Der Krieg im Gazastreifen hat nicht nur politische, sondern auch tiefgreifende kulturelle und theologische Auswirkungen. Besonders in den westlichen Gesellschaften ist eine besorgniserregende Zunahme von Antisemitismus zu beobachten – vielfach maskiert als legitime Kritik am Staat Israel. Auf Demonstrationen tauchen Parolen auf, die offen zur Zerstörung Israels aufrufen und dabei Motive und Symbole der christlichen Tradition benutzen. Dabei werden Juden (insbesondere Israelis) als solche dargestellt, die einen modernen Jesus kreuzigen – den Palästinenser. Besonders irreführend und emotionalisierend ist die Gleichsetzung des Leids palästinensischer Kinder mit dem biblischen Kindermord durch König Herodes – eine Darstellung, die historische Tiefe vortäuscht, aber gezielt Schuldzuweisungen inszeniert. Der neu auflodernde Antisemitismus speist sich in weiten Teilen aus jahrzehntelanger, medial wirkungsvoll verbreiteter Propaganda christlich-arabischer Schlüsselfiguren im Nahen Osten. Mit modernen Kommunikationsmitteln werden alte narrative Muster reaktiviert, in denen Juden als Täter inszeniert werden, während die Palästinenser als leidende Christusfigur erscheinen. Die Kreuzigung Christi wird so in einen modernen Kontext übertragen – mit Israel als vermeintlichem Verfolger.
Diese Deutungsmuster sind nicht neu, doch sie erleben eine Renaissance,...
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Sind es wahre Christen, die Arabischen, die sich gegen Israel erheben???
Paulus schreibt in Römer 12:
Das Bild vom Ölbaum: Warnung an die Nichtjuden
…“Wenn die Wurzeln des Baumes Gott geweiht sind, sind es auch die Zweige.
Nun sind einige Zweige an dem edlen Ölbaum ausgebrochen worden, und unter die übrigen wurdet ihr als neue Zweige eingepfropft. Obwohl ihr von einem wilden Ölbaum stammt, habt ihr jetzt Anteil an den guten Säften des edlen Ölbaums.
Darum überhebt euch nicht über die Zweige, die ausgebrochen wurden. Ihr habt keinen Grund, euch etwas einzubilden! Nicht ihr tragt die Wurzel, sondern die Wurzel trägt euch.“