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Dschihad-Anhänger nach Hungerstreik erneut festgenommen

Der palästinensische Aktivist Khader Adnan, der am Sonntag nach einem 56-tägigem Hungerstreik aus der israelischen Haft entlassen wurde, ist am Montag in Jerusalem erneut in Gewahrsam genommen, aber nach einigen Stunden wieder freigelassen worden. Als Grund nannte die Polizei, Adnan habe sich unerlaubt in der Jerusalemer Altstadt aufgehalten. Er wollte angeblich an einer Zeremonie in der Al Aksa-Moschee im Rahmen des islamischen Fastenmonats Ramadan teilnehmen.

Der palästinensische Aktivist Khader Adnan, der am Sonntag nach einem 56-tägigem Hungerstreik aus der israelischen Haft entlassen wurde, ist am Montag in Jerusalem erneut in Gewahrsam genommen, aber nach einigen Stunden wieder freigelassen worden. Als Grund nannte die Polizei, Adnan habe sich unerlaubt in der Jerusalemer Altstadt aufgehalten. Er wollte angeblich an einer Zeremonie in der Al Aksa-Moschee im Rahmen des islamischen Fastenmonats Ramadan teilnehmen. In der Altstadt dürfen sich Palästinenser aus dem sogenannten Westjordanland nur aufhalten, wenn sie 50 Jahre oder älter sind. Adnan ist 37 Jahre alt. Es handle sich nicht um eine wirkliche Festnahme, aber wegen des Vorstoßes werde gegen ihn ermittelt. Polizeisprecher Micky Rosenfeld erklärte, Adnan dürfe auch deshalb nicht auf israelisches Territorium, weil er ein Aktivist der Terrorgruppe Islamischer Dschihad sei.

Adnan war am Sonntag aus israelischer Haft entlassen worden. Insgesamt saß er bereits zehn Mal hinter Gittern. In seinem Heimatdorf nahe Jenin im Palästinensergebiet wurde er wie ein Held empfangen und mit Musik und einem Feuerwerk begrüßt. Die Stadt wurde mit Flaggen des Islamischen Dschihad geschmückt. Der Islamische Dschihad lehnt ebenso wie die Hamas einen Frieden mit Israel ab und fordert die Vernichtung des jüdischen Staates. Adnan hatte zuvor ein Jahr lang im Rahmen der sogenannten Verwaltungshaft im Gefängnis gesessen, die den israelischen Behörden erlaubt, Verdächtige ohne Anklage oder Urteil festzuhalten. Aus Protest dagegen weigerte sich Adnan zu essen, er nahm nur noch Wasser zu sich. Angeblich sei er so ausgemergelt und kraftlos gewesen, dass er dem Tode nahe war, sagte sein Anwalt.

Bild: Palästinensische Demonstranten forderten die Freilassung von Adnan, als er im Gefängnis in den Hungerstreik trat.

Foto: Issam Rimawi (Flash90).

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Patrick Callahan

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