Vier Argumente für den Zionismus

Das jüdische Volk hat historische, religiöse, rechtliche und moralische Rechte auf einen eigenen Staat.

von Uri Pilichowski | | Themen: zionismus
Israel Zionismus
Tanzende Juden mit israelischen Flaggen, während der Feierlichkeiten zum Jerusalem-Tag am 18. Mai 2023 an der Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Die Grundlage des Zionismus besteht darin, dass das jüdische Volk ein einzigartiges Recht auf das Land Israel hat. Ohne diese Grundlage ist der Zionismus nicht zu rechtfertigen.

Jahrtausende der Geschichte stützen dieses Fundament. Seit ihren Anfängen als Volk haben die Juden geglaubt, dass das Land Israel ihre ewige Heimat ist. Nur wenige andere Völker der Welt können einen so weitreichenden und uralten Anspruch erheben.

Siehe auch: Der Kampf um die Bedeutung des Zionismus

Israels Feinde und Antizionisten im Allgemeinen leugnen das jüdische Recht auf das Land Israel. Sie behaupten, das jüdische Volk sei nur eines von vielen Eroberern des Landes. Sie sind außerdem der Meinung, dass die Juden, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert massenhaft auswanderten, Kolonisatoren waren, die keine Verbindung zu dem Land hatten, geschweige denn ein Recht auf einen eigenen Staat. Antizionisten halten den Zionismus und den von ihm gegründeten Staat bestenfalls für einen ungerechten und unmoralischen Fehler. Diese Behauptungen sind grundlegend fehlerhaft.

Erstens scheint die Welt heute sehr widersprüchliche Vorstellungen darüber zu haben, wer einen Staat haben sollte und wer nicht. Es gibt Völker wie die Kurden, denen trotz ihrer uralten Geschichte in den von ihnen bewohnten Gebieten ein Staat verwehrt wird. Es gibt andere Völker, die einen Staat haben, ohne dass es dafür eine tragfähige Rechtfertigung gibt. Selbst als stolzer Amerikaner finde ich es schwierig, die Herrschaft der amerikanischen Regierung über die amerikanischen Ureinwohner zu rechtfertigen. In dieser Frage scheint es keine klaren Normen zu geben. Der entscheidende Faktor ist leider die Macht.

Der Anspruch des jüdischen Volkes auf das Land Israel ist eine Ausnahme von dieser Regel. Er gründet sich nicht auf Macht, sondern auf viele andere Dinge.

Viele spotten über die Religion als Grundlage für nationale Ansprüche. Aber in vielen Fällen, wie etwa in Pakistan, ist dies ein Faktor. Im Falle Israels trifft das sicherlich zu. Die frühen Zionisten waren größtenteils säkular, aber ihr Anspruch auf das Land Israel gründete sich auf die Geschichte des jüdischen Volkes in diesem Land. Diese Geschichte selbst basiert auf dem biblischen Bericht, in dem Gott Abraham und seinen Nachkommen sagt, dass das Land Israel ihre göttlich sanktionierte Heimat ist. Thora-gläubige Juden und bibeltreue Heiden behaupten alle, dass Gott dem jüdischen Volk das Land Israel gegeben und ihm befohlen hat, dort zu leben. Selbst Präsidenten und Premierminister haben dem oft zugestimmt. „Ihr sollt das Land in Besitz nehmen und euch darin niederlassen; denn ich habe euch das Land zum Besitz zugewiesen“ (4.Mose 33:53) ist heute noch genauso aktuell wie vor 3.000 Jahren.

Israel ist voll von archäologischen Funden, die die lange Geschichte des jüdischen Volkes in diesem Land belegen. Am bekanntesten ist die Davidstadt in Jerusalem, wo Straßen, Häuser und Münzen entdeckt worden sind, die Juden vor Tausenden von Jahren in ganz Israel benutzt haben. Diese Geschichte ist übrigens nicht nur Tausende von Jahren alt. Seit der Antike gibt es eine kontinuierliche jüdische Präsenz im Land Israel, mal in größerem, mal in kleinerem Umfang. Als die Juden in den späten 1800er Jahren in dieses Land Israel kamen, waren sie keine Fremden in einem fremden Land. Sie kehrten in ein Land zurück, in dem bereits jüdische Mitbürger lebten. Kein Volk außer den Juden hat jemals einen unabhängigen Staat im Land Israel gegründet.

Die Existenz Israels ist auch im Völkerrecht verankert. Am Ende des Ersten Weltkriegs teilten die Weltmächte die ehemaligen kaiserlichen Besitztümer des besiegten Osmanischen Reiches auf. Den Briten wurde das Mandat für das damalige Palästina erteilt. Das Mandat verpflichtete die Briten zur Umsetzung ihrer eigenen Balfour-Erklärung, die eine nationale Heimstätte für das jüdische Volk vorsah. Die Vereinten Nationen legten dasselbe fest, als sie 1947 einen Teilungsplan für das damalige Palästina genehmigten. Es liegt auf der Hand, dass sich die internationale Gemeinschaft seit langem für die Existenz eines jüdischen Staates einsetzt.

Es gibt auch ein moralisches Argument. Zur Veranschaulichung: Als sich der Holocaust abzuzeichnen begann, wandte sich das jüdische Volk an die Welt, um Zuflucht zu finden. Auf einer Konferenz in Evian, Frankreich, im Jahr 1938 sprachen Delegierte aus 32 Ländern einmütig von der Notwendigkeit, den europäischen Juden Zuflucht zu gewähren – und taten dann nichts. Für die Juden war die Botschaft klar: Die Welt würde ihnen nicht helfen. Nur ein unabhängiger jüdischer Staat konnte dies tun. Die Welt hatte das jüdische Volk im Stich gelassen und war daher moralisch verpflichtet, der Gründung einer jüdischen Nation zuzustimmen, die das Volk beschützen würde.

Es gibt also vier starke Argumente für den Zionismus und die Existenz Israels: Historische, religiöse, rechtliche und moralische. Moralische und gerechte Menschen müssen diese Argumente akzeptieren und für das Recht des jüdischen Volkes auf seine eigene Nation eintreten.

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