Religiöse Juden zelebrieren das traditionelle Ausgießen des Wassers (Nissuch Ha Mayim): Beim Laubhüttenfest schöpften Priester (Kohanim) und Leviten in weißen Gewändern Wasser aus dem Teich Siloah. Rabbiner Israel Ariel leitete die biblische Zeremonie, demzufolge aus dem Teich am Osthang unterhalb der Klagemauer mit silbernen Gefäßen Wasser geschöpft und auf einem dafür errichteten Altar ausgegossen wurde. Die Feier, die das Wasseropfer begleitete, heißt Simchat Beit Ha Schoewa, Feier des Ortes der Wasserschöpfung. Dieses Wasser nannte man nach Jesaja 12,3 Wasser der Erlösung: „Und ihr werdet mit Freunden Wasser schöpfen aus der Quelle der Erlösung.“ Die Könige des Hauses David wurden an dieser Quelle gesalbt. Der dritte Tempel scheint nicht mehr weit entfernt.
Die Wasserschöpfzeremonie war auch Jesus (Johannes 7,37) bekannt. „Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief: Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.“ Damit verkündete Jesus, dass er der lang erwartete Erlöser und Messias ist. An diesem Teich heilte Jesus auch den Blindgeborenen (Johannes 9).
Das traditionelle Ausgießen des Wassers zu Sukkot ist immer das freudigste Fest, denn die Bibel spricht vom Laubhüttenfest als dem fröhlichsten aller Feste. Im Zusammenhang mit Pessach wird Fröhlichkeit nicht erwähnt, bei Schawuot nur ein Mal. „Und ihr sollt jauchzen vor eurem Gott.“ (3. Mose 23,40) „Und ihr sollt jauchzen auf eurem Fest.“ (5. Mose 15,14) „Und ihr sollt überaus fröhlich sein.“ (5. Mose 15,15) Diese Freude war in der letzten Septemberwoche in Jerusalem spür- und greifbar.
Das Tempelinstitut sieht seine Aufgabe darin, ein Haus für Gottes Gegenwart und damit einen dritten Tempel auf dem Berg Moriah zu errichten. Dafür ist Erziehung, Forschung, Aktivismus und Vorbereitung notwendig. Auch muss das Bewusstsein für den Tempel wiederhergestellt werden, um die vergessenen Gebote zu reaktivieren. „Wir hoffen, damit unseren Teil zu dem Prozess beizutragen, welcher dazu führen wird, dass der heilige Tempel wieder Realität wird“, sagte Rabbiner Ariel. Eine der Hauptaufgaben ist beispielsweise die detailgetreue Herstellung aller für den Tempeldienst notwendigen Geräte. So beherbergt das Tempelinstitut Museum bereits die drei wichtigsten Stücke für den neuen Tempel, welche exakt nach biblischen Vorgaben hergestellt wurden: den goldenen Räucheraltar und Schaubrottisch sowie die Tempelleuchter aus 24-karätigem Gold.
Kuh ohne Fehler
In den Ansprachen zum Laubhüttenfest fand auch die rote Kuh Erwähnung. Sie wird in spätestens zwei Jahren zur Verfügung stehen. Laut 4. Mose 19,2 handelt es sich um eine „rötliche Kuh ohne Fehler, an der kein Gebrechen ist und auf die noch nie ein Joch gekommen ist“. Eine makellose, rotfellige Kuh ist selten. Zu biblischen Zeiten wurde eine dreijährige rote Kuh von einem Priester am Jerusalemer Ölberg vollständig verbrannt. Ihre mit Wasser vermischte Asche diente dazu, die Menschen von ihren Sünden zu reinigen, ehe sie den Tempel betraten. Die Asche der Kuh ist das letzte fehlende Element für die Wiederherstellung des Tempeldienstes. In den Augen dieser Rabbiner hängt das Schicksal der Welt von ihr ab. „Wenn das seltene Tier auftaucht, steht dem Kommen des Erlösers und dem Bau des Tempels nichts mehr im Wege“, erklärten sie.
Aber nicht alle orthodoxen Juden folgen den Vorstellungen des Tempelinstituts, das trifft in besonderem Maße für das israelische Oberrabbinat zu. Dieses untersagt sogar strikt das Betreten des Tempelbergs. Dies sei religiöser Frevel. Als einziger sei der Messias befugt, den Tempel wieder zu errichten. Es ist umstritten, ob der Dritte Tempel durch Menschen- oder Gotteshand gebaut werden soll.





wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.
Worauf bezog sich Jesus? Habt Ihr das verstanden? Wenn Ihr an mich glaubt…. Conditionalis = Bedingung, dann wird aus Eurem Innern Wasser fließen! Wir die Gläubigen werden der Tempel sein! Aus dem ein Fluss fließt, der Wasser und Heilung bringt. Die Eklesia ist damit gemeint!
Damit ist kein Steinhaufen gemeint, sondern der Tempel in dem der Geist Gottes wohnt, ist die Versammlung der Gläubigen, in deren Mitte Jesu im Geist Gottes gegenwärtig ist! Diese Herrliche Gemeinde ist kein religiöser Club, der sich am Sonntag trifft, es ist die lebendige Versammlung der Heiligen, die zusammen kommt und die Auferstehung des Herrn feiert und in deren Mitte der Herr durch seine Kraft allgegenwärtig ist.