Als der israelische Fernsehkanal 13 neben dem Logo rechtsoben am Bildschirm die blauweiße Israelfahne anhängte, wurde der Kanal beschimpft eine Seite im innenpolitischen Konflikt zu nehmen. Die Seite der israelischen Protestler in den letzten elf Wochen, die gegen die umstrittenen Rechtsreformen der nationalreligiösen Regierungskoalition demonstrieren.

Was in den wöchentlichen Protesten jedes Mal in die Augen stößt, sind die vielen Israelfahnen in den Händen der Demonstranten. Überall im Land protestieren Menschen gegen die Absichten der Regierung, die aus ihrer Sicht einen Rechtsputsch machen will. Ihr Kennzeichen sind die blauweißen Israelfahnen. Jeder Israeli hat seinen Anspruch auf Israel, jeder beansprucht sein Israel, seine Israelfahne. Dies hat die rechten Wähler im Land wahrscheinlich überrascht. Normalerweise ist das Land während des jährlichen Unabhängigkeitstages im Mai mit Israelfahnen beschmückt oder am folgenden Jerusalemtag, an dem Israel die Wiedervereinigung Jerusalems feiert. Am Jerusalemtag sind in den letzten Jahren nationalreligiöse Juden mit den Israelfahnen durch die Jerusalemer Altstadt gezogen.

Das jetzt die blauweiße Israelfahne im Protest gegen eine nationalreligiöse Regierungskoalition verwendet wird, ist für rechte und religiöse Wähler neu. Aus diesem Grund haben sich die rechten Kritiker wahrscheinlich versprochen, als diese in den sozialen Netzwerken den Fernsehkanal 13 dafür kritisierten, die Israelfahne neben dem Logo verwendet zu haben. Was, gehört die Israelfahne nur den rechten und religiösen Juden im Land? Genauso, wie Gott nur den religiösen und orthodoxen Juden gehört? In Jerusalem war ich Zeuge, wie rechte Wähler sich mit den Protestlern angelegt haben, nur weil diese in ihrer Demo gegen Bibi und seine Rechtsreformen die israelische Fahne benutzt haben. „Wer gegen den Staat Israel ist, darf die Israelfahne nicht für antiisraelische Zwecke benutzen“, schrie er dem Protestler zu. Und das führte natürlich zu einer heißen Debatte.

Die Israelfahne ist ein Symbol des Volkes und jeder, der sich mit dem Volk Israel verbunden fühlt, hisst die Fahne und dazu hat er das volle Recht, egal ob rechts oder links, Jude oder Araber, säkular und religiös. Es stimmt, in den jüngsten Protesten mischen sich zwischen den blauweißen Israelflaggen auch die bunten Gayfahnen hinein. Ob es uns gefällt oder nicht, auch sie sind ein Teil des Volkes Israel. Auf der anderen Seite, wenn nationalreligiöse Juden demonstrieren oder den Jerusalemtag in Jerusalem feiern, mischen sich auch andere Fahnen dazwischen, wie zum Beispiel die gelbe Fahne „Kahana Lebt“. In den Augen liberaler Israelis war Kahane der Vorkämpfer eines jüdischen Rassismus. Auch diese Juden sind ein Teil des Volkes Israels, unter anderem war der jetzige Minister für nationale Sicherheit Itamar Ben Gvir ein Bewunderer von Rabbi Meir Kahana.

Ich habe in den letzten Wochen noch niemals so viele Israelfahnen im Land gesehen. Auch wenn die Protestler laut den Regierungssprechern Linksradikale sind, Anachristen, Terroristen und alles Mögliche, so haben die Demonstranten das volle Recht die blauweiße Israelfahne für ihren Zweck zu verwenden. Die Israelfahne gehört uns allen, sowie Gott uns allen gehört. Keiner hat das Monopol auf die Fahne und Gott. „Bibi hat die Kontrolle verloren und rast in den Abgrund. Ich traue ihm nicht“, dies sagte der ehemalige Chef des israelischen Sicherheitsdienstes Schin Bet, Nadav Argaman, der fünf Jahre unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu diente. In seinem ersten und einzigen Interview erkündet er: „Wenn die Demonstranten Anarchisten genannt werden, dann bin ich ein stolzer Anarchist.“

Israels Oberrabbiner Itzchak Yosef verwies am Wochenende in seiner wöchentlichen Predigt auf die Reform des Justizsystems und forderte einen dringenden Dialog im Volk auf. „Ein Bruderkrieg muss unbedingt verhindert werden, aber es muss ihnen (damit meint er die Richter im obersten Gerichtshof) auch erklärt werden, dass sie sich nicht in religiöse Angelegenheiten einmischen sollten. „Der Oberste Gerichtshof muss seinen Platz kennen und darf sich nicht über unseren religiösen Gerichtshof stellen.“ Auch der Oberrabbiner versteht die Gefahr eines Bürgerkrieges im Volk, natürlich aus seiner Sicht.

In Haifa warnte der ehemalige General Uri Sagi in seiner Rede vor den Demonstranten Benjamin Netanjahu: „Bibi, wach auf! Du bist der Esel des Messias. Du wirst von den Messianern und Rassisten benutzt, um den Staat Israel in einen undemokratischen und rassistischen halachischen Staat zu verwandeln. Bibi, so baut man keine Einheit im Volk Israel.“ Zudem erinnerte er Bibi daran, dass er nur 20 Meter von seinem Bruder Joni in Entebbe war, als Joni gefallen ist. „Wir alle waren Dutzende Krieger, nach deinen Worten Anarchisten und Terroristen, die alle zur Hölle gingen, aber wir waren bereit unser Leben zu opfern, um 103 israelische Geiseln zu retten. Bibi, diese Krieger kehren dir heute den Rücken.“

Bisher war die sogenannte stumme Mehrheit im Volk immer passiv, dies sich kaum zu Protesten bewegen ließ. Aber diesmal explodierte die stumme Mehrheit im Volk und dies passiert aus dem einfachen Grund, sie spürt in ihrem Inneren, das die Rechtsreformen keine Reformen sind, sondern ein Staatsstreich. Egal ob das stimmt oder nicht, das ist was sie fühlen. Sie machen alles um ihr Israel zu schützen und das zeigen sie mit den blauweißen Israelfahnen, Woche für Woche.





Die Israelfahne gehört uns allen, sowie Gott uns allen gehört.
Nur ein Tipp: Gott gehört euch nicht!
Die gelbe Fahne ist sehr schön und Gott freut sich sicher nicht über die Gasbewegung. Die linksgerichteten Antizionisten wird Gott sowieso bald aus dem Land entfernen. Der sogenannte Davidstern ist ein Hexagramm und entstammt aus dem Okkultismus, so wie ich gehört habe. Für die Zionisten empfehle ich die Flagge mit einem Ölbaum und dem Tempel als Aufdruck darauf. Die linksgerichteten Antizionisten können ja das Hexagramm mit durchgestrichener blau-weißen Israelflagge, als ihr Erkennungszeichen für ihr Vorhaben und Plan, nämlich den Untergang Israels und die Verwandlung des Landes in ein zweites Sodom und Gomorrha, verwenden. Das wäre wenigstens ehrlich, bezüglich ihres Vorhabens mit Israel, nämlich der immer weiteren Entfernung von Gott und seinen ursprünglichen Plänen mit seinem Volk.