(TPS) Die Familie von Muhammad al-Jabari, der im vergangenen Jahr bei einem Terroranschlag einen Israeli getötet hatte, teilte dem Pressedienst Tazpit mit, dass das beabsichtigte Ziel möglicherweise Itamar Ben-Gvir, der derzeitige israelische Minister für nationale Sicherheit, gewesen sei.
Jabari eröffnete am 29. Oktober 2022 das Feuer auf Israelis vor einem palästinensischen Lebensmittelladen am Ortseingang von Kiryat Arba, in der Nähe des Viertels, in dem Ben-Gvir lebt.
Ronen Hanina, ein 50-jähriger Israeli, der in dem Geschäft einkaufte, wurde getötet. Drei Israelis und ein Palästinenser wurden bei dem Anschlag verletzt. Ein Sicherheitsbeamter rammte Jabari mit seinem Auto, während ein Soldat den Terroristen erschoss.
Quellen in der Familie des Terroristen erklärten gegenüber TPS, dass Jabari – ein Hamas-Mitglied, das als Lehrer für islamische Erziehung in Hebron arbeitete – ein Krebspatient war, der an schweren Lähmungen in seinen Beinen litt und mit dem Anschlag auf Ben-Gvir sterben wollte. Sie sagten, es sei möglich, dass Jabari dachte, Ben-Gvir sei zu Hause, nachdem er ein Fahrzeug gesehen hatte, von dem er irrtümlich annahm, es gehöre ihm.
Ben-Gvir twitterte am Abend zunächst, sein Haus sei angegriffen worden. Später gab er an, seine Frau und seine fünf Kinder seien zum Zeitpunkt des Anschlags zu Hause gewesen, er selbst jedoch nicht. Die israelischen Sicherheitsbehörden erklärten, Ben-Gvirs Haus sei nicht Ziel des Anschlags gewesen.
Als Reaktion auf den Mordversuch gegen Ben-Gvir verstärkte die Knesset im Oktober seine persönliche Sicherheit. Unter anderem wurde Ben-Gvir ein kugelsicheres Auto zur Verfügung gestellt und eine Wache vor seinem Haus stationiert.
Ben-Gvir ist ein Blitzableiter für palästinensische Kritik. Er unterstützt jüdische Besuche auf dem Tempelberg und hat ein Büro im Ostjerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah eingerichtet. Bei einem Zwischenfall im Jahr 2021 zog Ben-Gvir während eines Streits mit einem arabischen Wachmann in einem Parkhaus in Tel Aviv eine Waffe.
Als Jugendlicher engagierte er sich in der rechtsextremen Partei Kach, die von dem amerikanisch-israelischen Rabbiner Meir Kahane gegründet und später von Israel 1994 verboten wurde. Die von ihm geführte Partei Otzma Yehudit gilt als ideologische Nachfolgerin der Kahane-Bewegung.





Ben-Gvir spricht doch genau die Sprache, die Araber/„Palästinenser“ verstehen – Kommunikation ist wichtig, auch non verbale!