Die in Großbritannien bekannte und einflussreiche Wohltätigkeitsorganisation English Heritage, die sich unter anderem um offizielle Denkmäler und archäologischen Stätten in England kümmert, hat behauptet, dass Ostern vom Ursprung her nicht christlich sei. Diese Behauptung wurde nun von einer führenden Autorität auf diesem Gebiet widerlegt.
Rev Aaron Eime, Generaldirektor des Church’s Ministry among Jewish People (CMJ) in Großbritannien, sagte: „Mythen über Ostern sind im Internet weit verbreitet, und ich werde ständig von vielen wohlmeinenden gläubigen Christen bombardiert, die mich über das Wesen von Ostern und seine angeblichen heidnischen Wurzeln befragen.“
English Heritage vertritt die Ansicht, dass Ostern seinen Ursprung in einem heidnischen Fest zur Feier des Frühlingsbeginns habe.
In einer Broschüre, die an mehreren ihrer Standorte im Rahmen einer „Abenteuer-Schnitzeljagd“ für Kinder zur Suche nach versteckten Eiern verteilt wurde, heißt es, das Wort stamme von der Göttin Eostre.
Rev. Eime, ein Hebraist, der seit 26 Jahren in Israel lebt, widerspricht jedoch: „Das ist einfach nicht wahr, sondern ist im Wesentlichen durch Wiederholung zur ‚Wahrheit‘ geworden.“
Er rät der Öffentlichkeit, die Quellen zu überprüfen und nicht Wikipedia zu glauben, und fügt hinzu: “Die gängigen Behauptungen beruhen auf dem Irrglauben, dass Ostern nach einer heidnischen Fruchtbarkeitsgöttin benannt ist. Die gängigen Prototypen sind Ishtar aus dem babylonischen Pantheon oder die germanische Frühlingsgöttin Eostre.
„Ishtar ist zwar eine Fruchtbarkeitsgöttin des babylonischen und assyrischen Pantheons. Doch die christliche Gemeinschaft im Osten – also die orthodoxe Kirche, die bis ins erste Jahrhundert zurückreicht – verwendet für Ostern das Wort Pascha, die aramäische Version des hebräischen Wortes Pesach (Passah).
„Das bedeutet, dass die Christen, die in dem Land leben, aus dem die heidnische Göttin Ishtar stammt, das Fest gar nicht nach ihr benennen, sondern nach seinen jüdischen Wurzeln.
„Im Westen stammt die erste schriftliche Erwähnung der Frühlingsgöttin Eostre aus dem 8. Jahrhundert. Und die Kirchenväter schrieben schon lange zuvor über Pascha (Ostern).
Im zweiten Jahrhundert schrieb Melito von Sardes, ein jüdischer Gläubiger und Bischof, eine Verteidigung von Pascha, in der er dafür plädierte, dass das Datum auf den 14. Nisan, also auf das Passahfest, festgelegt werden sollte. Nisan ist übrigens der jüdische Monat, in den das Passahfest fällt, und er ist tatsächlich nach einem babylonischen Gott benannt!
„Interessanterweise ist der Großteil des heutigen jüdischen Kalenders nach babylonischen Göttern benannt, und die Rabbiner scheinen daran überhaupt nichts auszusetzen zu haben. Vielleicht sollten wir in dieser Hinsicht etwas von ihnen lernen.“
Rev. Eime fährt fort: „Ostern wird nur in zwei Sprachen Ostern genannt – im Englischen und im Deutschen. Die meisten anderen Sprachen bezeichnen diese Zeit als Pascha oder Passah. Im Französischen sagt man beispielsweise Paques, im Niederländischen Pasen und im Indonesischen Paskah. Selbst im Lateinischen wird Ostern Pascha genannt. Das ist richtig, die katholische Kirche benennt diese Zeit nach dem ursprünglichen hebräischen und aramäischen Namen.
„In weiten Teilen des Westens wurde die Passahzeit jedoch als Ostern bekannt. Aber die Tradition, acht Tage lang das Leben des Messias und sein Leiden zu feiern, wurde uns von den frühen jüdischen Gläubigen an Jesus überliefert und hatte nichts mit einem heidnischen Gott zu tun.
Ohne Passah hat Ostern absolut keinen Sinn. Ohne den Tod des Messias kann es keine Auferstehung geben, und ohne Auferstehung gibt es kein Evangelium, das sich in einem kurzen Satz zusammenfassen lässt: ‘Der Messias ist von den Toten auferstanden’. Und das ist in der Tat eine sehr gute Nachricht!“
Er fügte hinzu: „Als Christen sollten wir Ostern so laut wie möglich verkünden und gleichzeitig die Kirche herausfordern, dass es sich eigentlich um Passah handelt!“
Charles Gardner ist Autor von „Israel the Chosen“ (Israel, das auserwählte Volk), erhältlich bei Amazon; „Peace in Jerusalem“ (Frieden in Jerusalem), erhältlich bei olivepresspublisher.com; „To the Jew First“ (Zuerst den Juden), „A Nation Reborn“ (Eine wiedergeborene Nation) und „King of the Jews“ (König der Juden), alle erhältlich bei Christian Publications International.




