Jüdische Bewegung will Pessach-Lamm auf dem Tempelberg opfern

Angesichts des neu entfachten palästinensischen Terrorismus ruft eine jüdische Gruppe dazu auf, das biblische Opfer wieder einzuführen

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Tempelberg, Pessach
Seit Jahren stellen orthodoxe Juden das Pessachopfer auf den Hügeln um Jerusalem nach. In diesem Jahr hoffen sie, die Zeremonie auf den Tempelberg selbst zurückzubringen. Foto: Nati Shohat/Flash90

Israel wird angegriffen! Die Terroristen kommen aus ihren Verstecken und ermorden Juden in ganz Israel! Wir können nicht länger warten!

Jetzt müssen wir das Pessach-Lamm auf dem Tempelberg opfern, wo das Allerheiligste immer noch steht, um dem Terror ein Ende zu setzen und Frieden mit dem Allerhöchsten G-tt zu schließen!

 

Ein religiöser Aufruf, der in Israel die Runde macht.

So lautet ein aktueller Aufruf der jüdischen Bewegung “Zurück zum Tempelberg”, der sich derzeit im ganzen Land verbreitet. Gefordert wird die Opferung eines Pessach-Lammes am Pessach-Abend, d.h. am Freitagabend, dem 15. April, zu Beginn des Schabbats, und zwar direkt auf dem Tempelberg.

Mitglieder dieser Bewegung bitten die Juden, alles erdenklich Mögliche zu tun, um das Pessach-Opfer auf dem jüdischen Tempelberg an der Stelle zu bringen, an der sich vor 2000 Jahren das Allerheiligste befand. Dies sei laut der Gruppe der einzige Weg, um Gottes Gunst und Schutz für das jüdische Volk vor der Plage des Terrors zu erlangen, von der Israel aktuell betroffen ist, genau wie damals, als Gott am ersten Pessach-Abend an den Kindern Israels in Ägypten “vorbeiging”.

Aber ein Opfer auf dem Tempelberg zu bringen, wird nicht einfach sein. Für einen Juden ist es schon nicht einfach, überhaupt auf den Tempelberg zu gelangen, schon gar nicht in den Tagen, in denen die Muslime in diesem Jahr ihre heiligen Tage des Ramadan feiern. Wie verhält es sich da erst, wenn ein Jude auf den Tempelberg geht und dort ein lebendes Lamm opfert, genau an den Tagen, an denen der Ramadan und das jüdische Pessachfest zusammenfallen? Das allein wäre schon ein Wunder (und vielleicht ein Zeichen für den kommenden Messias?).

Wie dem auch sei, die Organisatoren sind sich der Risiken bewusst, die mit solch einem Opfer verbunden sind. Daher bieten sie denjenigen, die es versuchen wollen, finanzielle Anreize.

  • Wer allein für den Versuch verhaftet wird, erhält eine Entschädigung von 400 NIS (110 €).
  • Wer mit einem Lamm verhaftet wird, erhält eine Entschädigung von 800 NIS (220 €).
  • Wem es gelingt, ein Pessachopfer auf dem Tempelplatz darzubringen, erhält eine Belohnung von 10.000 NIS ( 2.850 €).

Da es fast unmöglich ist, an irgendeinem Tag ein Lamm durch einen der Sicherheitseingänge auf den Platz an der Klagemauer zu schmuggeln, geschweige denn, dass ein Jude während des Ramadan ein Lamm auf den streng bewachten Tempelberg bringen kann, ist der Preis für die dritte Option viel höher.

Die palästinensischen Medien haben vor der Opferung eines Pessach-Lammes auf dem Tempelberg gewarnt und dieses Plakat in arabischer Sprache erstellt.

Arabisches Plakat, das davor warnt, dass Juden versuchen werden, ein Pessach-Land auf dem Tempelberg zu opfern.

Natürlich warnen die Hamas und der Islamische Dschihad davor, dass Juden planen, “die Al-Aqsa-Moschee am 15. April zu stürmen”.

Es gibt also viele Anzeichen für Probleme, wenn Pessach, Ramadan, die jüngsten Terroranschläge im ganzen Land und die aggressive Jagd der israelischen Sicherheitskräfte auf feindliche Militante in arabischen und palästinensischen Städten zusammenkommen. Der Ramadan ist in Israel immer eine schwierige Zeit, aber in diesem Jahr kollidiert er mit dem Pessachfest und den blutigen Terroranschlägen, die jeder in Erinnerung hat, und es sieht so aus, als ob sich am Horizont ein Sturm der Gefahr für die jüdischen Feiertage zusammenbraut.

Möge der Herr das Volk Israel in den kommenden Tagen behüten und beschützen.

Schreibe einen Kommentar

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox