B’Av begangen, an dem die Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels betrauert wird.



