Christentum ist Heilmittel für die „böse EU“, sagt Yair Netanjahu

Ein Jude, der das Christentum als Heilmittel für die Übel der Welt propagiert? Ja, tatsächlich.

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Benjamin Netanjahu
Foto: Flash90

Yair, der älteste Sohn von Premierminister Benjamin Netanjahu, sagte diese Woche, er freue sich auf den Tag, an dem Europa wieder frei, demokratisch und christlich sei!

Auslöser für diese Aussage war die Unterstützung der Europäischen Union für eine Gedenkveranstaltung für getötete Palästinenser, die viele als Gleichsetzung israelischer Militäroperationen mit palästinensischem Terrorismus sehen. Diese Gedenkveranstaltung wird jährlich ausgerechnet am israelischen Gedenktag für gefallene Soldaten abgehalten.

Schämt euch, ausgerechnet an einem der heiligsten Tage im israelischen Kalender finanziert ihr solch eine Schande! Wir haben einen Tag im Jahr, an dem wir unserer gefallenen Soldaten gedenken wollen! Und ihr zerstört ihn mit einem ‚Denkmal‘ für palästinensische Terroristen, twitterte Yair in Bezug auf die jährliche Zeremonie, die von Combatants for Peace durchgeführt wird. Die EU sei nicht nur als Feind Israels, sondern aller Christen zu bezeichnen, so Yair.

Vertreter der Europäischen Union in Israel hatten zuvor ihre Teilnahme an der umstrittenen Veranstaltung zum Gedenktag angekündigt, die in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Beschränkungen online stattfand. Später betonten sie jedoch, dass es keine EU-Finanzierung für die Zeremonie gebe.

An der Veranstaltung von Combatants for Peace nehmen jedes Jahr sowohl linksgerichtete israelische Juden als auch palästinensische Araber teil, die im anhaltenden Konflikt Angehörige verloren haben. Sie führt Jahr für Jahr zu Kontroversen, da die meisten Israelis es geschmacklos finden, am Gedenktag für gefallene israelische Soldaten an die Palästinenser zu gedenken, die beim Versuch Juden zu ermorden, ums Leben kamen.

Im vergangenen Jahr versuchte Premierminister Netanjahu, der Veranstaltung einen Riegel vorzuschieben, indem er den palästinensisch-arabischen Teilnehmern die Einreiseerlaubnis verweigerte, doch der Oberste Gerichtshof Israels kassierte die Entscheidung wieder.

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