Konflikt

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Nun liegt noch eine Operation hinter uns

Israel wusste mehr über das intime Leben der getöteten Terroristen, als ihre Frauen. Auch wo und wie lange sie beten.

Terroristen können sich nicht mehr verstecken, Israel trifft sie überall. Foto von Atia Mohammed/Flash90
Terroristen können sich nicht mehr verstecken, Israel trifft sie überall. Foto von Atia Mohammed/Flash90

Fünf Tage Krieg im Gazastreifen sind vorüber. Schild und Pfeil war aus israelischer Sicht eine gelungene Operation. Israels Außenministerium ist mit dem diplomatischen Aspekt der Operation Schild und Pfeil gegen die palästinensische Terrororganisation Islamischer Dschihad in Gaza zufrieden. Israels Außenminister Eli Cohen erklärte, dass „die breite Unterstützung, die Israel von der internationalen Gemeinschaft erhalten hat, das Ergebnis der mühsamen und diplomatischen Arbeit der Mitarbeiter des Außenministeriums in Israel und in der Welt ist. Die Welt versteht und unterstützt Israels Operationen gegen die Terrororganisation Islamischer Dschihad, die ein verlängerter Arm des iranischen Terrorregimes ist. Die Legitimität Israels, sich selbst zu verteidigen, blieb während der Operation erhalten und verbesserte sich sogar“. Cohen betonte in den Medien, dass in seinen Gesprächen mit Außenministern aus der ganzen Welt und mit ausländischen Botschaftern in Israel alle Israels Recht, seine Bürger zu verteidigen, unterstützen und verstehen.

Der israelische Außenminister Eli Cohen führte Israels Krieg auf diplomatischer Bühne. Foto von Avshalom Sassoni/FLASH90
Der israelische Außenminister Eli Cohen führte Israels Krieg auf diplomatischer Bühne. Foto von Avshalom Sassoni/FLASH90

Sechs hochrangige Terroristen des Islamischen Dschihad wurden eliminiert, drei davon am ersten Tag der Operation. Auf der Geheimdienstebene waren Israels Fähigkeiten diesmal ein Volltreffer und Israel wusste sogar mehr über die  eliminierten Top-Terroristen als ihre Ehepartner. In den letzten acht Monaten wurden gemeinsame Teams des militärischen Nachrichtendienstes, des Sicherheitsdienstes Shin Bet und der Luftwaffe gebildet, um die Terrorfiguren rund um die Uhr zu verfolgen. Die getöteten Top-Terroristen wurden monatelang von oben und unten beobachtet. Junge Leute im israelischen Geheimdienst und im Shin Bet kannten diese Top-Terroristen schon vor der Operation, von innen und außen. Vertraute Quelle in Jerusalem sagten in den Medien, dass Israel mehr über ihr intimes Leben wusste als ihre Frauen, auch wann und wo und wie lange sie in den Moscheen beten.

Zusätzlich verfügte Israels Sicherheitsapparat über weitere Fähigkeiten, die auf drei Ebenen immer besser wurden: Visuelle Intelligenz mit unbemannten Flugzeugen, menschliche Intelligenz mit Agenten innerhalb des Gazastreifens und Sigint-Intelligenz, also das Sammeln und Auswerten von Informationen auf Basis elektronischer Signale oder Funkwellen, das von Israels Sicherheitsdiensten genutzt wird. Dadurch konnte Israel bis auf die Höhe eines Zimmers in der Wohnung genau wissen, wo sich die Top-Terroristen befanden und dies zusätzlich zu Informationen darüber, wer bei ihnen war, was zur Entscheidung führte, ob die Wohnung bombardiert oder nicht bombardiert werden soll. In der ersten Nacht wurden drei Top-Terroristen der Islamischen Dschihad in ihren Wohnungen im Gazastreifen gezielt getötet und dabei sind vier Frauen, vier Kinder und zwei weitere Zivilisten ums Leben gekommen. In diesem Fall hat Israel die Entscheidung getroffen, alle drei zu selben Zeit zu töten. Wenn es sich um so genannte „Tickende Bomben“ handelt, dann muss das Sicherheitsgremium blitzschnell entscheiden, ob es die Ziele egal in welcher Situation bombardiert, auch wenn unschuldige Menschen in der Nähe sind. Dies ist übrigens juristisch zu verteidigen.

Die Terroristen schießen ihre Raketen aus bewohnten Gebieten ab. Foto von Atia Mohammed/Flash90
Die Terroristen schießen ihre Raketen aus bewohnten Gebieten ab. Foto von Atia Mohammed/Flash90

Die Terrororganisation Islamischer Dschihad benutzt Zivilisten als menschliche Schutzschilde, um ihre Hauptquartiere, Raketenwerfer und Militärposten vor gezielten Angriffen zu schützen. Sie lagern ihre gesamte Munition in Schulen und Privathäusern, da sie wissen, dass die IDF alles in ihrer Macht tun wird, um das Leben von palästinensischen Zivilisten zu schützen. Selbst wenn sie versuchen, israelische Zivilisten anzugreifen und zu töten, gefährden sie am Ende ihre eigenen Leute. Die IDF hingegen setzen den Iron Dome ein, um alle Zivilisten zu schützen.

Immer wieder sind die Raketen des Islamischen Dschihad nicht abgefeuert worden oder haben fehlgezündet, wodurch die eigene Zivilbevölkerung im Gazastreifen gefährdet wurde. Während der Operation Schild und Pfeil gingen etwa 20 % der vom Islamischen Dschihad abgefeuerten Raketen innerhalb des Gazastreifens nieder. 4 Zivilisten aus dem Gazastreifen wurden durch diese Raketen des Islamischen Dschihad getötet, darunter ein zehnjähriges Mädchen und zwei Teenager. Im Gegensatz dazu schützt die IDF ihre Bevölkerung mit Luftabwehrsystemen. Der Iron Dome fängt Raketen ab, die versuchen, unschuldige israelische Zivilisten zu töten. Sie hat eine unglaubliche und zuverlässige Erfolgsquote. Bei der jetzigen Operation Schild und Pfeil lag die Erfolgsquote der Eisenkuppel bei über 90 %, wodurch Tausende von Menschenleben gerettet wurden.

Das Raketenabwehrsystem Iron Dome feuert am 13. Mai 2023 von Aschkelon aus Abfangraketen auf Raketen, die aus dem Gazastreifen nach Israel abgefeuert werden. Foto von Yossi Aloni/Flash90
Das Raketenabwehrsystem Iron Dome feuert am 13. Mai 2023 von Aschkelon aus Abfangraketen auf Raketen, die aus dem Gazastreifen nach Israel abgefeuert werden. Foto von Yossi Aloni/Flash90

Der Islamische Dschihad im Gazastreifen wurde heftig geschlagen und Israel hat mit dieser Operation in bestimmter Weise seine Abschreckung ein wenig zurückgewonnen. Die gezielten Tötungen haben ihren Effekt auf die terroristische Gemeinschaft und diese muss Israel dringend bewahren. Die Terroristen müssen verstehen, dass jeder ein Ziel ist, der Israel angreift. Aus diesem und anderen Gründen haben sich diesmal die Hamas und die Hisbollah aus der Eskalation rausgehalten. Israel hat beiden Terrororganisationen erklärt, dass wenn sie angreifen, ihre Führer zur Zielscheibe werden. Vor wenigen Wochen, als Israel mit Luftangriffen auf den Raketenbeschuss aus dem Libanon reagierte machte sich Hisbollahchef Hassan Nasrallah über Israels Angriffe öffentlich lustig. „Israel Kampfjets haben leere Felder im Libanon bombardiert, nicht mehr“, so Nasrallah. Aber Tatsache war, dass israelische Bomben auf das Dach seines Bunkers mit Warnraketen geklopft hatten. Das hat Nasrallah so eingeschüchtert, dass er diesmal mit keiner Rakete reagierte, obwohl seine islamischen Kameraden im Gazastreifen hilflos waren. Auch das Hamasregime hat dem Islamischen Dschihad nicht mit Raketenbeschuss auf Israel beigestanden. Was für eine Enttäuschung für den Islamischen Dschihad und was für ein Erfolg für Israel. Bis zur nächsten Runde.

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Nun liegt noch eine Operation hinter uns”

  1. Serubabel Zadok sagt:

    Das israelische Militär hat gute Arbeit während des Krieges geleistet.

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