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Yahya Sinwar wird Israel ausbeuten, …    

… wenn wir nicht aufpassen. Der „kleine Hitler“, irgendwo unter der Erde im südlichen Gazastreifen versteckt, wird Israel auch politisch ausplündern, so wie es die Hamas am schwarzen Schabbatmorgen im Süden Israels getan hat.

Sinwar
Hamas-Führer Yahya Al-Sinwar bei einer Kundgebung der Hamas anlässlich des Al-Quds-Tags oder "Jerusalem-Tags" in Gaza-Stadt am 14. April 2023. Foto: EPA-EFE/MOHAMMED SABER

Wenn Israel nicht aufpasst, wird es mit dem Geiselaustausch in eine Falle tappen. Egal, mit wem ich darüber spreche, die meisten Sicherheitsexperten sehen schwarz. Aber andererseits muss die Regierung entscheiden, und das ist nicht einfach.

Es wird keinen einzigen Bürger in diesem Land geben, dem die Rückkehr der israelischen Geiseln, der Babys, Kinder, Mütter und Frauen nicht zu Tränen rühren wird. Die Freude im Volk wird riesengroß sein und für die betroffenen Familien eine himmlische Erleichterung nach mehr als einem Monat der Hölle. Jede Minute zählt und die gesamte Regierung und der Sicherheitsapparat in Jerusalem haben in der Nacht beschlossen, ein Risiko einzugehen und den Deal für einen Geiselaustausch anzunehmen. All dies ist eine moralische und wertbezogene Aussage über die Verpflichtung der Regierung gegenüber ihren Bürgern. Und dennoch, trotz der Schwierigkeiten und Sorgen, die wir alle im Volk teilen, ist es die Aufgabe der Führung und der Medien, auch auf die Gefahren hinzuweisen, die sich hinter dem Deal eines Geiselaustausches verbergen. Yahya Sinwar, der Hamas-Führer vor Ort, aber eigentlich im Untergrund, kennt die israelische Gesellschaft besser als man denkt, und wahrscheinlich besser als das Volk selbst. Während seiner 22-jährigen Gefangenschaft in Israel lernte Sinwar nicht nur Hebräisch, sondern vor allem die Schwächen der israelischen Gesellschaft kennen.

Video aus dem Jahr 2006: Der Häftling Sinwar spricht Hebräisch

Am 7. Oktober hat Yahya Sinwar Israel vollkommen überrascht, indem er einen umfassenden und strategischen Betrugsplan umsetzte. „Die besten Köpfe im israelischen Sicherheitssystem haben den Betrug aus allen möglichen Gründen verpasst, und darauf werden alle nach dem Krieg noch eine Antwort geben müssen. Was die jungen Soldatinnen am Grenzzaun mit ihren Augen sahen, haben ihre Kommandeure nicht ernstgenommen“, schrieb Israels anerkannter Militärexperte Yossi Yehoshua. „Die hochrangigen Befehlshaber haben das große Bild gesehen, nicht aber die Realität vor Ort und die Regierung war mit Problemen beschäftigt, die heute nichts anderes als idiotisch und dumm aussehen.“

So wie Yahya Sinwar Israel vor über sechs Wochen überrumpelte, so kann es gut möglich sein, dass wir uns wieder über den Tisch ziehen lassen. Davor warnen in den letzten Tagen fast alle Sicherheits- und Militärexperten im Land, die nicht der Regierung verpflichtet sind. Dies fühlt grundsätzlich auch die Mehrheit im Volk.

Sinwar. Wir können ihm nicht vertrauen. Bild: Shutterstock

Die Regierung darf den Deal von Yahya Sinwar nicht akzeptieren. Seit mehr als einer Woche betrügt Sinwar die Regierung. Sinwar hat mit 100 Geiseln, Kindern und Frauen angefangen. Dann ging es runter auf 80, dann auf 70 und jetzt sind wir bei 50. Und diese Freilassung von 50 israelischen Geiseln hat Sinwar in einen Stufenplan aufgeteilt, den er technisch und politisch gegen uns ausspielen wird. Es wäre besser, wenn Israel diesem Deal nicht zustimmen würde. Bis jetzt hat Sinwar die massive israelische Bodenoffensive im Gazastreifen gesehen, seine Leute werden getötet und rennen um ihr Leben. Er hat auch gesehen, wie Israel das Shifa-Krankenhaus eingenommen hat, obwohl dies für Sinwar eine rote Linie war. Die israelische Armee erstickt sein ganzes Terrorsystem und die Palästinenser fliehen nach Süden. Er sieht die humanitäre Krise. Und alles, was Yahya Sinwar jetzt braucht, ist ein Waffenstillstand. Vier, fünf Tage. Eine so lange Feuerpause könnte den Krieg im Gazastreifen beenden. Außerdem wird der internationale Druck auf Israel zunehmen. Wir dürfen jetzt nicht in die Lage kommen, den Krieg zu beenden, weil wir noch viele Geiseln im Gazastreifen haben. Es wäre besser und notwendiger, einen vollständigen Geiselaustausch zu erreichen, aber dafür müssen Sinwar und die Hamas vollständig vernichtet werden.

Alles, was über Yahya Sinwar im Gazastreifen und in Israel gesagt wird, stimmt. Als er vor vielen Jahren den Apparat „Al Majed“ in seine Hände bekam, und die palästinensische Gesellschaft von Kollaborateuren mit Israel säuberte, ebenso von Palästinensern, die vom Islam abgewichen waren, erwachte ein Monster im Gazastreifen.

„Er verhörte Palästinenser mit falscher Sanftheit bei einer Tasse Kaffee, und sobald er das Verhör beendet und alles erfahren hatte, was er wissen wollte, tötete er den Verhörten mit einem Kopfschuss“, betonte der Nahost-Experte und Ex-General Dr. Moshe Elad, der vor 30 Jahren die Sicherheitskoordination im biblischen Kernland Judäa und Samaria leitete. „Sinwar schleppte Kollaborateure und Verräter, angebunden an sein Auto, mit 150 Stundenkilometern über die Salach-al-Din-Straße, und er begrub Abtrünnige vom islamischen Glauben in Betonpfeilern, nachdem er ihre Leichen zerstückelt hatte. Für Sinwar gibt es keine Hindernisse.

Zwei Phänomene gaben Sinwar Rätsel auf. Die extreme Sensibilität Israels gegenüber Menschenleben und die Schwäche der Politiker gegenüber der israelischen Gesellschaft. Sinwar versteht sehr gut, dass die israelische Gesellschaft gestresst und sehr verletzlich ist.

Bilder von Menschen, die von Hamas-Terroristen in Gaza als Geiseln genommen wurden. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Und das ist das Konzept Israels, das Sinwar in dem Deal des Geiselaustausches vorstellt. Er wird den Deal so vermarkten, dass er für nur fünfzig Frauen und Kinder, zwei aus seiner Sicht minderwertige Menschengruppen, eine gewaltige Atempause inmitten des Krieges erreicht hat. Während dieses Waffenstillstands wird sich die Hamas im Süden des Gazastreifens erholen und neu organisieren. Dazu kommt die Freilassung von 150 palästinensischen Frauen und Minderjährigen aus israelischen Gefängnissen, die alle Terroristen und keine Unschuldigen sind. Dazu die Einfuhr von Lebensmitteln, Medikamenten und als Höhepunkt – Treibstoff.

Sinwar bestand auf einem schrittweisen Deal, und das ist kein Zufall. Er wird die Zitrone namens Waffenstillstand mit allen Mitteln zu Limonade pressen. Sinwar wird irgendeine Ausrede für Israel finden, dass es sich nicht an den Waffenstillstand hält und dass es ihm deshalb freistehe, „sich auch nicht daranzuhalten“. Im zweiten Schritt wird er Israel vorwerfen, trotz der Vereinbarung eine Drohne aktiviert zu haben, um seinen Standort zu lokalisieren. Und im dritten Schritt wird er dafür sorgen, dass die ausländischen Medien während des Waffenstillstands in den Gazastreifen gelassen werden, um ihnen und der Weltöffentlichkeit die grausamsten Bilder von toten und schwer verletzten palästinensischen Kindern zu präsentieren. Sobald die Welt diese Bilder sieht, werden die westlichen Länder unglaublichen Druck auf Israel ausüben, den Krieg zu beenden. Das kann und darf sich die Regierung in Jerusalem nicht leisten, denn die Bevölkerung wird das nicht zulassen. Und wenn der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht stark genug ist, wird das zu Unruhen im Volk führen. Israel ist nicht nur in den Krieg gezogen, um die Geiseln zu befreien, sondern vor allem, um die Hamas zu vernichten.

Terroristen in Dschenin. Wird der Terror in Samaria und Judäa aufflammen? Foto: Nasser Ishtayeh/Flash90

Darüber hinaus glaubt Dr. Moshe Elad, dass Sinwar während des Waffenstillstands seine Hamas-Zellen in Judäa und Samaria anweisen wird, Terroranschläge in Israel und auch vom Libanon aus zu verüben, um Israel zu zwingen, seine strategischen Anstrengungen anderswo als im Gazastreifen zu konzentrieren. „Während des Waffenstillstands wird die Hamas starken Druck auf die Iraner ausüben, damit die Hisbollah und die Huthis Israel schikanieren.“

Sinwar glaubt, dass der Druck auf Israel erfolgreich sein wird und Israel deshalb seine Mission, die Hamas im südlichen Gazastreifen in Khan Yunis zu vernichten, abbrechen wird. Als Plan B wird er seine Festung in Khan Yunis, seinem Geburts- und Heimatort, für die nächste Phase des Krieges befestigen. Sollte sein Plan scheitern, wird er dort entweder durch eine Tonnenbombe oder durch Schüsse eines israelischen Soldaten getötet. Das ist das Versprechen, das die Regierung dem israelischen Volk gegeben hat, und das muss die Regierung halten.

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Patrick Callahan

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7 Kommentare zu “Yahya Sinwar wird Israel ausbeuten, …    ”

  1. j-glaesser sagt:

    (Yahya Sinwar … Monster …„Er verhörte Palästinenser mit falscher Sanftheit bei einer Tasse Kaffee, und sobald er das Verhör beendet und alles erfahren hatte, was er wissen wollte, tötete er den Verhörten mit einem Kopfschuss“, .. )
    Israel hatte 22 Jahre Zeit dieses arabische palästinensische Monster zu eliminieren und das jüdische Volk (und die ganze Welt) vor ihm zu beschützen.
    1. Samuel 15 Verse 32 und 33:
    Und Samuel sprach: Bringt Agag, den König von Amalek, zu mir! Und Agag ging hin zu ihm in Fesseln und sprach: Wahrlich, die Bitterkeit des Todes ist gewichen. Samuel aber sprach: Wie dein Schwert Frauen ihrer Kinder beraubt hat, so soll auch deine Mutter der Kinder beraubt sein unter den Frauen. Und Samuel hieb den Agag in Stücke vor dem HERRN in Gilgal.

  2. hanngre-lhz sagt:

    Es macht einem wirklich Not – Israel hätte diesen Deal nicht machen sollen!!
    ABer ich verstehe, die entführten Menschen sollen befreit werden, die Angehörigen usw. warten in Nöten … und dann diese blinden Regierungen der versch. Länder, die meinen sie wüssten was richtig ist, was getan werden muss. Es ist manchmal zum verzweifeln. Was können wir nur noch tun …; es sollten Tausende z. B. unsere Regierung anschreiben – an die Medienhäuser Infos, Artikel usw. senden. Aber wie gesagt, wenn einer es tut (ich tue es) das reicht nicht. Viele, viele sollten es tun! Wir wissen und glauben, dass Gott über allem steht und sein Volk und Land nie vergehen wird. Das hat der Gott Israel zugesagt. Aber ich befürchte, es wird erst noch viel schlimmes geschehen, so steht es im Wort, und daher sollten wir dahin beten ja, immer w ieder, aber auch etwas tun!! Danke für jeden der hier nicht locker lässt. Gott liebt sein Volk und wir auch!

  3. udin sagt:

    Es gibt keine richtige Entscheidung. Alle israelischen Beteiligten stecken in einer furchtbaren Klemme.

    Den Angehörigen der Geiseln muss klar sein, dass für die Freigelassenen viele israelische Soldaten sterben müssen, weil die Mörder jetzt Zeit haben, sich neu zu formieren.
    300 Terroristen für nur 50 Geiseln, das ist viel zu wenig. Sie werden vermutlich zuerst alle ausländischen Verschleppten loswerden wollen, um für bessere Presse zu sorgen. Andererseits ist jede Geisel in Freiheit ein Lichtblick, ein möglicher Ausgang wäre nämlich auch, dass alle Geiseln am Ende tot sind.

    Was auch immer sein wird, die Hamas muss restlos vernichtet werden.

  4. Roland Kunz sagt:

    Lieber Aviel
    Es ist zu befürchten, dass du Recht hast mit deiner Prognose. Das Gute – oder die Gutmütigkeit – hat gegen das Böse nie Bestand, wenn es nicht von Gott geschützt wird. Dieser „Deal“, bei dem Israel mit hoher Wahrscheinlichkeit über den Tisch gezogen wird, wird Israel weiter in Bedrängnis bringen. Vielleicht bringt das Israel soweit, dass das Volk vereint zu Gott schreit, denn die Rettung kommt nicht von den USA oder Deutschland, sondern allein vom jüdisch-christlichen Gott. Er will, dass Juden und Christen, vereint auf ihn bauen und ihn um übernatürliches Eingreifen bitten (Psalm, 18.3, Psalm 71.3).

    • Havershalom sagt:

      Teil 1
      @Roland Kunz
      „allein vom jüdisch-christlichen Gott“.
      Es gibt keinen christlichen G-TT Herr Kunz.
      Jeshua(G-TT) ist Jude, aber auf keinen Fall „christlich oder Christ“.

      Mit christlich und Christen wurden sog. Gläubige, ca. 30-40 Jahre nach Jeshuas Rückkehr in den Himmel bezeichnet. Der Apostel Paulus berichtete nach seiner Rückkehr von einer seiner Reisen davon.
      Der Anlass für diese Bezeichnung war wohl wegen Ihrer Untreue zu Adonai, der katastrophale Umgang untereinander, die vielseitige eigenmächtige Verdrehung des Wortes G-TTES und die grosse Untreue zu G-TT.

      • Havershalom sagt:

        Teil 2
        So war diese Bezeichnung wohl eher als Verspottung durch die Heiden, zu verstehen. Die Zustände waren wohl ähnlich wie in der heutigen Zeit in so mancher „Gemeinde“. Jeder kann machen und glauben was er will.
        Wir sollen aber doch so gesinnt sein wie Jeshua. Im hebräischen gibt es eine eindeutige Bezeichnung dafür. Talmidim: So seiende wie Jeshua. Seine Nachfolger und Jünger.
        Es lohnt sich danach zu streben. Dann ist es ein sehr schönes Leben in der Gemeinschaft mit dem HERRN.

        • Roland Kunz sagt:

          @ Havershalom
          Wenn wir uns auf den einzigen, wahren und allmächtigen Schöpfergott, der sich in Talmud, Bibel und darin insbesondere in den 10 Geboten offenbart und an den sowohl die Christen wie die Juden glauben, einigen können, dann ist die relevante Übereinstimmung gegeben.

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