Palästinensisches Baby stirbt bei Brandanschlag: Polizei fahndet nach jüdischen Terroristen

Bei einem Brandanschlag auf das Haus einer palästinensischen Familie ist in der Nacht zum Freitag ein 18 Monate altes Baby ums Leben gekommen. Sein vier Jahre alter Bruder und die Eltern erlitten schwerste Verletzungen. Die Polizei vermutet jüdische Extremisten hinter der Tat. Darauf deuten an die Wand gesprühte Parolen hin, die am Tatort entdeckt wurden. Die Hamas hat einen „Tag des Zorns“ angekündigt. Die israelischen Sicherheitsbehörden haben deshalb mehrere tausend Einsatzkräfte mobilisiert.

Palästinensisches Baby stirbt bei Brandanschlag: Polizei fahndet nach jüdischen Terroristen

Bei einem Brandanschlag auf das Haus einer palästinensischen Familie ist in der Nacht zum Freitag ein 18 Monate altes Baby ums Leben gekommen. Sein vier Jahre alter Bruder und die Eltern erlitten schwerste Verletzungen. Die Polizei vermutet jüdische Extremisten hinter der Tat. Darauf deuten an die Wand gesprühte Parolen hin, die am Tatort entdeckt wurden. Die Hamas hat einen „Tag des Zorns“ angekündigt. Die israelischen Sicherheitsbehörden haben deshalb mehrere tausend Einsatzkräfte mobilisiert.

Die Täter hatten am Tatort, dem Dorf Duma nahe Nablus, in hebräischer Sprache „Lang lebe der Messias, der König“ und „Rache“ sowie einen Davidsstern an die Wand gesprüht. Bei den drei Schwerverletzten sind nach Angaben von Ärzten 70 bis 90 Prozent der Haut verbrannt. Sie wurden in israelische Spezialkliniken geflogen und kämpfen dort um ihr Leben.

Polizei und Armee fahnden nach den Tätern und haben Straßensperren errichtet. Gegen 2 Uhr früh waren in Duma zwei Häuser in Brand gesetzt worden. Eines war leer, im anderen schlief die betroffene Familie. Die Eltern versuchten noch, ihre Kinder zu retten, aber für den eineinhalb Jahre alten Ali kam jede Hilfe zu spät.

Nach palästinensischen Angaben haben „jüdische Siedler“ einen Brandsatz durch ein Fenster geworfen. Die israelische Polizei geht von einem Anschlag nationalistischer jüdischer Fanatiker aus. Armeesprecher Peter Lerner bezeichnete den Vorfall als „einen barbarischen terroristischen Akt.“ Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, er sei schockiert von diesem schrecklichen Verbrechen. Er sehe darin einen Terroranschlag, Israel werde mit aller Macht gegen die Täter vorgehen. Er habe die Behörden angewiesen, mit größter Intensität nach den Mördern zu suchen und sie rasch vor Gericht zu stellen. Er nehme Anteil am Schicksal der betroffenen Familie und hoffe auf eine rasche Genesung. Verteidigungsminister Moshe Ya’alon unterstrich, der Staat werde gegen die „jüdischen Terroristen“ mit aller Härte vorgehen.

Die Palästinensische Autonomiebehörde sprach von einem abscheulichen Verbrechen, für das die israelische Regierung mit ihrer siedlerfreundlichen Politik die volle Verantwortung trage. Husam Badran, Sprecher der Hamas in den Palästinensergebieten, gab bekannt: “Alle Israelis sind nun legitime Ziele.”

Die Armee hat am Morgen vier Bataillone ins sogenannte Westjordanland geschickt, um dort Sicherheit und Ordnung aufrecht zu erhalten. Die Golani- und die Nahal-Brigade wurden in ihren Kasernen in Alarmbereitschaft versetzt. Die Behörden befürchten schwere Unruhen im sogenannten Westjordanland und auf dem Jerusalemer Tempelberg.

Bild: Ein Experte der israelischen Polizei bei der Spurensuche in dem ausgebrannten Haus der palästinensischen Familie in Duma.

Foto: Flash 90

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