Steht Israel kurz davor, die iranischen Atomanlagen anzugreifen? Es sieht ganz danach aus.
Der jüdische Staat bereitet sich seit Jahren auf einen solchen Fall vor, und nun scheint die Zeit gekommen zu sein.
Was ist passiert?
Der Leiter der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Raphael Grossi, traf sich am Samstag mit iranischen Vertretern und gab anschließend eine Erklärung ab, es sei „illegal“, einen Angriff auf eine Nuklearanlage zu verüben. Grossi hatte zuvor gewarnt, der Iran stehe kurz vor dem Einstieg in die Atomenergie.
Premierminister Benjamin Netanjahu antwortete, Grossi habe eine „unwürdige“ Behauptung aufgestellt, und deutete an, der IAEO-Chef sei vielleicht von seinen iranischen Gastgebern zu dieser Aussage gedrängt worden.
- Der Zeitpunkt des Besuchs von Grossi, seine offensichtliche Kehrtwende und die Dringlichkeit seiner Worte ließen darauf schließen, dass etwas im Gange ist.
Unterdessen befinden sich die beiden höchsten amerikanischen Militärs – der Vorsitzende des Generalstabs und der Verteidigungsminister – zu einem außerplanmäßigen Besuch in Israel. General Mark Milley traf am vergangenen Freitag mit dem israelischen Generalstabschef und dem Verteidigungsminister zusammen, und Verteidigungsminister Lloyd Austin wird im Laufe dieser Woche das Gleiche tun.
- Ron Ben-Yishai, Militäranalyst der größten israelischen Tageszeitung Yediot Ahronot, sagte, seine Quellen im Verteidigungsministerium hätten enthüllt, die Amerikaner seien besorgt, Israel wolle einen Überraschungsangriff auf den Iran starten, ohne sich vorher mit Washington abzustimmen.
Warum gerade jetzt?
Wie bereits erwähnt, hat sich Israel seit Jahren darauf vorbereitet und seit langem betont, dass eine glaubwürdige militärische Drohung der Schlüssel zur Eindämmung der iranischen Nuklearambitionen sei.
Was geschieht also jetzt, dass es an der Zeit wäre, diese Drohung wahr zu machen?
Da ist zum einen das Offensichtliche:
- US-Beamte reagierten auf einen kürzlich veröffentlichten Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit der Warnung, der Iran könnte in etwa zwei Wochen über genügend spaltbares Material für eine Atombombe verfügen, mit anderen Worten: Der Iran ist dabei, ein nuklearer Schwellenstaat zu werden, und es heißt jetzt oder nie.
- Irans neugewonnene Nähe zu Russland als Folge des Ukraine-Krieges bedeutet, dass Israel bald seine Handlungsfreiheit gegen iranische Streitkräfte im russisch kontrollierten Syrien verlieren könnte. Ein nuklear bewaffneter Iran mit einer unkontrollierten militärischen Stellung in Syrien ist eine existenzielle Bedrohung, die Israel nicht akzeptieren kann.
Hinzu kommt die diplomatische Chance, die sich unter den gegenwärtigen Umständen bietet.
Die westlichen Mächte sind heute gegen das „böse“ Regime von Wladimir Putin eingestellt. Die Tatsache, dass Teheran Putin in seinem Krieg gegen die Ukraine unterstützt, macht es für Israel leichter denn je, den Westen davon zu überzeugen, dass auch der Iran ein gemeinsamer Feind ist, der gestoppt werden muss.
Und dann ist da noch die Heimatfront.
Einige vermuten, dass Netanjahu den Iran angreifen will, um die Aufmerksamkeit von der innenpolitischen Opposition gegen seine Justizreform abzulenken. Das ist eine Taktik, die auch von anderen Politikern im Nahen Osten angewandt wird, aber es ist unwahrscheinlich, dass dies Bibis Ansatz ist.
Dennoch ist es unbestreitbar, dass Zeiten großer Konflikte in der Vergangenheit der sonst so gespaltenen israelischen Gesellschaft Einigkeit gebracht haben.





Der Präventivschlag Israels gegen Ägypten in 1967 war gerechtfertigt, ohne Zweifel, weil eine unmittelbare Bedrohung durch das Nachbarland bevorstand.
Praktisch die gesamte ägyptische Luftwaffe stand startbereit auf den Flugfeldern.
Doch wie ist das heute?
Ist der Iran außer dem üblichen Hundsgebelle der Vernichtung Israels wirklich daran interessiert, eine Situation herbeizuführen, die verheerend wäre für die gesamte Region und die Welt?
Reicht es nicht, dass der Homo sapiens, besser, der Homo rapax nicht davon lassen kann, immer neue Kriege anzufangen?
Der Iran ist nicht euer Nachbar, ihr Kinder Israels!
Sollten sie es dennoch wagen, dann handelt gemäß dem glorreichen Schlag von 1967. Die Möglichkeiten dazu habt ihr.
Willi Weglehner
Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller VS (in ver.di)
Member of German Writers´ Association
Buchenweg 4
D-91177 Thalmaessing
Tel. / Fax.: (0 9173) 6 52
Deutschland
Der Iran muss aus Sicherheitsgründen angegriffen und sein Atomprogramm gestoppt werden.
Israelis hört nicht auf Schriftsteller. Die formulieren elegant, haben aber keine Ahnung der Folgen eines iranischen Atombombensystems. Die Verbrecher im Iran müssen beseitigt werden. Anders gibt es keinen Frieden.